PROMETHEUS: Damon Lindelof im ALIEN-Universum

16. Januar 2012

Prometheus

Es gibt Schlimmeres im Leben, als ein Drehbuch für Ridley Scott zu schreiben – erst recht, wenn man sich auf dem Boden eines der größten Genre-Klassiker überhaupt bewegt. „Lost“-Mastermind Damon Lindelof musste dafür allerdings wieder ins Reich der Mythen, Mysterien und kosmischen Geheimnisse zurückkehren, das er mit dem Ende der langlebigen Serie um Zeitreisen, Rauchmonster und karibische Eisbären hinter sich gelassen zu haben glaubte. Bedauern will man ihn dafür aber nicht, denn seine Arbeit an „Prometheus“ wird ihm nicht nur ein ansehnliches Honorar eingebracht haben, sondern dürfte auch seinen Status als einen der aktuell gefragtesten Autoren Hollywoods nachhaltig festigen.

Der L.A. Times gegenüber vermittelte er kürzlich einen groben Eindruck von den epischen Ausmaßen, die Scotts fiebrig erwartete Rückkehr ins Weltall mit sich bringen soll. David Lean sei bezeichnenderweise einer der Namen gewesen, die in Vorgesprächen immer wieder gefallen wären. „Wir wollten, dass sich der Film dadurch groß anfühlt, dass wir die Figuren vor riesigen Kulissen besonders klein wirken lassen. Es stellt einen Bezug zu den großen Themen her, um die es geht – dass wir alle nur kleine Insekten sind, die auf unserem kleinen Planeten herumkriechen.“

Alien Anthology Box

Um nichts weniger als die Ursprünge der menschlichen Rasse geht es in dem Film, der zunächst als Prequel zum „Alien“-Franchise gehandelt wurde, bis Studio und Regisseur von dieser Vorstellung nachdrücklich Abstand nahmen. Dass „Prometheus“ jedoch im selben Universum spielt, daran hielt man fest, und die wenigen bislang veröffentlichten Bilder, sowie der beeindruckende, aber kaum aufschlussreiche erste Teaser lassen daran keinen Zweifel.

Auch das neueste Foto macht da keinen Unterschied, denn das Produktionsdesign von Arthur Max (Scotts bevorzugte Wahl bei bislang acht Filmen) orientiert sich unübersehbar an den organischen Kreationen von H. R. Giger. Zugleich erlaubt die Aufnahme einen weiteren Blick auf Shooting-Star Noomi Rapace (Lisbeth Salander aus der schwedischen Fassung von „Verblendung“) im futuristischen Space-Look.

Nach derzeitigem Stand startet „Prometheus“ in den USA am 8. Juni und wird in Deutschland zwei Monate später ab dem 9. August zu sehen sein.

Prometheus

Prometheus

[Abbildungen: Kerry Brown | 20th Century Fox]

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Prometheus - The Art of the Film Alien Anthology Box

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