México Bárbaro: Jorge Michel Grau liefert Beitrag zu folkloristischer Horror-Anthologie

01. Oktober 2014

Was weiß der durchschnittliche Mitteleuropäer eigentlich über Mexikos reichen Schatz an furchteinflößenden Volksmythen? Vermutlich nichts. Acht Filmemacher aus der nordamerikanischen Bundesrepublik haben sich kürzlich für eine Anthologie zusammengefunden, um diese Wissenslücke auf unterhaltsam-drastische Weise zu schließen. Unter dem kaum unmissverständlichen Titel „México Bárbaro“ liefern sie ihre eigene Interpretation tradierter Erzählungen ihres Heimatlandes, die ihnen als Kinder vermutlich die Nachtruhe geraubt haben.

Bekanntester Zulieferer des vielversprechenden Projekts ist Jorge Michel Grau („Somos lo que hay [dt. Wir sind, was wir sind]“), der kurz vor der Produktion seines nächsten Langfilms „Curse the Darkness“ offenbar noch ausreichend Zeit hatte, um mit „Muñecas“ („Puppen“) einen von acht Beiträgen abzuliefern. Alle weiteren Teilnehmer sind überwiegend Newcomer ohne vergleichbare Spielfilmerfahrung, darunter die talentierte junge Filmemacherin Gigi Saul Guerrero aus Kanada. Seine Premiere wird die Anthologie am 8. Oktober auf dem diesjährigen Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya in Sitges haben.

Interessante Vermarktungsidee für einen Omnibusfilm: Der mexikanische Illustrator Guro gestaltete nicht nur das Hauptplakat (das sich offenbar William Lustigs „Maniac“ zum Vorbild genommen hat), sondern entwarf auch ein Motiv für jeden einzelnen der acht Beiträge.

Mexico Barbaro

Mexico Barbaro

[Abbildung: Raven Banner]

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