Mit ‘Batman’ getaggte Artikel

Suicide Squad | Filmkritik: Big Shot, Deadshot

Dienstag, 23. August 2016

Suicide Squad

Wenn sich eine einzige Erkenntnis aus diesem neuerlichen Ausflug ins Expanded Universe von DC gewinnen lässt, dann diese, dass die Ära, in der Will Smith als letzter Kassengarant Hollywoods gegolten hat, endgültig der Vergangenheit angehört. Und das nicht etwa, weil er mit „After Earth“ (a.k.a. der gescheiterte Versuch, seinem mit überschaubarem Talent ausgestatteten Sohn Jaden ein Franchise zu basteln) nach fast zwei überaus erfolgreichen Jahrzehnten einen üblen Flop gelandet hatte, und auch nicht, weil er die beleidigte Leberwurst spielte, als er für „Concussion“ (noch so ein Flop) keine Oscar-Nominierung bekam. Sondern weil er jetzt – wenn auch mit der meisten Screentime – endgültig in einem Ensemblefilm gelandet ist und weder sein Name noch sein Gesicht auf dem Filmplakat irgendeine erwähnenswerte Rolle spielen. Umso mehr muss man wohl anerkennen, dass ausgerechnet er diese weitere Katastrophe aus dem Hause Snyder vor dem Totalausfall bewahrt.

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Batman v Superman: Dawn of Justice | Filmkritik: DC Overkill

Freitag, 25. März 2016

Batman v Superman: Dawn of Justice

Auf Instagram postete Henry Cavill kürzlich ein paar Videoschnipsel, die ihn am Londoner Times Square zeigen, das ikonische „S“ auf der Brust und überdimensionale Riesenplakate seines aktuellen Films im Hintergrund. Niemand habe ihn erkannt, erklärt er dazu. Und wie auch? Der Mann hat ein Allerweltsgesicht und ist damit der ideale Clark Kent, den schließlich auch niemand mit Superman identifiziert, Ähnlichkeit hin oder her. Kein Wunder also, dass Cavill nächstes Jahr ganz offiziell auch noch ein drittes Mal den roten Umhang tragen wird, dann als Teil der „Justice League“ – ein Umstand, der die vermeintlich überraschendste Wendung von „Batman v Superman“ mal ganz nebenbei als billigen Taschenspielertrick entlarvt.

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The Dark Knight rises | Filmkritik

Mittwoch, 25. Juli 2012

The Dark Knight Rises

Es wäre zynisch, das Blutbad von Aurora in den Rahmen einer Filmkritik einzubinden, deren Aufgabe naturgemäß die gesellschaftlich eher eingeschränkt relevante Diskussion eines popkulturellen Phänomens sein sollte. Beides strikt trennen zu wollen, macht jedoch auch keine angemessene Haltung aus. Wie immer man sich da entscheiden mag, in jedem Fall lässt sich die Beobachtung kaum vermeiden, dass die Tiefenschichten apolitischen Terrors, denen Nolans Batman-Trilogie vor allem mit „The Dark Knight“ ein einprägsames Gesicht verliehen hat, in den Schüssen des Attentäters James Holmes ihr bitteres reales Gegenstück gefunden haben. Und es ist ausgerechnet jene virulente Angst vor der Erschütterungen einer sicher geglaubten, in Wahrheit jedoch profund fragilen öffentlichen Ordnung, mit der auch der finale Teil der Serie erneut operiert.

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