Danny Boyle inszeniert Frankenstein: Weltweite Live-Screenings

25. Februar 2011

Frankenstein | Danny Boyle

Während sein Bergsteiger-Drama „127 Hours“ mit ganzen sechs Nominierungen gerade zu den Favoriten der diesjährigen Oscars gehört, hat Danny Boyle sein nächstes Projekt schon beinahe wieder abgeschlossen. Am 17. März wird seine aktuelle Inszenierung einer Bühnenversion von „Frankenstein“ für das National Theatre London aufgezeichnet und anschließend weltweit im Kino gezeigt – zum Teil sogar live. Doch damit nicht genug. Boyle liefert gleich zwei Fassungen des klassischen Schauerromans und lässt seine beiden Hauptdarsteller einfach vom einen Abend auf den anderen die Rollen wechseln.

Ursprünglich für zehn Wochen angesetzt, waren alle geplanten Aufführungen innerhalb kürzester Zeit bereits restlos ausverkauft. Für alle, die keine Tickets mehr bekommen konnten oder nicht unbedingt extra nach London reisen wollen, wird es am 17. März in insgesamt 370 Kinos rund um den Globus eine HD-Live-Übertragung via Satellit zu sehen geben. Eine aufgezeichnete Fassung der zweiten Inszenierungsvariante ist zudem für den 24. desselben Monats geplant, dann allerdings nur in Europa. Für Deutschland sind das Cinecittá in Nürnberg, das Metropolis in Frankfurt, das Cinema in München, sowie das Schauburg in Karlsruhe beteiligt. Dass Berlin, Köln und Hamburg hingegen außen vor bleiben, darf durchaus für Ratlosigkeit sorgen.

Boyle begann seine Karriere am Theater und kehrt nun nach 15 Jahren erstmals wieder dorthin zurück. Inszenierungen unternahm er zuvor bereits unter anderem für das Royal Court Theatre und die Royal Shakespeare Company. „Frankenstein“ wird er gleichzeitig mit bis zu acht Kameras aufzeichnen. Hauptdarsteller sind Jonny Lee Miller („Eli Stone“) und Benedict Cumberbatch („The Whistleblower“). Die Bühnenfassung stammt von Nick Dear.

[Abbildung: Benedict Cumberbatch (The Creature) | Probenfoto von Catherine Ashmore]

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