Max Landis und Elijah Wood erklären The Death And Return Of Superman

05. Februar 2012

1992 war das Jahr, in dem für das Superhelden-Universum auch das unumstößlichste aller Naturgesetze endgültig aufgehoben wurde. In einer mehrteiligen Comic-Reihe geschah etwas, womit bis dato niemand gerechnet hätte: Superman wurde besiegt, und das endgültig. In einem epischen Kampf gegen die Killermaschine Doomsday erlag er in den Straßen von Metropolis seinen Verletzungen. The End. Oder auch nicht.

Die nationalen Medien drehten durch und berichteten selbst in den Hauptnachrichten vom Tode Supermans, doch ahnten sie nicht, dass DC die Rückkehr ihres Flaggschiffs bereits in der Hinterhand bereit hielt. Mithilfe einer absurden Wendung, die sich problemlos mit der Wiederauferstehung von Bobby Ewing messen kann, fand sich Clark Kent wieder unter den Lebenden ein und stellte damit für alle Ewigkeit die Regeln des Genres auf den Kopf. Fortan starben die Superhelden wie die Fliegen und kehrten doch immer wieder unbeschadet zurück.

Max Landis, Sohn des legendären John und Verfasser des eigenwilligen Superhelden-Films „Chronicle“ hat sich dieser bemerkenswerten Episode der Comic-Historie jetzt in einem 17-minütigen Kurzfilm angenommen und dabei eine amüsante Form gewählt, die irgendwo zwischen Parodie, Re-Enactment und Dokumentation pendelt. „The Death and Return of Superman“, benannt nach der aus allen zugehörigen DC-Comics zusammengestellten Anthologie, liefert professionellen Dilettantismus in digitaler Homevideo-Ästhetik mit trashigen Superhelden-Kostümen und katastrophalen Spezialeffekten.

Dass der offensichtliche Troma-Stil jedoch bewusst gewählt ist, belegt die Einbindung einiger bekannter Gesichter, die sichtlichen Spaß daran hatten, echte No-Budget-Erfahrung zu sammeln. Mandy Moore verkörpert Lois Lane, Elijah Wood spielt den Superman-Ableger „Man of Tomorrow“, und Simon Pegg liefert einen Kurzauftritt als John Landis ab, der seinem Sohn eine Lektion im Umgang mit Fantasiegestalten erteilt. Und dass sogar erfolgreiche Hollywood-Regisseure hier noch einiges lernen können, daran lässt das Ende dieses wohl erhellendsten Beitrags zur Superman-Historie seit „Kill Bill Vol. 2“ keinen Zweifel.

„The Death and Return of Superman“ lässt sich hier in voller Länge ansehen.

[Abbildungen: Screencaptures]

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