METRO (2011): Animierter Kurzfilm von Jacob Wyatt

02. September 2012

Ob Neil Gaiman hier wohl Pate gestanden hat? Der schlicht „Metro“ betitelte, knapp fünfminütige Kurzfilm des Animators und Comic-Zeichners Jacob Wyatt jedenfalls zeigt eine geheimnisvolle Welt, die unterhalb der U-Bahn existiert und so Assoziationen zu „Neverwhere“ weckt – jenem Debütroman des britischen Fantasy-Autors, der ursprünglich nur als Begleitbuch zum gleichnamigen britischen Mehrteiler von 1996 gedacht war. Doch im Gegensatz zu Gaimans überbordendem Füllhorn funktioniert „Metro“ ganz minimalistisch und erzielt mit einem visuellen Stil, der sich am Schattentheater orientiert, und einer offenbar von Satie beeinflussten musikalischen Begleitung eine ganz eigene poetische Wirkung. Sehenswert.


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