Graham Humphreys: Halloween-Ausstellung für britischen Posterdesigner

01. Oktober 2011

Graham Humphreys

Der Stil handgezeichneter, oftmals sehr farbintensiver Motive vor Hintergründen mit hohem Schwarzanteil gehörte vor allem in den 80er Jahren zur Kunst des Filmposterdesigns. Illustratoren wie Bob Peak, Renato Casaro oder Graham Humphreys prägten diesen Stil und lieferten einige der bekanntesten Beispiele. Gleich zwei Ausstellungen zeigen im Oktober die Kunst des letztgenannten. Vor allem unter Kennern des Horror-Genres erfreuen sich die Arbeiten des Briten bis heute großer Beliebtheit, und nicht wenige seiner Designs haben längst den Status von Klassikern.

Humphreys hatte in den späten 70ern am Salisbury College of Art studiert und wurde maßgeblich vom damaligen Siegeszug des Punk Rock in England beeinflusst. Eine enge Zusammenarbeit mit Palace Pictures verschaffte ihm im Folgejahrzehnt die Teilnahme an Werbekampagnen für Produktionen wie „The Evil Dead“, „A Nightmare on Elm Street“, „Santa Sangre“ oder „Phenomena“. Die Illustrationen aus dieser Zeit definierten Humphreys’ fotorealistischen Stil und gehören immer noch zu seinen populärsten Arbeiten. Einprägsame Beispiele aus den 90ern sind unter anderem „Erik the Viking“ oder „From Dusk till Dawn“. Eine Reihe von Storyboards, die er für Richard Stanleys Version von „The Island of Dr Moreau“ anfertigte, wurden vollständig vernichtet, nachdem man den Regisseur bereits in der ersten Drehwoche ausgetauscht hatte.

Graham Humphreys

Graham Humphreys

Graham Humphreys

Humphreys blieb seinem Stil auch in den 2000er Jahren treu und designte Kampagnen für Genre-Beiträge wie Rob Zombies „House of 1000 Corpses“, „Lesbian Vampire Killers“ oder das britische Fright Fest. Dass sein stilistisches Spektrum dabei wesentlich umfangreicher ist, als es seine archetypischen Arbeiten vermuten lassen könnten, belegen collagenartige Poster für Filme wie „Lady Vengeance“, „Old Boy“ oder „Beautiful Boxer“.

Ab dem 8. Oktober zeigt „The Crown“ in Herefordshire unter dem Titel „The Art of Horror” eine achtwöchige Ausstellungen mit Humphreys’ Arbeiten. Kompakter geht es im Londoner „Roxy“ zu, wo der Künstler selber am Abend des 31. Oktobers bei „Nightmares & Deadites“, einem speziellen Halloween-Event mit Exponaten und Screenings, vor Ort sein wird, um über seine Karriere zu sprechen und Drucke zu signieren.

Graham Humphreys

Dead Good Marketing

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