THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE: Making-of und Behind-the-Scenes als Graphic Novel

23. November 2011

South Texas Blues

Man mag es kaum glauben, aber obwohl Tobe Hoopers Slasher-Klassiker von 1974 als Meilenstein des Genres gilt und längst Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art ist, gehörte er in Deutschland bis September 2011 noch zu jener unrühmlichen Reihe von Filmen, die wegen (vermeintlicher?) Gewaltverherrlichung unter Beschlagnahmung stehen. Die unzeitgemäße Absurdität dieses Tatbestandes ist aber nur das vorläufige Ende einer Jahrzehnte anhaltenden Abfolge von Verboten, Indizierungen, Umbenennungen und Kürzungen, die „The Texas Chainsaw Massacre“ hierzulande über sich ergehen lassen musste. Welchen Herausforderungen sich die Filmemacher selber im Sommer 1973 ausgesetzt sahen, thematisiert jetzt ein Comic unter dem Titel „South Texas Blues“.

South Texas Blues

Die Idee ist originell und auf ihre Weise völlig neuartig. Doch ganz wie im Fall von Darren Aronofskys „Noah“ will die Graphic Novel auch hier nur eine Zwischenlösung sein. Die Grundlage bildet ein Drehbuch für ein Projekt, das Filmemacher Christopher P. Garetano, Autor der preisgekrönten Dokumentation „Horror Business“, bereits seit über einem Jahrzehnt auf die Leinwand zu bringen versucht – bislang erfolglos. Doch selbst die von Trevor Cook illustrierte Comic-Adaption muss ein echter Kraftakt gewesen sein, denn erste Ankündigungen hierzu gab es bereits Anfang 2009.

Erst eine Kooperation mit dem Genre-Magazin Fangoria hat die Veröffentlichung jetzt möglich gemacht. Mit der im Januar 2012 erscheinenden Ausgabe #310 wird „South Texas Blues“ zunächst als mehrteilige Serie zu lesen sein. Eine vollständige Publikation ist für einen späteren Zeitpunkt ebenfalls geplant, doch ob es dazu auch tatsächlich kommt, bleibt abzuwarten.

South Texas Blues

[Abbildungen: Christopher P. Garetano, Trevor Cook]

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