WE ARE WHAT WE ARE: Regisseur von STAKE LAND dreht US-Remake des mexikanischen Kannibalenfilms

03. November 2012

We are what we are

Mit seinem Langfilmdebüt „Somos lo que hay (dt. Wir sind, was wir sind)“ hatte der Mexikaner Jorge Michel Grau 2010 einen beachtlichen Erstling geboten, der nicht nur das Publikum der einschlägigen Horrorfestivals begeisterte, sondern auch rasch weltweit Abnehmer fand. Ein US-Remake des satirisch angelegten Sozialdramas um eine Kannibalenfamilie war also nur eine Frage der Zeit. Doch wo andernfalls eine nivellierende Eins-zu-Eins-Kopie zu erwarten gewesen wäre, hat Regisseur Jim Mickle offenbar nur das Grundgerüst des Originals übernommen und ansonsten entscheidende Erweiterungen vorgenommen.

Nach dem Erfolg von „Stake Land (dt. Vampire Nation)“ standen dem ehemaligen Storyboard Artist einige Türen offen, und Zugeständnisse  hat er allem Anschein nach kaum machen müssen. Die Mehrzahl seiner gut erprobten Crew nahm er jedenfalls einfach wieder mit und verfasste das Drehbuch erneut mit seinem Partner Nick Damici.

Große Teile des mit Kelly McGillis und Tarantino-Regular Michael Parks vergleichsweise prominent besetzten Films wurden letzten Sommer in den New Yorker Kleinstädten Andes, Bovina, and Halcottsville gedreht. Doch ausgerechnet die Locations und eine zentrale Neuerung gegenüber dem Original verleihen dem Film jetzt eine ungewollte Aktualität. Denn die Ausgangsszenerie des Remakes ist eine gigantische Überschwemmung, die weite Teile der Bevölkerung das Leben kostet und zugleich das Tagesgeschäft der Kannibalenfamilie an die Oberfläche spült.

Ob sich die Ereignisse um Hurricane Sandy negativ auf den für Januar geplanten Starttermin auswirken, bleibt abzuwarten. Das heute offiziell veröffentlichte Filmplakat lässt jedenfalls nicht auf eine neue Planung schließen.

Weitere Details zum Film finden sich im FearNet-Blog von Underground-Veteran Eric Stanze („Scrapbook“), der für „We are what we are“ die 2nd-Unit-Crew leitete.

We are what we are

[Abbildung: Memento Films]

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