DOG SOLDIERS: Sequel und Webserie ohne Neil Marshall

14. September 2011

Dog Soldiers Red

Vor seinem endgültigen Durchbruch als Filmemacher mit „The Descent“ hatte Neil Marshall bereits 2002 mit einer effektiven Low-Budget-Produktion eine Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. „Dog Soldiers“, eine drastisch-schwarzhumorige Variante des Werwolf-Sujets, war einer von vier britischen Filmen desselben Jahrgangs, die dem Subgenre des Military-Horrors zuzurechnen sind. Eine lange Vorproduktionsphase mit schwieriger Investorensuche wurde am Ende bereits bei seiner Weltpremiere mit dem Jury Award und dem Publikumspreis des Brüsseler International Festival of Fantastic Film, sowie einem rasch errungenen Kultstatus belohnt. Fast ein ganzes Jahrzehnt später kündigt jetzt Kismet Entertainment, eine der damals beteiligten Produktionsfirmen, gleich zwei Fortführungen des Stoffes an.

Weniger überraschend ist dabei der Ausblick auf ein reguläres Sequel (das bereits vor einigen Jahren mit dem Untertitel „Dead Meat“ im Gespräch war), als der frisch ins Netz gestellte Teaser zu einer in Produktion befindlichen Webserie. Dem aktuellen Trend modernisierter Verfilmungen klassischer Märchen der Gebrüder Grimm folgend, gibt sich der kurze Clip als Rotkäppchen-Version mit merklich blutigem Twist aus. Geht „Dog Soldiers: Legacy“ tatsächlich online, so wäre dies der erste Fall, bei dem ein (nicht animierter) Kinofilm eine Fortsetzung oder ein Spin-Off in Form einer Webserie nach sich zieht.

Neil Marshall selber ist (im Gegensatz zum eher lauwarmen „The Descent 2“ von 2009) in keinerlei Weise beteiligt. Zuletzt fungierte er für „The Last Post“ und „Hooked“, zwei Kurzfilme seiner Ehefrau Axelle Carolyn, als Co-Produzent und Editor. Auf dem Regiestuhl arbeitet er derzeit im Auftrag von HBO an der zweiten Staffel von „Game of Thrones“.

Dog Soldiers Legacy

[Abbildung: Screencapture]

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