Stoker, Shakespeare, Shelley, Doyle und Poe gehören nicht umsonst zu den meistverfilmten Autoren der Literaturgeschichte, denn für die Adaption ihrer Werke fallen schließlich keine Lizenzgebühren mehr an. Eine von Edgar Allan Poes bekanntesten Arbeiten ist zugleich auch seine meistverfilmte, und dabei umfasst „The Tell-Tale Heart (dt. Das verräterische Herz)“ gerade einmal nur rund 700 Worte. Ein Großteil der über vierzig Filmfassungen beschränkt sich deshalb auch auf eine Spiellänge von durchschnittlichen fünfundzwanzig Minuten, doch auch abendfüllende Beispiele sind dabei. Zur letzteren Kategorie gehört eine aktuelle Version, die seit dem 20. Oktober in New Orleans gedreht wird und mit Rose McGowan, Patrick John Flueger („4400“) und Regieveteran Peter Bogdanovich („Paper Moon“, „The Last Picture Show“) prominent besetzt ist.
Archiv für die Kategorie ‘Schauspieler’
THE TELL-TALE HEART: Rose McGowan und Peter Bogdanovich in Film nach Edgar Allan Poe
Samstag, 22. Oktober 201125. American Cinematheque Award für Robert Downey jr. | Live-Stream vom roten Teppich
Freitag, 14. Oktober 2011Seit 1986 zeichnet die American Cinematheque einmal im Jahr Vertreter der Filmindustrie aus, die (so die Statuten) „sich mit außergewöhnlichen Leistungen um die Kunst des Kinos verdient gemacht haben”. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Steven Spielberg, Martin Scorsese, Al Pacino, George Clooney und andere schillernde Persönlichkeiten. Dieses Jahr geht die renommierte Auszeichnung an „Iron Man“-Darsteller Robert Downey jr.
Werner Herzog spielt neben Tom Cruise in ONE SHOT | Thriller nach Vorlage von Lee Child
Dienstag, 04. Oktober 2011Man mag es zunächst für einen Scherz halten, doch dieser Besetzungscoup ist real: Kein Geringerer spielt demnächst an der Seite von Tom Cruise als Autorenfilmer, Grenzgänger und mittlerweile auch 3D-Dokupionier Werner Herzog. In „One Shot (dt. Sniper)“, einer Adaption des gleichnamigen Romans des britischen Autors Lee Child, wird der allzeit risikowillige deutsche Filmemacher die Rolle eines mysteriösen Russen und Gegenspielers der Hauptfigur übernehmen. Weitere hochkarätige Namen auf der Besetzungsliste sind Robert Duvall, Rosamunde Pike und Richard Jenkins. Die Regie des von Cruise und Paula Wagner produzierten Thrillers übernimmt Christopher McQuarrie.
Sheenpocalypse Now! Der schlimmste Ort der Welt: Cable TV
Donnerstag, 15. September 2011Nach über sechs Jahren standen Charlie und Martin Sheen jetzt erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera. Allen Spekulationen über ein völlig zerrüttetes Verhältnis der beiden sollte damit ein Ende bereitet sein. In einem Promo-Spot für „The Roast of Charlie Sheen“ auf Comedy Central parodieren sie jene ikonische Sequenz aus „Apocalypse Now“, in der Captain Willard seine finale Transformation zum Schlächter durchlebt. Der kurze Teaser-Clip geht jedoch eher den umgekehrten Weg.
Charlie Sheen dreht Independent-Film mit Roman Coppola
Freitag, 09. September 2011In seinem aufsehenerregenden Interview mit ABC im Februar diesen Jahres hatte Charlie Sheen ohne falsche Bescheidenheit darauf hingewiesen, wer nach seinem unerwarteten Ausscheiden bei der Erfolgs-Sitcom „Two and a Half Men“ so alles mit ihm arbeiten wolle. Explizit brachte er den Namen Roman Coppola ins Gespräch, doch zum damaligen Zeitpunkt nahm kaum jemand wirklich ernst, was der skandalgebeutelte Schauspieler zu sagen hatte. Umso mehr müssen die Zweifler jetzt ins Staunen geraten, denn das Team Sheen / Coppola findet tatsächlich für ein gemeinsames Projekt zusammen.
Andy Serkis gründet Schule und Studio für Performance Capture
Samstag, 06. August 2011Als Schauspieler mag Andy Serkis an über 130 Kino-, TV- und Theaterproduktionen beteiligt gewesen sein, diejenigen Rollen jedoch, die ihn zu einem der wichtigsten Namen in der Industrie gemacht haben, sind ausgerechnet jene, in denen er selber gar nicht zu sehen ist. Serkis nämlich gilt als unangefochtener Marktführer auf dem Gebiet der Performance Capture. In Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie hatte er mit der Darstellung des Gollum einem reinen CGI-Charakter verblüffend detailliertes Leben eingehaucht. Zusammen mit den WETA-Studios in Neuseeland gelang ihm eine filmtechnische Sensation. Gleichzeitig eröffnete sich für den Schauspieler eine echte Nische, die er bis heute beständig ausbaut. Im Kino folgten „King Kong“ und für die Playstation 3 „Heavenly Sword“. Aktuell ist Serkis als Caesar in „Planet der Affen: Prevolution“ zu sehen, demnächst als Käpt’n Haddock in Spielbergs „Adventures of Tintin“, sowie 2012 und 2013 erneut als Gollum in den beiden „Hobbit“-Filmen.
Richard Phillips schenkt Venedig 90 Sekunden Lindsay Lohan
Samstag, 28. Mai 2011Der US-Künstler Richard Phillips ist bekannt für großformatige Ölgemälde mit popkulturellen Motiven an der Grenze zum Kitsch (oder weit darüber hinaus). Erst Anfang des Jahres hatte seine Ausstellung „Most Wanted“ im White Cube London auch jenseits der Fachwelt für Interesse gesorgt. Hyperrealistische Porträts von Superstars wie Miley Cyrus, Robert Pattinson oder Zac Efron mit sachtem Heiligenschein vor Sponsorenaufstellern im Step-and-Repeat-Modus kreisten um das Verhältnis von Ikonografie und Branding. Mit einem 90-sekündigem Videoclip hat Phillips diese Thematik jetzt in die mediale Form eines produktlosen Werbespots übersetzt. Sein Testimonial: Lindsay Lohan.
Back to the 60s: Christina Ricci fliegt mit PAN AM
Montag, 23. Mai 2011Noch eine neue US-Serie, die das Lebensgefühl und Zeitkolorit der frühen 60er Jahre feiert. Während NBC mit „The Playboy Club“ in die Welt von Bunnys, Cocktails und Havannas eintaucht, hebt ABC mit „Pan Am“ in höhere Gefilde ab. Beide Produktionen haben jede Menge gemein. Klinisch rein ist die Ausstattung, klar aufgeteilt das Gesellschaftsbild. Die weibliche Hauptrollen sind mit Amber Heard im ersteren und Christina Ricci im letzteren Fall prominent besetzt, und doch stehen Männer auffällig im Mittelpunkt der Handlung. In erster Linie aber docken beide Produktionen am Erfolgsmodell von „Mad Men“ an, und das mit gutem Grund.
NBC schickt Amber Heard in den PLAYBOY CLUB
Freitag, 20. Mai 2011Was für eine Altherrenfantasie: Frauen in Bunny-Kostümen schwingen die Hüften und servieren harte Drinks. In den frühen 60ern war das geradezu revolutionär. Hugh Hefner hatte die gloriose Idee mehr oder weniger vom Gaslight Club in Chicago abgekupfert und seine eigene Variante ins Leben gerufen. Die Unterschiede waren zwar marginal, doch während die Frauen des Originals im Stil der 20er Jahre für ansprechende Optik sorgten, trugen ihre Geschlechtsgenossinnen im Playboy Club selbstverständlich Hasenohren und Blumenschwanz. Das genügte, um für marktrelevante Begehrlichkeiten zu sorgen, und quasi über Nacht rissen sich Männer jeden Alters und Standes um eine Mitgliedschaft in den exklusiven Etablissements aus dem Hause Playboy Enterprises. Die Anfangsjahre dieses einstmals ungemein erfolgreichen Geschäftsmodells sind der Hintergrund einer neuen Fiction-Serie im Herbstprogramm von NBC.
Lindsay Lohan und Sharon Tate finden nicht zusammen
Mittwoch, 06. April 2011Gestern noch hatten die von Starphotograph Tyler Shields angeheizten Spekulationen für eine Menge Aufmerksamkeit gesorgt, heute sind sie schon wieder erledigt. Lindsay Lohan wird demnächst nicht als Roman Polanskis Ehefrau Sharon Tate zu sehen sein. Für Shields, der bei „Eyes of a Dreamer“, einem Film über die berüchtigte Manson Family, Regie führen wird, galt sie eigenen Aussagen gemäß als Idealbesetzung. Am 4. April hatte ihn EW hierzu interviewt und bereits auf mögliche terminliche Schwierigkeiten im Umfeld eines drohenden Gerichtsverfahrens hingewiesen. Heute nun teilte uns Produzent Brad Wyman (Oscar für „Monster“) mit, dass die Schauspielerin die Rolle nicht übernehmen wird.
Charlie Sheen geht mit eigener Livestream-Show online | Brad Wyman produziert Webformat
Sonntag, 06. März 2011Die PR-Maschinerie, die US-Schauspieler Charlie Sheen seit ein paar Wochen mit wahnwitzigen Radio- und TV-Interviews in Gang gesetzt hat, erreicht am heutigen 6. März ihren vorläufigen Höhepunkt. Völlig überraschend kündigt Produzent Brad Wyman (Oscarpreisträger für „Monster“) an, dass Sheen um 7 p.m. PST (4 Uhr CET) mit einem eigenen Video-Livestream unter dem Titel „Sheen’s Korner“ für eine Stunde online gehen wird.
Deneen Melody: From Scream Queen to Mainstream | Interview (deutsche Fassung)
Donnerstag, 24. Februar 2011Horrorfilme erleben im Independent-Sektor derzeit einen echten Boom. Die Budgets mögen zwar überschaubar sein, Blut und Schrecken gibt es jedoch reichlich. Und die Szene schafft sich längst ihre eigenen Helden und Markennamen. Tom Six und die Soska-Twins gehören als Schöpfer wilder Kopfgeburten derzeit zu ihren größten Stars. Vor der Kamera hingegen ist die gebürtige Texanerin Deneen Melody ein Name, der sich nur noch schwerlich ignorieren lässt. Mit sieben Produktionen alleine in 2010 ist sie für die Branche bereits ein wichtiger Identifikationsträger geworden. Gerade frisch als Beste Nebendarstellerin beim Dark Carnival Film Festival nominiert und mitten in der Arbeit an ihrem ersten Film als Produzentin, stand sie uns Rede und Antwort zu ihrer Karriere innerhalb und außerhalb des Horror-Genres, plauderte über Comics, sieben Geschwister, ihren Hintergrund als Ballett-Tänzerin und ihre unsterbliche Faszination mit Tolkien.
Deneen Melody: From Scream Queen to Mainstream | Interview (english version)
Mittwoch, 23. Februar 2011Independent horror is booming. The budgets may be low but the gore and scare factor is high. And the scene creates its own heroes and household names, with Tom Six and the Soska twins being its biggest stars behind the camera right now. As far as actors are concerned, Texas-born Deneen Melody is an important name to watch and a stunning beauty hard to ignore. Having entered the industry in 2008, the sheer amount of productions she was involved in since then (seven in 2010 alone) proves her ambition to become a lasting brand of her own. Freshly nominated for Best Supporting Actress at the Dark Carnival Film Festival and in the midst of her first film as a producer, Deneen took the time to sit down with us and talk about her career, horror, comics, seven siblings, a background in ballet and a lifelong fascination with Tolkien.
Ausstellung: Stallone zeigt sich als Maler
Montag, 21. Februar 2011Als kleiner Junge hätte er mit dem Malen angefangen, um sich vom Erlös der Bilder ein Busticket für den Heimweg von der Schule kaufen zu können. Wäre es nicht Sylvester Stallone, man würde derartiger Legendenbildung wohl keinen Glauben schenken. Dass er jetzt erstmals eine Auswahl seiner Arbeiten als Maler im größeren Rahmen einer Ausstellung präsentiert, mutet an sich schon seltsam genug an. Doch warum eigentlich nicht? Immerhin schwingt der Mann, der gerade erst mit „The Expendables“ bewiesen hat, dass sich als Action-Held auch mit 64 noch gut Kasse machen lässt, den Pinsel eigenen Angaben gemäß bereits seit 35 Jahren, und so traut er sich jetzt auch an eine breitere Öffentlichkeit. Die meisten der insgesamt dreißig Exponate im Preissegment zwischen 50.000 und 150.000 USD sind nach Galerieangaben zudem bereits verkauft.
THE CONFESSION: Kiefer Sutherland in 10-teiliger Webserie
Dienstag, 18. Januar 2011Bislang gilt das rapide wachsende Angebot an Webserien vielen Beobachtern vor allem als Spielfeld für Miniaturproduktionen ohne nennenswertes Budget und narrativen Atem. Wie zutreffend dieses Urteil derzeit auch vielfach noch sein mag, so wenig wird es sich langfristig aufrecht erhalten lassen, denn das Potential des Mediums ist immens. Einer der ersten Schauspieler aus Hollywoods A-Riege, der hier echte Experimentierlust zeigt, ist Kiefer Sutherland. Nach dem Serienfinale von „24“ und noch vor Beginn der Dreharbeiten zu Lars von Triers „Melancholia“ fing er Feuer für ein Webprojekt, das es ab März auf dem US-Webkanal Hulu zu sehen geben wird.
Dieter Laser: THE HUMAN CENTIPEDE and beyond | Interview (english version)
Samstag, 16. Oktober 2010When fictional characters take possession of the audience in a way that causes an instant cult, their creators must have done something very right. In the case of fascist surgeon Dr Joseph Heiter, main character of the controversial horror thriller „The Human Centipede”, the effect is most of all the result of a fascinating and most disturbing portrayal by German actor Dieter Laser. Even those who dislike the film feel unable to escape the enormous impact of Laser’s acting. How much more surprised does one have to be when meeting this very humorous, warm-hearted and deep person behind that scary figure. In our interview he talks in detail about his experiences before, during and after shooting the film, explains his acting approach, remembers his past as a left-wing member of the 1968 protest movement and points out the difference between guns and chocolate bars.
Dieter Laser: THE HUMAN CENTIPEDE and beyond | Interview (deutsche Fassung)
Mittwoch, 13. Oktober 2010Wenn sich eine fiktive Gestalt so in den Köpfen des Publikums einbrennt, dass aller Widerstand gegen einen aufkeimenden Kultstatus zwecklos ist, dann haben die Macher zweifellos eine Menge richtig gemacht. Im Fall des faschistoiden Chirurgen Dr. Joseph Heiter, Hauptfigur des kontroversen Horrorfilms „The Human Centipede“, ist der Effekt vor allem die Leistung des deutschen Schauspielers Dieter Laser. Seiner ebenso verstörenden wie faszinierenden Darstellung können sich nicht einmal entschiedene Gegner des Films entziehen. Umso erstaunter muss jeder sein, der dem humorvollen, warmherzigen und tiefgründigen Menschen hinter der angsteinflößenden Figur persönlich begegnet. In unserem Interview erzählt er ausführlich von seinen Erfahrungen vor, bei und nach den Dreharbeiten, diskutiert seine Herangehensweise als Schauspieler, seine Vergangenheit als 68er, deutsche Spießbürgerlichkeit, und das Verhältnis von Schusswaffen und Schokoriegeln.
Being Jack Unterweger: John Malkovich mit THE INFERNAL COMEDY auf Tournee
Freitag, 21. Mai 2010Den Luxus, als Hauptdarsteller und Regisseur eines Bühnenmonologes mit zwei Sopranistinnen und einem Barockorchester um den Globus zu touren, finanziert sich John Malkovich unter anderem mit Nebenrollen in Blockbustern, die auch gut ohne ihn auskommen würden. Jüngstes Beispiel: „Transformers 3“. Der Spagat zwischen Michael Bays brachialem Roboterspielzeug und dem zynischen Feinsinn von „The Infernal Comedy“ könnte dabei kaum größer sein.
Unveröffentlichte Fotografien von Dennis Hopper
Samstag, 17. Oktober 2009Zwei Generationen haben ihre ganz eigene ikonische Rolle vor Augen, wenn sie an Dennis Hopper denken. Doch zwischen dem friedlichen Biker Billy aus „Easy Rider“ und dem abgründigen Vergewaltiger Frank aus David Lynchs filmischem Alptraum „Blue Velvet“ liegen nicht nur fast zwei Jahrzehnte, sondern auch eine überaus exzessive Drogenkarriere.
Wer dem entspannt wirkenden älteren Herr mit weißem Kinnbart heute gegenüber steht, wird Schwierigkeiten haben, dem schönen Schein zu trauen – zu mächtig ist das Bild, das sich über die Jahre eingebrannt hat. Hopper war schon immer eine Ausnahmegestalt, und das als Schauspieler, Autor, Regisseur, Maler und Kunstsammler. Ein exquisiter Bildband mit einer Menge zuvor unveröffentlichter Aufnahmen des Fotografen Hopper erlaubt einen direkten Blick mit den Augen von „Mr. Sixties“, wie ihn David Lynch einmal genannt hat.
Christoph Waltz ersetzt Nicolas Cage in Michel Gondrys Version von THE GREEN HORNET
Dienstag, 22. September 2009Seit seiner bahnbrechenden Leistung als „Judenjäger“ Hans Landa in Quentin Tarantinos Nazikiller-Farce „Inglourious Basterds“ gehört Christoph Waltz zu den heißesten deutschsprachigen Schauspieler-Exporten. Bei den Filmfestspielen in Cannes brachte dem Österreicher die Rolle des charismatischen SS-Obersts bereits die Goldene Palme ein, und die Wetten stehen nicht schlecht, dass er 2010 auch einen Oscar als bester Nebendarsteller mit nach Hause nimmt. Auf dem Schreibtisch seiner Agentur stapeln sich nun die Anfragen aus Hollywood, und in seinem nächsten Projekt ersetzt er bereits Nicolas Cage – das muss ihm erstmal einer nachmachen.



























