Tim Burton goes MoMA

13. August 2009

Während die ersten Stills und Trailer zu seinem heiß ersehnten nächsten Wunder(land)werk von offizieller Hand derzeit gerade über die Netzwelt verstreut werden, lässt eine Ankündigung des New Yorker Museum of Modern Art die Anhänger des allzeit schwarz gekleideten Filmemachers vermutlich vor Begeisterung in die Scherenhände klatschen: Eine Ausstellung mit rund 700 Exponaten aus Tim Burtons persönlicher Gruselkammer der letzten fast fünfzig Jahre verspricht nicht wenig. Wer ohnehin schon immer geglaubt hat, den späteren Erfinder ebenso düsterer wie skurriler Fantasiewelten bereits in Zeichnungen aus Kindertagen finden zu können, wird sich hier vermutlich bestätigt finden.

Eine Unmenge an Illustrationen, Cartoons und Storyboards decken das zeichnerische Schaffen Burtons ab, mit dem er sich bei Disney einst die ersten Sporen im Filmgeschäft verdient hatte. Requisiten, Puppen, Kostüme und allerlei handgefertigte Seltsamkeiten erlauben dem Besucher einen dreidimensionalen Besuch in Burtonland, und Materialien aus unveröffentlichten Projekten vermitteln eine Idee davon, was im Kopf des Meisters sonst noch so alles herumspukt.

Abgerundet wird die Werkschau mit einem reichem Programm an Leinwandproduktionen, die dem Schöpfer von „Beetlejuice“, „Edward Scissorhands“, „Jack Skellington“ und anderen bemerkenswerten Außenseitern selber als Vorbilder und Einflüsse dienten.

Tim Burton. Untitled (The Melancholy Death of Oyster Boy and Other Stories). 1982–84. Pen and ink, marker, and colored pencil on paper, 10 x 9" (25.4 x 22.9 cm). Private collection. © 2009 Tim Burton

Exhibition Tim Burton, 22. November 2009 bis 26. April 2010
The Museum of Modern Art · 11 West 53 Street · New York, NY 10019
www.moma.org

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