Archiv für die Kategorie ‘Videokunst’

RM486: Alien in fünf Inkarnationen | Rose McGowan veröffentlicht ihr erstes Musikvideo

Sonntag, 27. September 2015

RM486 | Rose McGowan

Rose McGowan war schon immer ein Alien. Als die Öffentlichkeit 1995 erstmals mit ihr Bekanntschaft macht, ist sie ein Teenager ohne festen Boden unter den Füßen, orientierungslos auf einem Roadtrip durch die USA, randvoll mit Exzessen aus Sex, Gewalt und Crystal Meth. „The Doom Generation“ zeichnete ein fremdartiges Amerikabild, für das die damals gerade 22-jährige Zufallsschauspielerin eine ebenso attraktive wie verstörende Projektionsfläche bot. Keine ihrer Rollen danach sollte noch einmal ähnlich radikal ausfallen, auch wenn Durchschnittscharaktere ihr nie sonderlich gut standen. Inzwischen hat sie die Seiten gewechselt, führt selbst Regie und ist mit dem Musikvideo zu ihrem ersten unter eigenem Namen veröffentlichten Track auf dem besten Weg zum Gesamtkunstwerk.

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Aitor Throup porträtiert Noomi Rapace

Montag, 29. September 2014

Noomi Rapace by Aitor Throup

Ob es ein Zeichen dafür ist, dass sie sich bereits auf dem besten Weg zur Ikone befindet? Als erste Inkarnation von Lisbeth Salander im Vorgänger zu David Finchers „Verblendung“ hat die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace jedenfalls schon einmal erste ikonische Spuren hinterlassen und in „Prometheus“ bewegte sie sich immerhin im Schatten von Ellen Ripley. Für den aus Argentinien stammenden Künstler Aitor Throup offenbar Grund genug, eine seiner bekannten Flechtskulpturen von ihr zu erstellen.

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WISHES: Pastellfarben, Cheerleader und Ray Wise | Videoclip für Beach House von Eric Wareheim

Dienstag, 12. März 2013

Wishes | Beach House

Wer das Ende des Musikvideos als Kunstform längst beschworen hat, muss Wunderwerke wie diesen Clip für das amerikanisch-französische Dream-Pop-Duo Beach House schlichtweg ignorieren. Für „Wishes“ entwarf der hierzulande noch eher unbekannte US-Comedian, Autor und Regisseur Eric Wareheim eine in Pastellfarben getauchte Märchenvariante des Super Bowls irgendwo zwischen Ken Russell, Monty Python und David Lynch. Aus dem filmischen Universum des letzteren hat er sich Ray Wise geholt, der dem traumwandlerisch-kitschigen Szenario eine gehörige Portion gnadenlos überhöhten Pathos verschafft. Musikalisch trifft „Wishes“ in etwa genau die Schnittmenge von Julee Cruise und Air. Ansehen, schwärmen, Kopf schütteln.

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David Lynch liefert Videoclip zu CRAZY CLOWN TIME

Donnerstag, 05. April 2012

Crazy Clown Time

Filmemachen ist für David Lynch mittlerweile allem Anschein nach eher zur Nebenbeschäftigung geworden. Jegliche Konventionen klassischer Narration hatte er mit „Inland Empire“ endgültig über Bord geworfen und gegen eine motivische Architektur eingetauscht, die vor allem assoziativen und musikalischen Regeln folgt. Welcher Weg sollte da schon zurückführen? Umso mehr ist alles, was er seitdem in Form bewegter Bilder abgeliefert hat, eher unter dem Label „Videokunst“ einzustufen.

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Richard Phillips schenkt Venedig 90 Sekunden Lindsay Lohan

Samstag, 28. Mai 2011

Lindsay Lohan

Der US-Künstler Richard Phillips ist bekannt für großformatige Ölgemälde mit popkulturellen Motiven an der Grenze zum Kitsch (oder weit darüber hinaus). Erst Anfang des Jahres hatte seine Ausstellung „Most Wanted“ im White Cube London auch jenseits der Fachwelt für Interesse gesorgt. Hyperrealistische Porträts von Superstars wie Miley Cyrus, Robert Pattinson oder Zac Efron mit sachtem Heiligenschein vor Sponsorenaufstellern im Step-and-Repeat-Modus kreisten um das Verhältnis von Ikonografie und Branding. Mit einem 90-sekündigem Videoclip hat Phillips diese Thematik jetzt in die mediale Form eines produktlosen Werbespots übersetzt. Sein Testimonial: Lindsay Lohan.

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Night of the Living Dead: REANIMATED – Romeros Klassiker als Videocollage

Samstag, 03. April 2010

Ein einzigartiges Experiment, das die Grenzen von Videokunst und Popkultur spielend verwischt: Über 100 bildende Künstler haben sich zusammengefunden, um „Night of the Living Dead“, George A. Romeros ultimative Keimzelle des Zombiegenres, in einer filmischen Collage aus Stilen und Techniken wiederzubeleben. Das Ergebnis ist in bestem Sinne alles andere als untot.

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