Tom Six sews up THE HUMAN CENTIPEDE | Interview (deutsche Fassung)

02. Oktober 2010

Die Idee alleine reichte bereits aus, um einen weltweiten Hype auszulösen, noch bevor auch nur ein Meter Film zu sehen war. Drei Menschen werden operativ miteinander verbunden, und das auf denkbar absurde Weise: Mund an Anus an Mund an Anus. In der Folge vermittelte der verstörende Trailer mit einem furchteinflößenden Dieter Laser in der Rolle des besessenen deutschen Chirurgen Dr. Heiter ein ziemlich klares Bild von demjenigen, was sich schnell zum weltweiten Genre-Phänomen entwickeln sollte. Tom Six, Autor und Regisseur von „The Human Centipede“ hat sich die Zeit genommen, um mit uns über seinen Film, dessen Fortsetzung zu sprechen, aber auch über Operationsberichte, seine Liebe zu Pasolini und über Dinge, die man unmöglich der eigenen Mutter erzählen kann.

screen/read: Tom, super, dass Du Dir die Zeit für unsere kleine Unterhaltung genommen hast. Ich hatte das Glück, Deinen Film vor ein paar Wochen auf dem deutschen Fantasy Filmfest sehen zu können und bin jetzt ziemlich gespannt, was Du Dir für die Fortsetzung ausgedacht hast.

Tom Six: Kann ich mir vorstellen.

screen/read: Wie weit bist Du damit zur Zeit?

Tom Six: Wir sind gerade mit den Dreharbeiten in London fertig geworden und sitzen jetzt am Schnitt. Was ich soweit verraten kann: Diesmal werden 12 Personen aneinander genäht, und die ganze Sache ist „100% medizinisch in-akkurat“. Es wird ganz schön irre werden, denn alles, was ich im ersten Teil nicht gezeigt habe, gibt es in der Fortsetzung zu sehen. Im Scherz sage ich immer, Teil Eins ist im Vergleich Teil Zwei so eine Art „Mein Kleines Pony“. Es wird also eine ziemlich widerliche Angelegenheit.

screen/read: Da gibt es also eine entscheidende Abweichung vom Original, das ja von sich behauptet, „100% medizinisch akkurat“ zu sein. Hattest Du da tatsächlich einen Experten, der Dich beraten hat?

Tom Six: Ja, ich habe einen echten Chirurgen in Holland aufgesucht. Zuerst wollte er nicht mit mir arbeiten und sagte, „Tom, das ist gegen meinen Eid“, aber ich wusste, dass er ein großer Filmliebhaber ist. Nach einer Weile hat er dann also doch eingewilligt und gemeint, „Ok, ich helfe Dir, aber ich mache es anonym“. Und dann schrieb er mir diesen sehr detaillierten Operationsbericht. Er sagte sogar, er könnte das theoretisch in seiner Klinik durchführen, und wenn er es auf die Weise machen würde, wie die drei Personen im Film aneinander genäht sind, dann könnten sie, sofern sie Flüssigkeit, Nährstoffe und Vitamine bekämmen, tatsächlich eine sehr lange Zeit überleben. Auch würde ihr Organismus überhaupt nicht von äußeren Bakterien angegriffen, weil ja alles direkt vom einen Verdauungssystem ins andere überführt wird.

screen/read: Es ist ziemlich offensichtlich, dass der ganze chirurgische Eingriff und die Idee dahinter mit dem Wissen um Mengele und seine Experimente in Nazi-Deutschland spielen. War das eine ursprüngliche Idee bei der Entwicklung des Films?

Tom Six: Oh ja, sehr sogar, es hat die ganze Geschichte beeinflusst. Als ich die Idee zum ersten Mal hatte, dachte ich mir, dass die Operation von einem Chirurgen durchgeführt werden müsste. Und die furchteinflößendsten Chirurgen, die ich kenne, gab es nun einmal im Zweiten Weltkrieg, die Leute um Mengele eben. Also sollte der Arzt im Film eine Art Mengele-Charakter werden, und deshalb musste ich einen wirklich guten deutschen Schauspieler finden, der die Rolle spielen konnte. Und so kam ich zu Dieter Laser.

The Human Centipede | Dieter Laser

screen/read: Ziemlich bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Film trotz all der Grausamkeit und dem Leid der Figuren doch auch eine Menge Humor zu bieten hat. Und der ist ja nun keineswegs ungewollt, sondern bildet ein integrales Element der ganzen Sache. War das so von Anfang an geplant?

Tom Six: Als ich die Geschichte schrieb, hatte ich tatsächlich überhaupt keine Intention, irgendeine Form von Humor einzubauen. Aber weil die ganze Situation so extrem surreal ist, gibt es da bereits einen gewissen Typus von verstecktem Humor, der einfach da ist. Die Dinge, die auf der Leinwand passieren, sind zwar extrem hart und abstoßend, aber irgendwie sind sie auch wieder so abstoßend, dass man einfach lachen muss. Das war die ganze Überlegung. Dieter hat mit diesem Element sehr ausgiebig gespielt und ist alles in einer sehr, sehr ernsthaften Weise angegangen – genauso wie übrigens alle Beteiligten am Set. Denn und war klar, dass in dem Moment, wo wir bewusst komisch sein wollten, alles in sich zusammenfallen würde.

screen/read: Wird das auch der Ansatz in der Fortsetzung sein?

Tom Six: In der Fortsetzung ist es ganz genauso, ich mache da einfach dasselbe. Ich gehe sehr ernsthaft an die ganze Sache heran, aber dann passiert es eben, dass die Situation selber für Komik sorgt. Und die Zuschauer brauchen das auch. Da ist übrigens ein großer Unterschied zu vielen der neueren französischen Horrorfilme. Ich mag sie nicht so sehr, weil sie auf ihre Weise so ausgesprochen ernsthaft sind und überhaupt gar keinen Humor haben.

screen/read: So wirk es für den Zuschauer, aber wie war es am Set? Ich kann mir vorstellen, dass Du die Schauspieler schon ziemlich aufmuntern musstest, vor allem die beiden Mädchen.

Tom Six: Zunächst einmal war es ziemlich schwierig, überhaupt gute Schauspielerinnen zu bekommen, die bereit sind, sich einen Hintern direkt vor die Nase binden zu lassen. Wir haben das Casting in New York abgehalten, und etwa 70% der Mädchen haben mich als Irren beschimpft und sind direkt wieder aufgestanden und gegangen. Ich denke, sie wollten vor der Kamera nett auszusehen, und nicht mit dem Gesicht an einen Hintern gebunden werden (lacht). Ashley und Ashlynn allerdings hatten wirklich Eier. Die Hälfte der Dreharbeiten mussten sie auf ihren Händen und Knien verbringen, völlig nackt und mit der Nase nur wenige Zentimeter von einem echten Hintern entfernt. Das war schon ziemlich hart, und es wurde ein sehr surreales Arbeiten für die Schauspieler, aber auch für die gesamte Crew. Die Mädchen bekamen jeden Tag Massagen, und ich als Regisseur musste sie schon ganz schön umgarnen, damit sie in die Lage kamen, alles zu geben.

screen/read: Das muss ganz schon tough gewesen sein für die beiden. Umso mutiger von ihnen, diesen Schritt überhaupt zu wagen. Wie viel hast Du ihnen im Vorhinein erzählt, und wie waren die ersten Reaktionen auf die Geschichte?

Tom Six: Ashley und Ashlynn waren von den verbliebenen 30% diejenigen mit der größten Bereitschaft, also habe ich ihnen nach und nach immer mehr erzählt und ihnen gezeigt, wie sie sich positionieren müssen, und wie ich das filmen würde etc. Sie hatten ein wirklich gutes Verständnis darüber, was ich vorhatte, aber Du kannst Dir vorstellen, dass es trotzdem alles andere als leicht für sie war. Mit dem Gesicht an einen Hintern gebunden zu sein, das ist nicht wirklich eine Sache, von der man seiner Mutter erzählt. „Stell Dir vor, Mama, ich habe eine neue Rolle, und es geht darum …“ (lacht). Also haben sie mir all ihr Vertrauen geschenkt, und das war wirklich mutig. Am Ende aber war es für beide eine gute Entscheidung.

screen/read: Ganz sicher, und im Vergleich zu anderen Horrorfilmen, bei denen attraktive Frauen nicht mehr sind als oberflächliche Opfer, gibt es in Deinem Film diese bemerkenswerten und unerwarteten emotionalen Momente, wo die Mädchen sich einfach nur an den Händen halten. War das geplant, oder habt Ihr das improvisiert?

Tom Six: Ich hatte das bereits im Drehbuch. Ich wollte das unbedingt, weil es das einzige ist, was die beiden tun können. Sie können einander nicht sehen, sondern sich nur an den Händen festhalten, und das habe ich mir eben vorgestellt, als ich das Buch schrieb. Die beiden haben das wirklich gut gemacht.

The Human Centipede | Ashley C. Williams

The Human Centipede | Ashley C. Williams

screen/read: Viele Leute haben ganz unabhängig vom Film selber ziemlich rasch damit begonnen, ihr eigenes Merchandising zu basteln oder Parodien zu erstellen und anderes mehr – ein Phänomen, das bei einem Film eher selten unterkommt. Bekommst Du das alles mit? Und was denkst Du darüber?

Tom Six: Für mich ist das ein riesiges Kompliment. Als Filmemacher will man natürlich, dass der eigene Film kommerziell funktioniert und von so vielen Zuschauern wie nur möglich wahrgenommen wird. Deshalb ist es einfach sensationell, dass so viele Leute sich dazu bewegt fühlen, all diese Clips auf Youtube einzustellen, Merchandising zu erfinden oder ein Videospiel zu programmieren und anderes mehr. Irgendwer hat jetzt sogar einen Pornofilm gedreht, „The Human Sexipede“! Das ist schon ziemlich cool.

screen/read: Lass uns ein bisschen darüber sprechen, wie Du überhaupt zum Filmemachen gekommen bist. Was ist Dein Hintergrund? Und was reizt Dich am Horrorgenre?

Tom Six: Solange ich denken kann, wollte ich schon immer ein Filmemacher sein. Als ich noch ein kleiner Junge war, bin ich andauernd mit der Filmkamera meines Großvaters herumgelaufen. Ich habe da also vielleicht ein spezielles Gen oder so etwas. Später habe ich dann damit angefangen, Fernsehen zu machen. Ich arbeitete damals bei Endemol, die „Big Brother“ erfunden haben, und ich war einer der ersten Regisseure bei diesem Format. Das war eine ziemlich erfolgreiche Sache, also bin ich quer über den Globus gereist, um anderen Regisseuren das Konzept von „Big Brother“ beizubringen. Aber unabhängig davon wollte ich immer meine eigenen Filme machen, und so habe ich zusammen mit meiner Schwester eine Produktionsfirma gegründet. Wir haben dann drei Filme in die holländischen Kinos gebracht, die allerdings mit Horror nichts zu tun hatten, denn in Holland hat das Genre kein wirkliches Publikum. Aber ich wollte unbedingt einen Horrorfilm machen, und zwar einen, der international funktioniert, denn schließlich ist Horror auf dem Weltmarkt ziemlich gefragt. Als ich dann die Idee zu „The Human Centipede“ hatte, haben wir einfach gesagt, verdammt, warum nicht? Also machten wir uns an die Arbeit, und der Rest ist Geschichte. Horror ist das Genre, das ich am meisten liebe, und deshalb werde ich auch in Zukunft auf diesem Gebiet arbeiten.

screen/read: Gibt es Filme, die Du als entscheidende Einflüsse bezeichnen würdest, vielleicht speziell aus dem Horror-Genre?

Tom Six: Auf jeden Fall. Für mich persönlich ist der einflussreichste und originellste Film „Salo – oder die 120 Tage von Sodom“ von Pasoloni. Den habe ich gesehen, als ich noch ziemlich jung war, und er hat einen immerwährenden Eindruck hinterlassen. Dann sind da „The Brood“ und „Shivers“, die frühen Arbeiten von David Cronenberg, der ebenfalls ein großer Einfluss für mich ist. Und ich liebe die Filme, die Werner Herzog mit Klaus Kinski gemacht hat. Er ist mein absoluter Lieblingsschauspieler, und ich finde ihn einfach atemberaubend. Aber letztlich bin ich ein echter Filmliebhaber im Allgemeinen, ich mag alle Arten von Filmen.

screen/read: Obwohl da so mancher dieser Einflüsse in „The Human Centipede“ wiederzufinden ist, und trotz einiger bewusst eingebauter, typischer Horrorfilm-Klischees, ist Dein Film doch vor allem hochgradig originell und unterscheidet sich in dieser Hinsicht stark von den meisten Genre-Produktionen der letzten Jahre.

Tom Six: Das stimmt schon. Für mich ist es einfach sehr wichtig, etwas Originelles zu machen. Es werden so immens viele Filme gedreht, und Filmemachen ist eine so schwierige Sache, warum sollte man da immer die gleichen Geschichten erzählen? Ich verstehe das nicht. Vielleicht haben die Leute ja Angst, etwas Neues auf den Markt zu bringen, oder ihnen fällt einfach nichts ein. Jungen Filmemachern würde ich jedenfalls immer sagen, lasst Euch etwas einfallen, das originell ist, denn dann wird man auf Eure Arbeit aufmerksam.

screen/read: Wenn man an Deinen Hintergrund bei „Big Brother“ denkt, ist es reizvoll, nach Parallelen in Deinem Film zu suchen, also etwa hinsichtlich des Voyeurismus und der Konstellation des Eingesperrtseins etc. Würdest Du sagen, das war ein Einfluss, der sich auf die Grundidee ausgewirkt hat?

Tom Six: Ja, unbedingt. An „Big Brother“ zu arbeiten, das bedeutet Voyeurismus an allen Ecken und Enden. Ich habe in der ganzen Welt so viele Leute in diesen Häusern beobachtet und jede Menge menschliches Verhalten und Seelenleben mitbekommen. Und genau wie in „The Human Centipede“ ist das alles nur ein einziger Schauplatz, ein Haus, in dem Leute in gewissem Sinne gefangen sind. Die Situation ist natürlich eine grundlegend andere, aber nichts desto trotz beobachtet der Film menschliches Verhalten. Und er nimmt sich die Zeit dafür. Für mich ist der Schnitt in den meisten Horrorfilmen viel zu schnell. Man verpasst einfach die Emotionen der Figuren. Ich wollte da etwas anderes haben, weil man viel mehr mitfühlt, wenn man sich die Zeit nimmt, um das Leiden der Charaktere, ihren Schmerz, ihre Verzweiflung und all das länger zu zeigen. Deshalb ist der Schnitt eher langsam. Mit einem typischen Hollywood-Ansatz hätte ich aus der Geschichte einen völlig anderen Film machen können. Also mit jeder Menge Tempo, Effekten, Action und so weiter. Aber dann wäre es einfach nicht mehr derselbe Film gewesen.

screen/read: Da kann man nur hoffen, dass es niemals ein Hollywood-Remake geben wird.

Tom Six: Zum Glück ist der Film ja jetzt so auf dem Markt, wie er eben ist. Aber vielleicht wäre Tom Cruise ja daran interessiert, den Kopf des Tausendfüßlers zu spielen, mit zwei anderen Schauspielerinnen hinten dran.

screen/read: Nicole Kidman und Julia Robers?

Tom Six: Das wäre ganz schön cool (lacht).

The Human Centipede | Ashley C. Williams, Dieter Laser, Ashlynn Yennie

screen/read: Die Reaktionen auf Deinen Film sind ziemlich bemerkenswert, und einige Leute scheinen gar nicht so richtig zu wissen, was sie mit ihm anfangen sollen. Roger Ebert zum Beispiel sah sich nicht in der Lage, in seiner Kritik eine Wertung nach Sternen abzugeben, was er normalerweise immer macht. Verfolgst Du, was die Kritiker so schreiben, oder interessiert Dich das eher nicht?

Tom Six: Oh ja, das interessiert mich sehr. Es macht mir Spaß, diese ganzen Kritiken zu lesen, und die von Roger Ebert ist schon sehr speziell. Der Mann ist immerhin eine Ikone auf seinem Gebiet! Ich weiß zwar nicht, ob er jemals zuvor keinen Stern vergeben hat, aber das ist an sich schon ziemlich cool. Die Kritiker sind allerdings insgesamt in zwei Lager geteilt. Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die den Film wirklich gut finden. In England etwa gibt es diese extrem anspruchsvolle Zeitung „The Guardian“, und die haben da eine sehr gute Kritik geschrieben – was niemand erwartet hätte. Aber auf der anderen Seite gibt es eben auch Kritiker, die den Film für abstoßend und richtig schlecht halten. Mit den Zuschauern ist es genau dasselbe. Da gibt es Leute, die mich für ein Genie halten, und andere sagen, der Film sei das Schlechteste, was sie jemals gesehen hätten. Viele Leute reagieren sehr, sehr zornig und sagen, ich würde die Menschenwürde mit Füßen treten. Es gibt da eine Fanpage über mich auf Facebook, wo Leute Kommentare hinterlassen, in denen sie sagen, dass man Terroristen auf mich hetzen sollte, oder dass ich sterilisiert oder erschossen werden müsste.

screen/read: Oder mit jemanden zusammengenäht.

Tom Six: Oder das, ja (lacht).

screen/read: Das ist schon einigermaßen absurd, wie extrem manche Leute da reagieren. Letzten Endes ist es ja nun doch nur ein Film. Es geht schließlich nicht darum, die Welt zu verändern. Umso schwerer lassen sich die Reaktionen nachvollziehen. Wie erklärst Du Dir das, denkst Du, das Konzept des Films weckt da irgendwelche unterdrückten Emotionen?

Tom Six: Kann sein. Die Idee, Mund an Hintern miteinander verbunden zu werden, verbreitet sich weltweit wie ein Virus. Und vielleicht ist es ja so, dass manche Leute Scheiße als die schmutzigste und widerlichste Sache der Welt erachten. Wenn also jemand in einem Film dazu gezwungen wird, sie zu essen, dann können manche Leute damit einfach nicht umgehen und entwickeln einen tiefempfundenen Zorn. Und das ist in dieser Gesellschaft ein ziemlich seltsames Phänomen.

screen/read: Es ist eben etwas, das Hunde tun, und auf eine gewisse Weise ist es offensichtlich, dass die Figuren im Film in Hunde verwandelt werden, um diejenigen zu ersetzen, an denen Dr. Heiter seine erste Operation ausprobiert hat. Hundeliebhaber sollten den Film also eigentlich mögen. Hast Du selber Hunde?

Tom Six: Ja, habe ich. Einen kleinen Hund, einen Mops. Oh, und ich liebe ihn sehr.

screen/read: Du würdest also nicht darüber nachdenken, ihn mit anderen Hunden zusammenzunähen?

Tom Six: Tja … nein. Es ist einfach so, dass ich nur einen habe. Wenn ich allerdings drei hätte … (lacht)

screen/read: Tom, danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Tom Six: Vielen Dank für das Interview. Es freut mich sehr, dass es ausgerechnet nach Deutschland geht.

screen/read: Immerhin spielt die Geschichte ja in Deutschland. Das Publikum hier sollte die Chance haben, den Film zu sehen. Gibt es schon einen deutschen Verleih?

Tom Six: Die deutschen Verleiher halten sich ziemlich zurück. Irgendwie scheinen sie vor dem Film Angst zu haben. Und das ist wirklich seltsam, denn überall sonst ist er ja doch richtig groß. In Deutschland ist das aber offensichtlich ein sehr sensibles Thema. Hoffentlich meldet sich aber doch bald ein wirklich mutiger Verleiher und macht es einfach.

The Human Centipede | US-Poster

Tom Six begann seine Karriere in den Medien als einer der ersten Regisseure der Reality-Show „Big Brother“ für die niederländische TV-Produktionsfirma Endemol. Zusammen mit seiner Schwester Ilona gründete er Six Entertainment in Amsterdam. Bislang veröffentlicht er vier Filme als Regisseur und Autor. Die Fortsetzung von „The Human Centipede“ ist für Anfang 2011 angekündigt.



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