MRS PEPPERCORN from Short to Feature: Interview Mike Le Han (deutsche Fassung)

15. September 2010

Interview Mike Le Han | Mrs Peppercorn's Magical Reading Room | Emily Coggin

Nach mehr als einem Dutzend Dokudramen, Werbeclips und zwei Nominierungen für die Royal Television Society Awards bereitet der Brite Mike Le Han jetzt sein Kinodebüt vor. Was als 20-minütiger Kurzfilm mit einem ungewöhnlich hohem Produktionsaufwand begann, ist mittlerweile bereits auf dem Weg zu einer ganzen Spielfilmtrilogie. Der Autor, Filmemacher und Betreiber eines der größten Postproduktionsstudios außerhalb von London hat sich die Zeit genommen, um mit uns über die wundersame Welt von „Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room“, seinen Weg in die Filmindustrie und den Nutzen von CGI zu sprechen.

screen/read: Mike, wir freuen uns, das erste Interview zu Deinem aktuellen Projekt führen zu können. Im Moment arbeitet Ihr ja in der Postproduktion. Wann denkst Du, wird der Film fertiggestellt sein, und weißt Du schon, wo und wann er seine Premiere haben wird?

Mike Le Han: Es ist eine aufregende Zeit für „Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room“. Und ja, der Film ist derzeit in der Postproduktion. Wir arbeiten an etwas über 30 CGI-Aufnahmen und intensiver Soundnachbearbeitung. Unser Stichtag für die Fertigstellung war eigentlich im August, aber wie bei jedem Projekt verschieben sich die Termine, und obwohl es frustrierend ist, das fertige Produkt nicht bereits in der Hand zu halten, bin ich bei der Detailarbeit doch ein echter Perfektionist. Die CGIs müssen unbedingt fotorealistisch sein.

Gegen Ende September sollte der Film aber fertig sein, und wir hoffen, dass wir es bis zur Einreichungsfrist für die Orange BAFTAs im Oktober schaffen. Wenn man uns auswählt, wird dort auch die Premiere stattfinden. Das sind natürlich große Erwartungen für einen Kurzfilm, aber hey, wenn Du Dein Ziel nicht hoch ansetzt, gibt es keinen Gipfel zu stürmen.

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

screen/read: Du hast vor zehn Jahren mit Kurzfilmen begonnen und danach eine ganze Reihe von Dokumentationen und Werbefilmen gedreht. Ursprünglich warst Du aber eigentlich Musiker. Wie kam es dazu, dass Du in der Filmindustrie gelandet bist?

Mike Le Han: Gute Frage (lacht). Seitdem ich mit 16 die Schule beendet hatte, war ich zehn Jahre lang Studiomusiker. Musik aufzunehmen, kreativ zu sein und mit der Technik umzugehen, das habe ich damals geliebt. Aber mit der Zeit hat es mich kreativ einfach nicht mehr befriedigt. Wenn man Studiomusiker ist und die Kompositionen von jemand anderem spielt, gibt es einfach zu viele Einschränkungen. In L.A. bin ich irgendwann in die Postproduktion gerutscht und empfand das als eine Sache, die ich näher erkunden wollte. Als ich dann nach England zurückkam, habe ich in Leeds, West Yorkshire, wo ich damals lebte, ein Postproduktionsstudio gegründet, das zu einem der größten außerhalb Londons wurde, inklusive Hollywood-tauglichem Sounddesign, Avid-Schnitteinheiten und CGI.

Neben Auftragsarbeiten bekam ich die Gelegenheit, an einigen kleineren Projekten, Werbeclips und Kurzfilmen zu arbeiten. Von da an hatte mich der Regievirus infiziert, und ich machte mich daran, ein Dokudrama für ITV zu schreiben, das sich mit dem Tod von Captain James Cook in Hawaii beschäftigte. Es gab aufwendige CGI-Sequenzen, Green Screen und viel Action – für einen Neueinsteiger auf dem Regiestuhl habe ich da im Grunde über meine Verhältnisse gelebt. Aber ich bin ziemlich ungeduldig und engagiert, was die Kontrolle über mein Schicksal angeht, also treibe ich mich selbst tagtäglich selbst voran. Ich habe jetzt 14 oder 15 Jahre Regie geführt und jede Minute davon genossen. Ich hatte großes Glück, an einigen außergewöhnlichen Projekten arbeiten zu können und unterschiedliche Genres auszuprobieren, aber ich bin immer wieder zum Film zurückgekehrt. Mit 38 mag ich vielleicht ein Spätzünder in der Industrie sein, aber mein Kopf und Herz sind immer noch sehr jung.

screen/read: Mit soviel Erfahrung in der Postproduktion und speziell CGI ist es vermutlich viel einfacher, die Kontrolle über Deine eigenen Projekte zu behalten. Wie ist Dein Verhältnis zu CGI, wie hoch sollte der Anteil beim Erzählen sein?

Mike Le Han: Ich bin ein Riesenfan von Science-Fiction-Filmen, bei denen CGI unverzichtbar ist, um die Geschichte zu erzählen. Es gibt einfach einige Genres, die das benötigen. „Minority Report“ und „I, Robot” sind typische Beispiele für gut durchdachte Filme, die in der Zukunft spielen. Für sie ist CGI extrem wichtig, um den beschriebenen Zeitkontext darzustellen. Andere Filme aus dem Fantasy-Genre, wie etwa „Harry Potter“ und „Stardust“ brauchen CGI, um einzelne Szenen oder den ganzen Film glaubhaft zu machen. Oder denkt man an „300“ – was für ein atemberaubendes Projekt! Wenn aber CGI nur eingesetzt wird, um Zuschauer ins Kino zu locken oder Geld zu machen, ist das nicht mein Ding. Ich kann kein Fan davon, eine CGI-Sequenz einzubauen, wenn der Film sie nicht wirklich braucht.

screen/read: Kannst Du etwas über die Verwendung von CGI in in „Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room“ sagen? Welche Art von Effekten wird es zu sehen geben?

Mike Le Han: Der Film hat einige sehr beeindruckende Sequenzen, bei denen CGI eine Rolle spielt. Ich will da jetzt noch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es wird alles sehr magisch werden. Wir haben vier Animationsfirmen, die für uns an den visuellen Effekten arbeiten. Es wird Aufnahmen geben, die vollständig aus fotorealistischem CGI bestehen, aber auch magische Elemente, die in die realen Bilder eingebunden sind.

screen/read: Das ist ein Aufwand, den man eher von ganzen Spielfilmen kennt. Gibt es da Pläne für eine erweiterte, längere Fassung?

Mike Le Han: Der Kurzfilm dauert etwas 20 Minuten, und ja, vom ersten Moment des Schreibens an haben Helen Le Han (meine Frau) und ich immer über ein Spielfilmkonzept gesprochen. Die Geschichte war einfach viel größer als wir es beide erwartet hätte. Seitdem der Trailer vor ein paar Monaten online gegangen ist, hat es eine Menge Interesse seitens Warner und verschiedener Produzenten aus L.A. gegeben. Erst vor kurzem haben wir eine Co-Produktions-Vereinbarung mit Little Freddie Productions über die Entwicklung einer Spielfilm-Trilogie geschlossen, die lose auf dem Kurzfilm beruht. Die Figuren sind dieselben, aber die zugrundeliegende Geschichte ist wesentlich größer und wird im Fantasy-Genre ganz sicher etwas Neues sein.

Der Film dreht sich um ein kleines Mädchen, Eloise, die mit ihren Eltern in ein entlegenes Fischerdorf im Südwesten Englands zieht, das über Generationen hinweg unberührt war. Eloise ist ein einsames Kind, ein Bücherwurm, fasziniert von Geschichten. Als sie in dem Dorf ankommt, entdeckt sie einen winzigen, heruntergekommenen Buchladen namens „Das Lesezimmer (The Reading Room)“, der sie völlig verzaubert. Von da an beginnt für sie eine Reise, auf der sie sich selbst entdeckt und einige sehr interessante Gestalten kennen lernt.

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

screen/read: Derzeit sind Fantasy Franchises immer noch ziemlich beliebt, und mit „The Hobbit“ und dem nächsten Teil der „Narnia“-Reihe wird die Welle sicher so schnell nicht abebben. Glaubst Du, dass es da eine spezielle Nische für Deinen Ansatz gibt, die es bisher auf der Leinwand noch nicht zu sehen gab?

Mike Le Han: Aber unbedingt! Die meisten dieser Filme waren Romanverfilmungen, und dabei nicht einmal besonders gute. „Mrs Peppercorn and the Magical Reading Room“ hat alles, was einen wirklich guten Roman in diesem Genre ausmacht, die Geschichte ist originell und die Figuren sind großartig. Aber vor allem soll dieser Film nicht nur die jüngeren Fans früherer Genre-Beiträge anziehen, sondern auch ein erwachsenes Publikum.

screen/read: Das wäre tatsächlich etwas Besonderes. „Avatar“ hat ja deutlich gezeigt, dass ein Bedürfnis da ist, Originalstoffe auf der Leinwand zu sehen, die nicht auf Vorlagen beruhen. Nicht desto trotz, wenn Du Bücher, Filme, Autoren nennen solltest, die Dein Projekt beeinflusst haben, würden Dir da unmittelbar Beispiele einfallen?

Mike Le Han: Ich habe Asperger, und deshalb ist Lesen für mich ein schwieriger und sehr langsamer Prozess. Von daher erklärt sich meine Liebe zum Kino. Statt mir Bilder anhand eines geschriebenen Textes vorzustellen, kann ich eine bessere Beziehung zu ihnen aufbauen, wenn ich sie sehe. Aber um die Frage zu beantworten, gibt es da keinen Roman, der „Mrs Peppercorn“ beeinflusst hätte. Was uns auf die Idee zu dem Film gebracht hat, war vielmehr ein konkreter Ort, ein kleiner Buchladen in unserem Dorf, wo übrigens dann auch die Dreharbeiten stattfanden. Helen und ich arbeiten sehr unterschiedlich, was das Entwickeln von Ideen betrifft. Meine Fantasie wird von einem Ort, einem Bild oder einem Musikstück in Gang gesetzt, während es bei Helen Menschen oder fiktive Gestalten sind. Wir beide beobachten Leute, aber auf unterschiedliche Weise. – Helen ist meine Co-Autorin, aber auch Produktionsdesignerin. Was sie aus einer Papierrolle und einem Eierkarton zaubern kann, versetzt mich immer wieder in Erstaunen.

screen/read: Du gehst an einen Film also eher so heran, wie ein Maler es tun würde. Vor diesem Hintergrund gefragt: Gibt es da einen visuellen Stil in der Kunst oder im Kino, dem Du Dich besonders verbunden fühlst, und von dem Du behaupten würdest, er sei Deinem eigenen Vorstellungsvermögen ähnlich?

Mike Le Han: Das ist eine Frage, die sich nur schwer beantworten lässt. Ich fühle mich zu Filmen hingezogen, die visuell beeindrucken und unterschiedliche Elemente miteinander verbinden, so etwa wenn CGI mit realen Orten verbunden wird, ohne dass man es sieht, und ohne dass die Zuschauer jemals bemerken würden, wie das gemacht worden ist. Aber ich interessiere mich auch sehr für historische Filme, ich liebe das 19. Jahrhundert, wo alles so farbenfroh ist, die Kleidung, die Architektur, und wie das auf der Leinwand dargestellt wird. Es gibt aber keinen speziellen Regisseur, dem ich nachfolge. Meistens ist es so, dass ich einen bestimmten Film mag, den jemand gemacht hat, dessen sonstige Arbeiten mich aber nicht allzu sehr ansprechen. Ich habe eine Menge Filme gesehen, und meine DVD-Sammlung ist ziemlich vielseitig. Einem bestimmten Genre bin ich da nicht verbunden.

Mir geht es immer um die Farbpalette, und wie diese auf der Leinwand aussieht. Wir haben eine Menge Zeit mit Gesprächen darüber verbracht, was es in einer Einstellung zu sehen geben soll, wo was platziert werden muss, und wie es die Kamera wiedergibt. Es war ausgesprochen wichtig, jedes Detail mit Stephen Murphy, meinem Kameramann, zu besprechen, denn schließlich wollten wir einen Film im Hollywoodstil machen, der in der Lage ist, ohne jegliches Budget Preise zu gewinnen. Und ich denke, dass wir das geschafft haben.

screen/read: Der Trailer sieht jedenfalls beeindruckend aus und lässt tatsächlich die Vorstellung von einer teuren Fantasy-Produktion aufkommen.

Mike Le Han: Das wäre ohne die Unterstützung all der Beteiligten nicht möglich gewesen, die völlig kostenlos an diesem Film gearbeitet haben. Und sie waren alle so brillant während der monatelangen Drehphase mit all den großen Setbauten und anstrengenden Nachtaufnahmen bei eisigen Temperaturen. Was mich betrifft, so würde ich es jederzeit gerne wieder genauso machen.

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

screen/read: Mit „Jacob Black“ gibt es noch ein zweites Projekt, an dem Du arbeitest. Wie weit ist die Produktion da vorangeschritten?

Mike Le Han: Diese Geschichte war ursprünglich 2003 für das britische Fernsehen geschrieben. Im Moment haben wir ein Drehbuch für einen Kurzfilm, der im 19. Jahrhundert spielt. Auch dies würde wieder eine aufwendige Sache werden, denn historische Stoffe zu filmen, ist ziemlich teuer. An der Spielfilmfassung arbeiten wir noch, aber der Kurzfilm ist drehfertig, falls sich eine Finanzierung ergibt. Helen und ich sind sehr stolz auf das, was wir mit „Jacob Black“ geschaffen haben, und die Geschichte hat alles, was ein großes Franchise ausmacht und ist in etwa vergleichbar mit den „National Treasure“-Filmen von Jerry Bruckheimer.

screen/read: Kannst Du etwas über die Story sagen?

Mike Le Han: Jacob Black hat als Kind einen Unfall, der eine Form von Autismus auslöst. Zur damaligen Zeit konnte mit dieser Krankheit niemand etwas anfangen, und die Behandlungsmethoden waren auf ihre Weise ausgesprochen schrecklich. Jacobs Familie, die einen wohlhabenden Hintergrund hat, schickt ihn auf eine Privatschule, wo seine herausragende Intelligenz schnell zum Vorschein kommt. Einst ein glückliches Kind, wird er zu einem einsamen Außenseiter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die seinem Alter weit voraus sind. Der Kurzfilm ist erneut eine Reise zu sich selbst, vom Kind zum Erwachsenen. Dort endet die Geschichte mit einem Cliffhanger, der den Übergang zum Spielfilm markiert.

screen/read: Auf der Homepage des Films ist orchestrale Musik zu hören, was für ein Projekt, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet, ziemlich ungewöhnlich ist. Wie kam es dazu?

Mike Le Han: Wir hatten das große Glück, Freunde von Kevin Kliesch zu werden, einem der momentan begabtesten Komponisten, Orchestratoren und Dirigenten Hollywoods. Kevin hat eine umfangreiche IMDB-Liste mit mehr als 90 Filmen, an denen er gearbeitet hat, darunter „Superman Returns“, „X-Men: The Last Stand“ und „Ice Age 3“. Nachdem ich eine seiner Kompositionen gehört hatte, habe ich ihn einfach kontaktiert und angefragt, ob er interessiert wäre, Musik für „Jacob Black“ zu schreiben. Das Stück, das man auf der Homepage hören kann, ist ein typisches Beispiel für seine großartige Arbeit. Jetzt arbeitet er gerade am Soundtrack für „Mrs Peppercorn“, der mit einem 70-köpfigen Orchester aufgenommen wird. Wie viele Kurzfilme bekommen schon eine derartige Aufmerksamkeit? Wenn überhaupt, dann nur sehr wenige. Und deshalb sind wir für seinen Beitrag extrem dankbar und können kaum abwarten zu hören, was er sich hat einfallen lassen.

screen/read: Gab es da aufgrund deines eigenen musikalischen Hintergrundes irgendeine Form der Einbindung? Viele Regisseure kommunizieren mit ihren Komponisten ja per Temp-Tracking, weil sie keine musikalische Ausbildung haben. Anders in Deinem Fall.

Mike Le Han: Wir haben tatsächlich Temp-Tracks benutzt, um ein Gefühl für den Film zu vermitteln und darüber, was ich mir genau vorstelle. Wir haben CDs verwendet, die Mark Talbot-Butler, unser großartiger Cutter, mitgebracht hat, ein paar Stücke eingefügt und immer wieder ausgetauscht. Das mag nicht perfekt sein, aber es hat Kevin eine Idee davon gegeben, wohin die Reise gehen soll. War einmal etwas festgelegt, haben wir diskutiert, wo Dinge verstärkt, und wo Stimmungen betont werden müssten. Kevin hat die Fähigkeit, eine Geschichte durch Musik zu interpretieren und meinen Input zu nutzen. Wir sind da auf einer ähnlichen Wellenlänge, wenn es um gefühlsbetonte Musik geht.

Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room | Mike Le Han

screen/read: Es ist interessant, dass beide Filme ein Kind zur Hauptfigur haben, und im Fall von „Jacob Black“ auch noch eines, das unter großem psychischem Druck steht. Würdest Du sagen, dass es wirkungsvoller ist, eine fremdartige Welt, sei es eine magische wie in „Mrs Peppercorn“ oder eine gewissermaßen feindselige wie in „Jacob Black“, durch die Augen von Kindern betrachten zu lassen?

Mike Le Han: Ich denke, dass die Zuschauer im Allgemeinen besser mit einem Kind mitfühlen können als mit einem Erwachsenen. Es gibt da diese spezielle Unschuld, die ein Kind mit auf die Leinwand bringt. Ein Erwachsener, der mit Magie spielt oder unter Autismus leidet, ist nicht ganz so fesselnd. Mit Emily Coggin zu arbeiten, die Eloise gespielt hat, war sensationell, und dabei stand sie das erste Mal vor der Kamera. Alle liebten sie, und es gab ganz großartige Reaktionen. Tatsächlich ist es viel schwerer, jemanden eine bestimmte Emotion darstellen zu lassen, der gerade mal acht Jahre alt ist, als wenn man es mit jemandem zu tun hat, der bereits Jahre an Schauspielerfahrung mit sich bringt und selber eine Menge Emotionen durchlebt hat. Emily allerdings konnte gut mit dem umgehen, was sie spielen sollte, und im Verlauf der Dreharbeiten wurde sie sogar noch besser. Ich würde auf jeden Fall wieder mit ihr arbeiten wollen.

screen/read: Glaubst Du, dass die Produktion der Spielfilmfassung zeitnah genug stattfinden wird, um sie wieder dabei haben zu können? Oder genereller gefragt, hast Du jetzt schon eine Idee, wann ihr da mit dem Dreh beginnen werdet?

Mike Le Han: Was Emily betrifft, wird man abwarten müssen. Wir sind da, was Besetzungsfragen angeht, in gewisser Weise von Studios und Co-Produzenten abhängig, aber ich würde mich in jedem Fall für sie einsetzen. Im Moment konzentrieren wir uns aber darauf, den ersten Teil der Trilogie zu schreiben. Wir hoffen, damit in den nächsten Monaten fertig zu sein.

screen/read: Würdest Du sagen, das die Parameter des Kurzfilms, also der visuelle und musikalische Stil, die Ausstattung, CGI etc., auch als eine Art Blaupause für die Spielfilmfassung dienen werden?

Mike Le Han: Auf jeden Fall. Wir haben einen ausgesprochen schönen Film geschaffen, der in der Trilogie wiederkehren wird. Der Kurzfilm ist sozusagen ihre Visitenkarte.

screen/read: Mike, danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Mike Le Han: Danke für das interessante Interview.

Mike Le Han hat als Autor und Regisseur über ein Dutzend Dokudramen für das britische Fernsehen realisiert, sowie mehrere Werbefilme für die Autoindustrie, darunter Volkswagen und Fiat. Seine Arbeit an „The Great Train Robbery“ und „Crimes That Shook Britain“ wurde 2009 für zwei Royal Television Society Awards nominiert. Zusammen mit seiner Frau Helen entwickelt er derzeit auf der Grundlage seines Kurzfilms „Mrs Peppercorn’s Magical Reading Room“ eine Spielfilm-Trilogie.

Weiterführende LINKS zu diesem Beitrag:

[Bildmaterial courtesy of Black Lake Films Limited]

follow @screenread on twitter

Hinterlasse eine Antwort