Deneen Melody: From Scream Queen to Mainstream | Interview (deutsche Fassung)

24. Februar 2011

Deneen Melody

Horrorfilme erleben im Independent-Sektor derzeit einen echten Boom. Die Budgets mögen zwar überschaubar sein, Blut und Schrecken gibt es jedoch reichlich. Und die Szene schafft sich längst ihre eigenen Helden und Markennamen. Tom Six und die Soska-Twins gehören als Schöpfer wilder Kopfgeburten derzeit zu ihren größten Stars. Vor der Kamera hingegen ist die gebürtige Texanerin Deneen Melody ein Name, der sich nur noch schwerlich ignorieren lässt. Mit sieben Produktionen alleine in 2010 ist sie für die Branche bereits ein wichtiger Identifikationsträger geworden. Gerade frisch als Beste Nebendarstellerin beim Dark Carnival Film Festival nominiert und mitten in der Arbeit an ihrem ersten Film als Produzentin, stand sie uns Rede und Antwort zu ihrer Karriere innerhalb und außerhalb des Horror-Genres, plauderte über Comics, sieben Geschwister, ihren Hintergrund als Ballett-Tänzerin und ihre unsterbliche Faszination mit Tolkien.

screen/read: Eine ironische Anmerkung vorweg: Wie kommt es, dass ein so nettes Mädchen wie Du in all diese schlimmen Horrorfilmen zu sehen ist? Und was sagt Deine Mutter dazu?

Deneen Melody: Oh, meine Mutter hat keinen einzigen meiner Filme gesehen. Ginge es nach meinen Eltern, dann würde ich romantische Komödien machen [lacht].

screen/read: Was Du vermutlich bleiben lässt. In jedem Fall ist Horror ja dasjenige Genre, mit dem Du am ehesten identifiziert wirst, und für das Du im Independent-Kino bekannt bist. Kam es dazu per Zufall, oder war das eine bewusste Entscheidung?

Deneen Melody: Die Sache mit Horror ist die: Es ist eines der beliebtesten Genre, wenn nicht das beliebteste überhaupt. Die Fanbase ist einfach riesig. Es gibt eher keine Festivals und Conventions für Dramen oder Komödien, aber im Fall von Horror findet schon so einiges statt. Und für eine Schauspielerin im Independent-Sektor war es schlicht einfacher, in diesem Umfeld Castings zu besuchen, denn dort hat der Independent-Markt am meisten zu bieten. Deshalb kennen mich die meisten Leute im Zusammenhang mit Horror. Aber ich bin auch ein Fan und liebe das ganze blutverschmierte Drumherum. Meine anderen Lieblingsgenres neben Horror sind aber Fantasy und Science Fiction, und ich hatte das Glück, an Produktionen wie der Webserie „Western X“ beteiligt zu sein, die mehr so eine Art postapokalyptische Fantasygeschichte erzählt, oder an „A midsummer Nightmare“, wo es mehr um Fantasy als um Horror geht, und aktuell an „Rose White“, einem düsteren Fantasyfilm, den ich mit produziere.

screen/read: Mittlerweile spielt Horror ja wieder eine relevante Rolle im Mainstream, wovon die Mehrheit der unabhängig produzierten Genre-Beiträge mit Microbudget sicherlich auch profitiert.

Deneen Melody: Genau, derzeit reiht sich Hollywood mit Filmen wie „Zombieland“, „Twilight“ oder „Wolfman“ wieder ins Horrorgenre ein. Das sind alles erfolgreiche Filme, und das verhilft dem Independent-Horror natürlich auch zu größerer Wahrnehmung. Ich bin jetzt seit zwei oder drei Jahren dabei, und natürlich geht so eine Welle rauf und runter, aber im Moment ist sie ziemlich weit oben. Ich kenne eine Menge Leute, die Horrorfilme machen, ganz egal, ob sie ein Budget haben oder nicht. Filmemacher, die in die Branche einsteigen wollen, beginnen mit Horror. Und wie gesagt, es gibt eine Menge Festivals da draußen, und mit diesen lässt sich leichter ein gewisser Bekanntheitsgrad erzielen und eine Fanbase aufbauen.

Western X | Deneen Melody

Lewis | Deneen Melody

Song of the Shattered | Deneen Melody

screen/read: Als Du jünger warst, welche Art von Horrorfilmen hast Du Dir da angesehen, und wie hast Du reagiert? Gibt es welche, die Dich zu Tode erschreckt und sogar im Schlaf noch verfolgt haben?

Deneen Melody: [lacht] Ich glaube, weil ich so früh damit angefangen habe, mir Horrorfilme anzusehen, haben sie mir nie richtig Angst gemacht. Selbst vor den Puppen in „Chucky“ oder „Puppetmaster“ habe ich mich nicht gefürchtet. Ich fand es eher sehr faszinierend zu sehen, wie diese Spielzeuge zum Leben erweckt wurden, auch wenn sie dann Leute umbrachten. Mein Lieblingshorrorfilm ist „Day of the Dead“, weil er eine so eine wirklich großartige Dramaturgie hat, und ich mag Lori Cardille darin wirklich sehr. Unabhängig davon bin ich auch ein großer Fan von Scifi-Horrorfilmen wie „Das Ding aus einer anderen Welt“ oder „Alien“. Aber obwohl ich den einen oder anderen Alptraum hatte, in dem mir ein Facehugger ins Gesicht gesprungen ist, gab es nicht wirklich einen speziellen Film, der mich früher besonders geängstigt hätte. Jetzt, da ich älter bin, sieht das etwas anders aus. „Wolf Creek“ hat mir zum Beispiel hat mir wirklich Angst eingejagt, oder auch „A far cry from Home (Gallery of Fear)“ von Alan Rowe Kelly. Diese Filme sind einfach sehr furchteinflößend, weil die Situation so realistisch ist und es nun einmal wirklich Menschen gibt, die bereit sind, all die schrecklichen Dinge zu tun, die man dort zu sehen bekommt. Ich denke, der Unterschied ist, dass ich damals den Unterschied zwischen Realität und Fiktion nicht wirklich sehen konnte. Heute ist das anders, und das kann einem schon echte Angst einjagen.

screen/read: „Wolf Creek“ ist ein gutes Beispiel für einen Film, der ziemlich genau an der Grenze zwischen Independent und Major stattfindet und deshalb eine Chance für die Beteiligten bietet, den Sprung in den Mainstream zu schaffen. Ist das auch ein Ziel für Dich, oder ist Dir die Freiheit im Independent-Sektor einfach zu wichtig dafür?

Deneen Melody: Ich habe großen Respekt für die Independent-Branche, und ich glaube, dass ich immer Independentfilme machen werde – einfach weil dort so viel Freiheit und Kreativität möglich ist, und weil man Dinge tun kann, die im Mainstream eher nicht möglich wären, und zwar ganz egal, ob man Schauspieler, Autor oder Regisseur ist. Aber obwohl ich Horror und Independentfilme so sehr mag, würde ich gerne auch mehr Mainstream machen. Aber daran arbeite ich. Selbst dann würde ich allerdings immer noch im Independent-Umfeld bleiben. Es gibt ja Beispiele für Schauspieler, die da zweigleisig fahren, und das würde ich eben auch gerne tun.

screen/read: Hast Du nicht die Befürchtung, dass Deine Beteiligung an so vielen Horrorfilmen irgendwann zum Typecasting führen könnte, oder siehst Du das eher gelassen?

Deneen Melody: Da bin ich nicht allzu besorgt. Es stimmt schon, dass eine Reihe von Schauspielerinnen ab dem Moment, wo sie das Label „Scream Queen“ haben, tatsächlich nur noch mit Horror identifiziert werden. Aber es gibt auch Beispiele wie Jamie Lee Curtis, die mit „Halloween“ bekannt wurde und danach aber auch im Mainstream erfolgreich war. Da habe ich also keine allzu große Angst. Ich versuche immer, in meiner Schauspielerei eine möglichst große Bandbreite zu zeigen. Es ist ja auch nicht so, als würde man in Horrorfilmen zwangsweise immer denselben Figurentypus spielen. Ich war mal Held, mal wahnsinnig, mal böse und gemein – da ist also immer die Chance, auch im Umfeld desselben Genres etwas anderes zu machen. Und ich hatte eben auch Glück, ganz andere Sachen zu machen, und wie gesagt, das ist ein Weg, den ich in Zukunft noch mehr einschlagen will.

screen/read: Typecasting in Horrorfilmen ist jedenfalls vermutlich immer noch besser als in romantischen Komödien.

Deneen Melody: [lacht] Da stimme ich zu. Seltsamerweise kann ich Horror, Drama und Fantasy gut hinbekommen, aber Komödien fallen mir wirklich schwer. Nicht dass mit romantischen Komöfien irgendetwas nicht stimmen würde, die können schon sehr lustig sein, aber ich denke, dass im Horrorgenre einfach mehr Variation bei den Geschichten und Figuren möglich ist.

Ginger Stein | A Life behind the Mask | Deneen Melody

Ginger Stein | Deneen Melody

screen/read: Nun arbeitest Du nebenher ja auch noch als Comic-Model. Mittlerweile ist das ein echtes Geschäftsfeld geworden, auf dem sich auch bekannte und etablierte Namen bewegen. Lass uns darüber ein bisschen reden. Wie kam es dazu, und wie muss man sich die Abläufe vorstellen?

Deneen Melody: Vorweg muss ich sagen, dass ich, was Comics betrifft, ein echter Nerd bin. Und ich glaube, dass jeder, der so ist, irgendwann gerne selber einmal in einem Comic auftauchen würde. In meinem Fall kam es bei zwei Gelegenheiten dazu. Die erste ergab sich mit Legion Studios, einem Independent Comicbuch-Verlag in Chicago. Ich hatte einen ihrer Filme gemacht, und zwar „Master’s Devils“ mit Ari Lehma, dem originalen Jason aus „Freitag, der 13.“, und danach sagte man uns, dass ein Begleitcomic geplant war, in dem alle Darstellerinnen aus dem Film wieder auftauchen würden. Mir hat man dann auch direkt noch angeboten, auf dem Cover ihres nächsten Comics „Xes“ zu erscheinen. Die zweite Gelegenheit ergab sich mit Jeff Huges von „Comic Book Divas“, der mich ansprach, ob ich bei ihnen mit einsteigen wollte. In all diesen Fällen ist es im Grundsatz so, dass die Figuren nach unserem Vorbild gezeichnet werden. Manchmal machen wir auch Referenzfotos. Das heißt, wir modeln für bestimmte Bilder, die dann im Comic auftauchen. Man schickt uns also das Skript, und wir machen dann die Fotos. In jedem Fall ist es sehr cool, denn wenn man dann den fertigen Comic sieht, ist man da tatsächlich drin. Und wenn wir dann in die Promotion gehen, fahren wir zu Conventions, wo die Leute uns wiedererkennen und sich ihre Comics signieren lassen können. So kam es also dazu. Im Augenblick bin ich an einer ganzen Reihe von Comics beteiligt. Da ist einmal „Fangs“, ein Vampircomic von Jeff Hughes, dann „Ginger Stein: Life of the Undead“, eine Zombie-Geschichte, sowie „A life behind the Mask“, ein Online-Comic, in dem unterschiedliche Models, Schauspielerinnen und Scream Queens als Superheldinnen auftauchen. Meine Figur heißt Blackbird, eine Batman-Parodie. Sie ist ein toughes Ding, und als Batman-Fan hat mir das ziemlichen Spaß gemacht.

Deneen Melody | Ballett

screen/read: Wenn man in Deiner Biografie einen Blick zurückwirft, stellt man fest, dass Du ursprünglich vom Ballett kommst. Sehr überraschend.

Deneen Melody: Ja, das stimmt, ich habe tatsächlich als Ballett-Tänzerin begonnen. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich trainiert und getanzt, um das einmal beruflich betreiben zu können. Das war immer mein Ziel, und als ich etwas älter wurde, habe ich wirklich intensiv trainiert. Ich bin sogar zuhause unterrichtet worden, damit ich tanzen und mich auf mein Training konzentrieren konnte. Vier Jahre lang habe ich professionell getanzt, aber leider hatte ich mit 16 eine Fußverletzung, und so konnte ich irgendwann nicht mehr weitermachen. Das hat mir fast das Herz gebrochen, aber die Arbeit als Berufstänzer ist einfach sehr hart. Jeder, der sich mit dem Tanzen auskennt oder in klassischem Ballett ausgebildet ist, weiß, wie sehr das den eigenen Körper in Anspruch nimmt, und wenn einen ein verletzter Fuß davon abhält, ausgiebig zu trainieren, dann muss man einfach irgendwann akzeptieren, dass es nicht mehr geht. Aber weißt Du, wenn es dazu nicht gekommen wäre, würde ich jetzt keine Filme machen, und das ist eben, was ich heute gerne tue.

screen/read: Mit ziemlicher Sicherheit hat Deine Vergangenheit im Ballett auch Einfluss auf Deine Schauspielerei genommen. Würdest Du sagen, dass es da einen bestimmten Ansatz gibt, der Dich von anderen Darstellerinnen unterscheidet, und der eben genau auf diese Herkunft zurückzuführen ist?

Deneen Melody: Tja, eine Menge Leute fragen mich immer, wo ich meine Ausbildung als Schauspielerin gemacht habe. Und ich muss dann immer zugeben, dass ich das überhaupt nicht professionell gelernt habe. Aber ich glaube, dass eine Menge meiner Fähigkeiten tatsächlich vom Ballett kommen. Wer sich mit Ballett auskennt, vor allem der klassischen Variante, weiß, dass die eigentliche Kunstform sehr emotional und dramatisch ist. Und ich denke, dass eine Menge meiner Emotionen vom Ballett her kommen. Auf eine eigene Weise ist das eben auch Schauspielerei. Man steht auf der Theaterbühne, und egal ob es „Dornröschen“ ist oder „Schwanensee“ oder „Don Quichotte“, man spielt halt immer eine Figur. Man drückt Dinge aus und Emotionen werden sichtbar. Als ich also mit Film anfing, konnte ich auf diese Erfahrung zurückgreifen, um einen Charakter darzustellen. Und egal, ob man eine Kampfszene spielt oder weint oder schreit, man muss doch immer einen gewissen Anteil Theatralik abliefern. Unabhängig davon bin ich immer gerne in Bewegung und will irgendetwas physisches tun, ich mache gerne Stunts, ich kämpfe gerne, und das hat eben alles seinen Ursprung im Ballett. Mir hilft das, denn es gibt nicht allzu viele Schauspielerinnen, die bereit und fähig dazu sind, ihre eigenen Kampfszenen oder Stunts durchzuführen. Ich hingegen kann das in den meisten Fällen. In „As Nigth falls“ zum Beispiel musste ich mit dem Schwert kämpfen, würde in einen Zaun geworfen, hing kopfüber an einem Seil, stürzte in die Tiefe und vieles andere mehr. Das klingt aber härter als es ist, denn wenn man trainiert ist, muss man sich keine Sorgen um Verletzungen machen. Wenn man am Set ist, weiß man also, was sicher ist, und was nicht. Für die Produktion selber ist das außerdem ziemlich angenehm, denn so muss für mich niemand bezahlt werden, der mich doubelt. Und das spart natürlich Geld.

Deneen Melody

screen/read: Du hast mit sieben Geschwistern einen für heutige Verhältnisse ziemlich ungewöhnlichen familiären Hintergrund. Ich kann mit vorstellen, dass es Dir von daher sehr leicht fällt, mit all den Leuten am Set zurecht zu kommen. Und möglicherweise stellt sich da auch schnell das Gefühl einer Zweitfamilie ein.

Deneen Melody: Unbedingt. Ich bin das jüngste von acht Kindern, und ironischer Weise hatte ich nie diese enge Beziehung zu meinen Geschwistern, wie man sie erwarten würde, denn als ich geboren wurde, waren die meisten meiner Brüder und Schwestern schon aus dem Haus. Wenn ich aber am Set bin, gibt es da eine Menge Leute, mit denen ich arbeite, die ich als meine Familie ansehe. Zum Beispiel Anthony Sumner, mit dem ich „III Slices of Life” gedreht habe, aber auch andere, die mich seit Beginn meiner Karriere kennen und heute sehr enge Freunde sind. Es geht also schon ziemlich familiär zu, wenn ich mit diesen Leuten zusammen bin.

screen/read: Lass uns ein bisschen spekulieren. Wenn Dir eine gute Fee die Möglichkeit eröffnen würde, in irgendeinem Film Deiner Wahl mitzuspielen und Dir eine Rolle auszuwählen, die eigentlich längst vergeben ist, würde Dir da spontan etwas einfallen?

Deneen Melody: Oh, das wäre auf jeden Fall „Herr der Ringe“. Ich bin ein Riesenfan von Tolkien, ich liebe die Bücher und die Filme, und ich würde nichts an ihnen ändern wollen. Aber wenn ich die Gelegenheit hätte, mir eine Rolle auszusuchen, dann wäre das schon das Allergrößte. Am liebsten wäre ich Arwen, denn sie hat eine Kampfszene und ist eine sehr starke Figur. Also ja, das wäre definitiv meine Traumrolle. Im Hinblick auf Horrorfilme wäre es wohl Ellen Ripley aus den „Alien“-Filmen. Sigourney Weaver ist einfach atemberaubend, und die Rolle ist einfach zu gut. Oder auch die Braut in „Kill Bill“ mit all den Kampfszenen. Das wäre ein großer Spaß. Aber an allererster Stelle eben doch „Herr der Ringe“. Mit „Rose White“ werde ich vermutlich so nah an eine vergleichbare Fantasygeschichte herankommen wie nie zuvor.

screen/read: Deine erste eigene Produktion. Erzähl uns da doch ein bisschen mehr. Ist das eine Romanadaption?

Deneen Melody: Die Grundlage der Geschichte ist „Schneeweißchen und Rosenrot“ der Gebrüder Grimm. Das ist eines meiner Lieblingsmärchen, und als Fantasy-Fan wollte ich immer einmal etwas in dieser Art machen. Die Geschichte ist ein zeitgemäßes Märchen, sehr düster und blutig, aber gleichzeitig gibt es da diesen Fantasy-Anteil. Ich glaube also, es wird sehr interessant. Wir werden den Film mit einer RED drehen, und gerade sind wir mit dem Casting fertig.

screen/read: Wir wünschen Dir für dieses und all Deine anderen Projekte viel Glück. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Deneen Melody: Danke für diese Gelegenheit und dafür, dass von Deutschland aus auf mich zugekommen seid.

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Eine Antwort zu “Deneen Melody: From Scream Queen to Mainstream | Interview (deutsche Fassung)”

  1. Joe Urban sagt:

    Deneen is AWESOME and the epitome of a true Starlet.

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