Vier Anti-Meth-Clips von Darren Aronofsky

09. November 2011

The Meth Project

Wer seinem Trailer oder TV-Beitrag mit unfehlbarer Sicherheit die nötige musikalische Dramatik verleihen will, greift heute bevorzugt (und viel zu oft) auf Clint Mansells Stringarrangement „Lux Aeterna“ zurück. Was die meisten eher nicht wissen: Das mit kraftvollem Ernst vorwärtstreibende Stück beschreibt ursprünglich den fatalen Abstieg in den sicheren Drogentod. „Requiem for a Dream“ heißt der Film, für den es komponiert wurde, und dessen Regisseur bekanntlich Darren Aronofsky. Die Adaption des gleichnamigen Buches von Hubert Selby jr. schockierte und faszinierte in einem Maße, wie es keinem anderen Film über Abhängigkeit bis dato gelungen war. Jetzt widmet sich Aronofsky dem Thema erneut.

Vier je 30-sekündige Clips mit den schlagwortartigen Titeln „Deep End“, „Desperate“, E.R.“ und „Losing Control“ werfen ein ebenso kurzes wie nachhaltiges Schlaglicht auf die Auswirkungen von Meth. Der Aufbau folgt jeweils einer ähnlichen Dramaturgie, an deren Ende eine verstörende Pointe steht. Zeitraffer, doppelte Identitäten und beunruhigend komprimierte Krankheitsverläufe, die ganz ohne Schnitt auskommen, hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck.

Alle Beiträge sind Bestandteil eines von The Meth Project Foundation ins Leben gerufenen Präventionsprogramms, das in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit betreibt, um Bewusstsein für die Gefahren von Meth zu schaffen. Aronofskys Clips werden im US-Fernsehen ausgestrahlt und bilden die derzeit aktuellste von bereits sechs Kampagnen mit insgesamt dreiundzwanzig Kurzfilmen.

Deep End

Desperate

E.R.

Losing Control

[Abbildungen: Screencaptures | The Meth Project Foundation]

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