Neil Patrick Harris wirbt für Adam Rifkins nächsten Film DIRECTOR’S CUT

20. September 2013

Neil Patrick Harris

Da sitzt er auf dem Sofa am Set von „How I met your Mother“ und hält ein ziemlich seltsames Geschenk in die Kamera. Neil Patrick Harris ist besorgt, denn bislang war US-Illusionist und Comedian Penn Jillette ein netter Kerl, doch jetzt schickt er seinem Kollegen seltsame Post. Ob das mit dessen neuem Filmprojekt zu tun hat? Ganz sicher, denn der Clip, bei dem Harris direkt in die Kamera spricht, ist in Wahrheit ein Werbevideo für eine Crowdfunding-Kampagne. Rund eine Million Dollar benötigen Adam Rifkin („Chillerama“) und Jillette, um einen Psychothriller auf die Beine zu stellen, der sich wohl nur independent umsetzen lässt.

Für Rifkin im Grunde keine neue Situation, denn der Filmemacher finanziert seine eigenen Projekte seit mittlerweile rund 25 Jahren fast immer gänzlich unabhängig. Crowdfunding testet er in diesem Fall zwar zum ersten Mal aus, doch das hat in erster Linie damit zu tun, dass sein langjähriger Partner Brad Wyman hier aktuell recht umtriebig ist und für den noch jungen Anbieter Fundanything (Hauptinvestor: Donald Trump) den Bereich Film und Medien betreut. Eine gute Gelegenheit für die beiden, ihre Zusammenarbeit unter veränderten Bedingungen fortzusetzen.

Director's Cut | Adam Rifkin

Jillette ist hierzulande eher unbekannt (von einigen Film- und TV-Auftritten etwa bei „Sabrina – total verhext“ oder „Fear and Loathing in Las Vegas“ einmal abgesehen). In den USA hingegen erfreut sich der zwei Meter große Magier und bekennende Atheist mit Humor der härteren Gangart jedoch einiger Beliebtheit. Dass er Kollegen wie David Copperfield, Ben Stiller und eben Harris überzeugen konnte, für sein Projekt ein bisschen die Werbetrommel zu rühren, muss also nicht wirklich wundern.

„Director’s Cut“, so der Titel des Films, wird Jillette als Psychopathen zeigen, denn „Nice is not exciting. Polite is for douches.” Seine Fans finden sie Idee offenbar reizvoll, und so ist nach weniger als zehn Tagen bereits ein Drittel des gesetzten Budgets erreicht. Interessante Rewards, lustige Cartoons von Rifkin und ein vielversprechender Kampagnenclip tragen das Ihre zum Erfolg bei. Ob es der Film später allerdings jemals auf den deutschen Markt schafft, kann man getrost bezweifeln.

Neil Patrick Harris

Make Penn Bad

[Abbildungen: Screencaptures | Adam Rifkin]

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