Leatherface: Bustillo und Maury inszenieren Prequel des Texas Chainsaw Massacres

01. November 2014

Leatherface

Was denn, schon wieder ein Prequel zu Tope Hoopers Klassiker des Backwood-Horrors? Tatsächlich. Bereits seit einer Weile geistert die halbgare Info über einen „Leatherface“ betitelten Vorläufer von „Texas Chainsaw Massacre“ umher. Kürzlich verdichteten sich dann die offiziellen Angaben zur Suche nach geeigneten Kandidaten für den Regiestuhl. Gestern nun die durchaus überraschende Entscheidung: Den Blick auf die Teenagerjahre des späteren Kettensägen-Killers mit ausgeprägtem Kindheitstrauma sollen laut exklusivem Bericht der Kollegen von BloodyDisgusting die beiden Franzosen Alexandre Bustillo und Julien Maury („Inside“, „Livid“) in Szene setzen.

Überraschend ist die Entscheidung vor allem deshalb, weil die Pläne der beiden bis vor Kurzem noch ganz anders aussahen. Als Maury im September auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest mit „Among the Living“ den aktuellen Film des Regieduos vorstellte, erklärte er, dass für das nächste gemeinsame Projekt zwei gerade erst fertiggestellte Drehbücher bereitstünden. Im Gespräch mit screen/read brachte er allerdings ganz nebenbei auch den US-Agenten der beiden ins Gespräch. Sollten alle Stricke reißen, würde man eben schauen, was dort im Angebot sei. Dieser Fall ist nun offenbar eingetreten.

Erstmals werden die Franzosen für „Leatherface“ nicht nach eigener Vorlage drehen. Autor des mittlerweile bereits achten Beitrags des Franchise ist der bislang unbekannte Seth M. Sherwood. Trotz Titelgleichheit wird der Film kein Remake des dritten Teils von 1990 und auch kein Remake des Prequels „The Beginning“ von 2006 sein. Zu den Produzenten gehört nach „Texas Chainsaw 3D“ aus dem Vorjahr erneut Ex-Playmate Christa Campbell.

Texas Chainsaw 3D

Genau vier Jahrzehnte nach Erscheinen des Originals (in Deutschland unter dem Titel „Blutgericht in Texas“ lange Zeit indiziert und beschlagnahmt), gehört „The Texas Chainsaw Massacre“ zwar zu den Klassikern des Genres, konnte seine Hauptfigur jedoch nie als Slasher-Ikone neben Michael Myers („Halloween“) oder Jason Voorhees („Freitag, der 13.“) etablieren.

Für den einen oder anderen Hollywood-Star sind vor allem die mäßigen Sequels rückblickend eher unerfreuliche Jugendsünden. Während Viggo Mortensen im dritten Teil jedoch nur eine Randerscheinung blieb, wartete der wenig geliebte 1994er Beitrags dank Renée Zellweger und Matthew McConaughey („Interstellar“) gleich mit zwei Oscar-Preisträgern in den Hauptrollen auf. [LZ]

The Texas Chainsaw Massacre

[Abbildung: Lionsgate („Texas Chainsaw 3D“) | Screencapture]

follow screenread on twitter | like screenread on facebook

Kommentare sind geschlossen.