Sweethearts: Highschool, Cheerleader und Satanismus | Ama Lea findet ihre filmischen Vorbilder in den 90ern

20. April 2015

Sweethearts | Ama Lea

Geschlossene Mädchengangs haben ihren festen Platz im Highschool-Kino. Als kleinste Form einer Parallelgesellschaft bieten sie einen exemplarischen Konfliktherd, der nach eigenen Regeln funktioniert und Außenstehende da lässt, wo sie hingehören – draußen eben. Seit ganzen sechs Staffeln etwa beweist aktuell „Pretty Little Liars“, wie erfolgreich sich um diesen Kern herum immer weiter erzählen lässt – speziell wenn Elemente aus Mystery und Horror mit einfließen. In den 90er etablierten einschlägige Beiträge wie „Heathers“, „Der Hexenclub“ oder „Jawbreaker“ vorübergehend gar eine Art Subgenre.

Für ihr Langfilmdebüt „Sweethearts“ besinnt sich die gefeierte Pin-up-, Tattoo- und Gore-Fotografin Ama Lea auf die Tugenden dieser spezifischen Welle des Highschool-Horrors zurück, ohne dabei jedoch in leidige Retroseligkeit zu verfallen. Im Gegenteil: merklich finsterer und blutiger soll es zugehen, und daran kann angesichts früherer Arbeiten der Filmemacherin („Red Red“) kaum ein Zweifel aufkommen.

„Sweethearts“ beruht auf der simplen Grundidee, dass die allzeit heiß ersehnte Highschool-Beliebtheit kein Zufall ist, sondern in Wahrheit von Generation zu Generation weitervererbt wird und ihre Wurzeln in handfestem Satanismus hat. Für die Hauptfiguren des Films – eine Gruppe von Cheerleaderinnen – kann das nur eines heißen: Hail Satan!

Finanziert wird die Independent-Produktion mithilfe einer Reihe von Investoren, kommt aber trotzdem nicht ganz ohne Crowdfunding aus. Die zugehörige Kampagne läuft seit vergangener Woche auf Indiegogo und zielt auf ein internationales Genre-Publikum.

Sweethearts | Ama Lea

Mehr über Ama Lea (englisch):

[Abbildungen: Ama Lea Reeves]

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