Crowdfunding mit Promistatus: Brad Wyman und Donald Trump machen ernst

07. Juni 2013

Dass auch prominente Namen längst dazu übergegangen sind, ihren Herzensprojekte den nötigen finanziellen Anstoß per Crowdfunding zu verschaffen, ist an sich kein neues Phänomen. Charlie Kaufman, Ralph Bakshi, Colin Hanks, Eliza Dushku, Joe Dante und gar David Fincher gehören zu den bekannteren Namen, die sich bereits auf den einschlägigen Plattformen umgetan haben, ohne dabei sonderlich aufgefallen zu sein. Erst der immense Erfolg der Kickstarter-Kampagnen für eine Kinofortsetzung der TV-Serie „Veronica Mars“ und ein Filmvorhaben von Zach Braff („Scrubs“) haben die Diskussion um den moralischen Status des rasch neologisierten „Celebrityfundings“ in Gang gebracht. Ausgerechnet Immobilienmogul Donald Trump schüttet jetzt Öl ins Feuer und unterstützt den neugegründeten Anbieter FundAnything.

Das vom Unternehmer Bill Zanker ins Leben gerufene Portal lockt bei herkömmlicher Funktionalität mit dem Versprechen, vielleicht vom Big Boss himself gesponsert oder gar vollständig finanziert zu werden. Zanker hatte 2007 zusammen mit Trump den nachdrücklich unbescheidenen Ratgeber „Think Big and Kick Ass in Business and Life“ verfasst und ähnlich ausgerichtet ist wohl auch die Philosophie hinter FundAnything. Denn im Gegensatz zu anderen Anbietern soll hier laut Deadline Hollywood ganz auf die Zugkraft prominenter Namen mit ihren jeweiligen Projekten gesetzt werden.

Die Akquise legt Zanker dabei in die versierten Hände von Produzent und Oscarpreisträger Brad Wyman („Monster“). Als CCO (Chief Crowdfunding Officer) und Leiter des Themenfeldes Film/Video/Web soll er Projekte entwickeln und weltweite Kooperationen anbahnen. Für Wyman, der zuletzt den britischen Thriller „Blitz“ mit Jason Statham und Adam Rifkins experimentelle TV-Serie „Look“ produziert hatte, ist Crowdfunding kein gänzlich neues Thema. Bis vor kurzem noch war er beim Mitbewerber IndieGoGo für ähnliche Aufgaben zuständig.

Ob das Konzept von FundAnything aufgeht, bleibt abzuwarten. Spannend ist die Idee allemal und Wyman hat bereits seine Fühler ausgestreckt.

[Abbildung: Brad Wyman]

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