Universal bringt AMERICAN MARY nach Deutschland

23. August 2012

American Mary

Ob man sich da auf alte Stärken zurückbesinnt? Dass Universal jetzt den Vertrieb für einen der möglicherweise wegweisendsten Horrorfilme der letzten Jahre übernimmt, könnte Teil einer neuen Politik sein. Denn mit „American Mary“, dem gerade erst zweiten Film der kanadischen Zwillingsschwestern Jen und Sylvia Soska, nimmt das Studio, das von den 1920ern bis in die späten 50er führend im Horrorfilmgeschäft war, einen ebenso kontroversen wie begehrten Titel ins Programm. Eine Vorab-Premiere auf dem „Marché du Film“ in Cannes hatte offenbar die Initialzündung geliefert.

Bestenfalls beschrieben als „Nip/Tuck“ auf Acid, taucht „American Mary“ tief ins Milieu der Underground-Chirurgie ab – ein Umfeld, das filmisch bislang nahezu gänzlich unbeleuchtet geblieben ist. Ein großes Studio, das sich einen Film wie diesen auf die Fahnen schreibt, setzt also ein klares Zeichen. Für Universal könnte der Deal durchaus ein erster Schritt zur Erneuerung eines alten Schwerpunktes sein, der solche Klassiker wie Tod Brownings „Dracula“, James Whales „Frankenstein“ oder die großen Monsterfilme von Jack Arnold hervorgebracht hat.

Gesichert hat man sich die internationalen Vertriebsrechte für eine ganze Reihe von Ländern, darunter England und Deutschland. Veröffentlichungstermine stehen derzeit noch nicht fest, doch scheint man das Frühjahr 2013 bereits in den Blick genommen haben. Die nächste Gelegenheit, den Film bereits vorab zu sehen, ergibt sich am 27. August auf dem Londoner Film4FrightFest.

American Mary

[Abbildung: Industry Works Pictures]

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