Horror-Anthologie PARIS, I’LL KILL YOU vereint Joe Dante, Christopher Smith, Vincenzo Natali, Xavier Gens und Ryuhei Kitamura

29. Oktober 2010

Nein, Paris Hilton muss sich keine Sorgen machen, denn in „Paris, I’ll kill you“ dreht sich alles tatsächlich um die Hauptstadt Frankreichs. Für Genre-Fans ist die Liste von Filmemachern, die Beiträge zu dieser gerade frisch angekündigten Anthologie liefern werden, eine echte Wundertüte. Joe Dante, Christopher Smith („Black Death“), Paco Plaza ([REC]), Vincenzo Natali („Splice“), Xavier Gens („Frontiers“), Ryuhei Kitamura („The Midnight Meat Train“) und andere werden jeweils ein Segment der Anthologie liefern.

Angelegt ist die Produktion als eine Art Horrorversion des erfolgreichen französischen Episodenfilms „Paris, je t’aime“ von 2006, der mit so heterogenen Namen wie Gus Van Sant, Walter Salles, Tom Tykwer, Isabel Coixet, den Coen-Brüdern und sogar Wes Craven aufwarten konnte. Ein Nachzügler unter dem Titel „New York, I love you“ stieß allerdings auf deutlich weniger Publikumsinteresse, und so hatte sich die Hoffnung auf eine langlebige Serie schnell erledigt. Die Initiatoren hinter der neuen Anthologie wollen den grundsätzlichen Franchise-Gedanken jedoch wieder aufgreifen. Funktioniert das Konzept, soll jeder Film der geplanten Reihe in einer anderen Metropole spielen.

Genre-Veteran Joe Dante ist nicht zum ersten Mal an einer Horror-Anthologie beteiligt. Zu Steven Spielbergs Kinoversion der legendären „Twilight Zone“ trug er 1983 das Segment „It’s a good life“ bei, für die TV-Fassung inszenierte er 1985 gleich drei Episoden, sowie jeweils zwei für „Amazing Stories“ (1986, ebenfalls eine Spielberg-Produktion), „Night Visions“ (2001) und Mick Garris’ „Masters of Horror“ (2005 und 2006).

Einen einzigen Filmemacher gibt es übrigens, der in den Credits beider „Paris“-Varianten zu finden ist: Vincenzo Natali. Er lieferte 2006 die Episode „Quartier de la Madeleine“. Sein vermutlich deutlich blutigerer Anthologie-Beitrag „Prêt-á-manger“ wird (laut Bleedingcool) in der Modeszene der Metropole angesiedelt sein.

Einen Vorgeschmack auf Horror vor Pariser Kulisse bietet der sehenswerte französische Kurzfilm „Paris by Night of the Living Dead” von Gregory Morin.

follow @screenread on twitter

Hinterlasse eine Antwort