Mit ‘X-Men’ getaggte Artikel

Logan – The Wolverine | Filmkritik: Shane mit den Scherenhänden

Sonntag, 05. März 2017

Logan - The Wolverine

Wenn sich das Zielpublikum nicht irgendwann voller Überdruss abwendet, werden DC und Marvel 2029 mit großer Wahrscheinlichkeit weit über 100 Superheldenfilme auf die Leinwand gebracht haben. Und warum auch nicht? Seit über einem Jahrzehnt verzeichnet das Genre keine relevanten Schwankungen oder gar Einbrüche. Offizielle Starttermine für einzelne Titel reichen bereits über 2020 hinaus. Die Zeichen stehen also gut. Weniger rosig sieht es für Superhelden in der fiktiven Variante des Jahres 2029 aus. Die X-Men sind ausgestorben, neue Mutanten gibt es keine und Logan arbeitet unter seinem bürgerlichen Namen unerkannt als Limousinenfahrer. Nur noch ein paar abgegriffene Comichefte erinnern an bessere Zeiten. Wie konnte es bloß so weit kommen?

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X-Men: Apocalypse | Filmkritik: Rückkehr nach Auschwitz

Sonntag, 22. Mai 2016

X-Men: Apocalypse

Er hätte Nietzsche gefallen, dieser erste Träger des X-Gens namens En Sabah Nur, besitzt er doch (und da wird einem selbst beim Zitieren übel) „jene ungeheure Energie der Größe“, die nötig ist, um „durch Vernichtung von Millionen Mißrathener [sic], den zukünftigen Menschen zu gestalten“. Denn als er nach über fünfeinhalb Jahrtausenden aus dem Koma erwacht, scannt er, der Unsterbliche, der im antiken Ägypten als Gott verehrt und von seinen Anhängern verraten wurde, rasch sämtliche TV-Kanäle des Planeten und erkennt so, dass es um die Moral des Homo Sapiens 1983 A.D. nicht sonderlich gut bestellt ist. Kein Wunder, Ronald Reagan ist US-Präsident, das Wettrüsten boomt und im Kino kehren die Jedi-Ritter zurück. Für den Ur-Mutanten gibt es also nur eine Lösung: die aktuelle Menschheit vernichten und unter seiner Herrschaft eine neue aufbauen. Daher sein Alternativname, Apocalypse.

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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit | Filmkritik

Samstag, 24. Mai 2014

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Prequel, Sequel, Reboot – warum sich für eine Variante entscheiden, wenn auch alle drei auf einmal möglich sind? Im Marvel-Universum, und erst recht im verflixt komplexen Kreativ-Kosmos der X-Men, geht grundsätzlich erst einmal alles. Und so staunt der Kenner der Vorgängerfilme nicht schlecht, wenn er nach den ersten Minuten Patrick Stewarts Inkarnation von Charles Xavier wiederbegegnet, nachdem dieser doch im (zeitlich früher verorteten) dritten Teil praktisch pulverisiert worden war. Lange darüber nachzugrübeln lohnt sich nicht, denn schon kurz darauf wird Wolverines Bewusstsein in sein rund 50 Jahre jüngeres Ich – ja, was eigentlich? – teleportiert, um die aktuelle Zukunftsversion grundlegend zu verändern.

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