Vom Kurzfilm zu DISTRICT 9 – bereits 2005 waren Aliens ALIVE IN JOBURG

03. September 2009

District 9

Wer die erste Viertelstunde des von Peter Jackson produzierten, äußerst unkonventionellen Alien-Films „District 9“ seiner Machart wegen bestaunt, tut dies zurecht. Was er vielleicht nicht weiß: Regisseur Neill Blomkamp hatte dasselbe Konzept bereits 2005 in Form eines rund 6-minütigen Kurzfilms durchexerziert. „Alive in Joburg“ soll zudem einer der entscheidenden Gründe gewesen sein, ihn für die Verfilmung der erfolgreichen Game-Serie „Halo“ ins Gespräch zu bringen. Das Projekt ist mittlerweile auf Eis gelegt, doch Blomkamp hat sein Langfilmdebüt trotzdem absolvieren können. Und das mit einiger Aufmerksamkeit: „District 9“ nahm die US-Kinocharts im Sturm.

Umso interessanter gerät ein Blick auf die frühe Kurzfilmfassung: „Alive in Joburg“ erzählt in Form einer fiktiven Doku von notgelandeten Aliens in Südafrika. 1990 gehört Apartheid dort noch zur Alltagsrealität, und so ist die Haltung den außerirdischen Besuchern gegenüber selbstverständlich eine offensichtliche Metapher. Bemerkenswert dabei: Alle Statements, die im Film von den Menschen auf der Straße abgegeben werden, sind echt. Niemand von ihnen redet jedoch in Wahrheit über Aliens. Die ablehnende Haltung betrifft Flüchtlinge aus Zimbabwe.

Spy Films streamt diesen Kurzfilm und andere Arbeiten von Neill Blomkamp kostenlos unter www.spyfilms.com.

District 9

[Abbildungen © Sony Pictures]

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