Mit ‘Rose McGowan’ getaggte Artikel

Mea Culpa: Quentin Tarantinos Weinstein-Geständnis ist ein Fall von klassischer Krisen-PR

Samstag, 21. Oktober 2017

Quentin Tarantino

[Lesedauer: ca. 8:30 Minuten]

Er kann einfach nichts in Bescheidenheit tun. Selbst im Fall des üblen Bekenntnisses, über Jahrzehnte hinweg stiller Mitwisser von Harvey Weinsteins sexuellen Übergriffen gewesen zu sein, muss sich Quentin Tarantino einen großen Auftritt zurechtinszenieren. Zunächst hatte er beharrlich geschwiegen, dann mitteilen lassen, den Schock erst ein paar Tage verarbeiten zu müssen, und schließlich ein Interview mit der New York Times geführt [1], dessen Sensationscharakter abschätzbar war – durchdacht und geplant wie ein Drehbuch von Big Quentin himself. Tatsächlich steckt dahinter aber vor allem eine Form von Kalkül, die Kommunikationsexperten als Krisen-PR kennen. Denn Tarantinos Mea Culpa ist wahlweise ein strategischer Schachzug zur Schadensbegrenzung oder ein manipulativer Versuch, den eigenen Kopf aus der eng anliegenden Schlinge zu ziehen.

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Hollywood Babylon: Für Harvey Weinsteins stille Mitwisser ist Rose McGowan der ultimative Alptraum

Samstag, 14. Oktober 2017

Rose McGowan

[Lesedauer: ca. 11:30 Minuten]

In „Planet Terror“, jenem albernen Versuch, mit einem Millionenbudget im Rücken dem Billigkino der 70er Jahre Tribut zu zollen, übernahm Mitinitiator Quentin Tarantino unter der Regie seines Lieblingskollaborateurs Robert Rodriguez einen besonders unrühmlichen Part. In den Credits schlicht als „Rapist#1“ gelistet, zwingt er die Protagonistin mit vorgehaltener Waffe erst zum Tanz und lässt dann die Hosen runter, um seinem Rollennamen gerecht zu werden. Bevor es jedoch dazu kommen kann, ätzt ihm ein Zombievirus die Genitalien weg. Gerechte Strafe für den Vergewaltiger? So sehen es die Herren QT und RR in ihren Filmen gern. Im echten Leben hingegen haben sie sich offenbar die Karriere von einem solchen aufbauen und bis zum heutigen Tage fördern lassen. Eines seiner Opfer heißt Rose McGowan.

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RM486: Alien in fünf Inkarnationen | Rose McGowan veröffentlicht ihr erstes Musikvideo

Sonntag, 27. September 2015

RM486 | Rose McGowan

Rose McGowan war schon immer ein Alien. Als die Öffentlichkeit 1995 erstmals mit ihr Bekanntschaft macht, ist sie ein Teenager ohne festen Boden unter den Füßen, orientierungslos auf einem Roadtrip durch die USA, randvoll mit Exzessen aus Sex, Gewalt und Crystal Meth. „The Doom Generation“ zeichnete ein fremdartiges Amerikabild, für das die damals gerade 22-jährige Zufallsschauspielerin eine ebenso attraktive wie verstörende Projektionsfläche bot. Keine ihrer Rollen danach sollte noch einmal ähnlich radikal ausfallen, auch wenn Durchschnittscharaktere ihr nie sonderlich gut standen. Inzwischen hat sie die Seiten gewechselt, führt selbst Regie und ist mit dem Musikvideo zu ihrem ersten unter eigenem Namen veröffentlichten Track auf dem besten Weg zum Gesamtkunstwerk.

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Rose McGowan über Sexismus in Hollywood und wie er sich bekämpfen lässt

Samstag, 09. Mai 2015

Rose McGowan

Eine Zeitlang hat sich Rose McGowan gewundert, dass ihre Filmfiguren offenbar immer die Welt retten müssen. Ob es mit ihrer naturgemäß kämpferischen Art zu tun hat und ihren irisch-italienischen Wurzeln? In jedem Fall hat die Schauspielerin (und inzwischen auch Regisseurin) nie zu den Frauen in Hollywood gehört, die sich alles gefallen lassen, um einen Job zu bekommen. Rose McGowan hat zu den Dingen eine Meinung, und die äußert sie auch. Nicht zuletzt ist es die Rolle der Frau im Filmgeschäft, mit der sie sich zunehmend öffentlich auseinandersetzt.

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Oscar-Bewerbung für Regiedebüt: Rose McGowan startet eigenes Filmfestival

Freitag, 29. August 2014

Rose McGowan am Set von DAWN

Beim diesjährigen Sundance-Festival zeigte Rose McGowan erstmals ihren Kurzfilm „Dawn“ und erntete durchweg positive Kritiken. Jetzt will die Schauspielerin ihre erste Regiearbeit ins Rennen um die kommenden Oscars schicken. Den Regeln der Academy gemäß muss ihr Film dafür eine kommerzielle öffentliche Aufführung in Los Angeles vorweisen können, und das an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Doch anstatt zurückzurudern macht McGowan aus der Not eine Tugend und installiert gleich mal ein einwöchiges Filmfestival.

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Rose McGowan spricht Rotkäppchen und einen Waschbären

Sonntag, 15. September 2013

Ab und an einer animierten Figur seine Stimmer zu leihen, gehört für etablierte Hollywood-Schauspieler längst (Achtung Wortspiel) zum guten Ton. Die großen Rollen bei Pixar oder Dreamworks sind für Rose McGowan zwar noch nicht auf dem Schreibtisch gelandet, doch Ausflüge ins Synchronfach kennt sie durchaus – wenn auch bislang auf Videospiele beschränkt („Darkwatch: Curse of the West“ und „Terminator Salvation“). Jetzt hat sie erstmalig gleich zwei Cartoon-Charaktere gesprochen.

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ROSEWOOD LANE | Filmkritik

Sonntag, 19. August 2012

Rosewood Lane

Man kann es Victor Salva durchaus hoch anrechnen, dass er in Zeiten, wo nur die wenigsten Horrorfilme ohne die Dauerpräsenz exzessiver Gewalt auskommen, ganz auf altmodischen, atmosphärischen und (nahezu) unblutigen Schrecken setzt. Das Problem dabei: „Rosewood Lane“ ist in etwa so unheimlich wie ein nachmittäglicher Spaziergang über den Friedhof und auch genauso spannend. Bestenfalls eine „Twilight Zone“-Episode in Spielfilmlänge, hadert der Film mit Figuren, die einem völlig gleichgültig bleiben, und einer Bedrohung, der es partout nicht gelingt, ernsthaft bedrohlich zu wirken. Erst mit gänzlich heruntergefahrener Erwartungshaltung lassen sich Stärken erkennen, die beim normalen Zuschauen zwangsweise untergehen.

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THE TELL-TALE HEART: Rose McGowan und Peter Bogdanovich in Film nach Edgar Allan Poe

Samstag, 22. Oktober 2011

Rose McGowan

Stoker, Shakespeare, Shelley, Doyle und Poe gehören nicht umsonst zu den meistverfilmten Autoren der Literaturgeschichte, denn für die Adaption ihrer Werke fallen schließlich keine Lizenzgebühren mehr an. Eine von Edgar Allan Poes bekanntesten Arbeiten ist zugleich auch seine meistverfilmte, und dabei umfasst „The Tell-Tale Heart (dt. Das verräterische Herz)“ gerade einmal nur rund 700 Worte. Ein Großteil der über vierzig Filmfassungen beschränkt sich deshalb auch auf eine Spiellänge von durchschnittlichen fünfundzwanzig Minuten, doch auch abendfüllende Beispiele sind dabei. Zur letzteren Kategorie gehört eine aktuelle Version, die seit dem 20. Oktober in New Orleans gedreht wird und mit Rose McGowan, Patrick John Flueger („4400“) und Regieveteran Peter Bogdanovich („Paper Moon“, „The Last Picture Show“) prominent besetzt ist.

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CONAN 3D | Filmkritik

Samstag, 10. September 2011

Conan 3D

Man kann über Arnold Schwarzenegger denken, was man will, aber jeder Ansatz, einen seiner Filmerfolge auch ohne ihn erfolgreich an den Mann zu bringen, ist bislang gescheitert. Weder das an sich nicht uninteressante „Terminator Salvation“-Sequel, noch das belanglose „Predators“-Reboot haben an der Kasse funktioniert. Derzeit versucht sich Len Wiseman an einer Neuadaption von „Total Recall“ und wird den Vergleich mit Paul Verhoevens Version aushalten müssen. Nichts jedoch kann so sehr auf ganzer Linie scheitern wie „Conan 3D“, jener unfassbar misslungene Versuch, das Zeitalter von Hyboria erneut auf die Leinwand zu bringen. In den USA straften die Zuschauer die gänzlich in Bulgarien gefilmte Schlachtplatte mit Nichtachtung und machten das krude Spektakel zu einem der größten Kassenflops des laufenden Kinojahres.

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