Jemandem ein Kompliment machen zu wollen, indem man ihn zum furchterregendsten Mann Amerikas erklärt, mag auf Verwunderung stoßen, doch Stephen King wählte seine Worte mit Bedacht, als er sich vor dem Autor moderner Genre-Klassiker wie „Beutezeit (Off Season)“ oder „Evil (The Girl next Door)“ verbeugte. Jack Ketchum schreibt nicht unbedingt die Art von Büchern, die man seinen Kindern vor dem Zubettgehen vorlesen würde, und selbst für abgebrühte Leser hat der vierfache Preisträger des Bram-Stoker-Awards immer noch einige nervenaufreibende Überraschungen in der Hinterhand. Wie gut seine Geschichten über Barbarei und den moralischen Untergang der bürgerlichen Ordnung auch auf der großen Leinwand funktionieren, bewies gerade erst ein Film, den der Autor zusammen mit Lucky McKee („May”) entwickelt hatte. „The Woman“ traf weltweit auf ein begeistertes Genre-Publikum und ist bereits auf dem besten Weg, nachhaltigen Kultstatus zu erlangen. Selbst die ansonsten eher konservative Academy of Motion Picture Arts & Sciences konnte nicht wegschauen und erwarb kürzlich eine Kopie des Drehbuchs für die hauseigene Sammlung. Jack Ketchum war so freundlich, sich die Zeit für ein Interview zu nehmen und sprach mit uns über den Film und dessen Begleitroman (dt. „Beuterausch“), Zensur, Torture Porn, sein Selbstverständnis als Schriftsteller, zukünftige Adaptionen und einen Trip zu den Galapagos-Inseln.
Archiv für die Kategorie ‘Filme’
Bücher haben keine Moral: Jack Ketchum über THE WOMAN und Gewalt in der Kunst | Interview (deutsche Fassung)
Donnerstag, 26. Januar 2012No such thing as an immoral book: Jack Ketchum on THE WOMAN and violence in the arts | Interview (english version)
Donnerstag, 26. Januar 2012You may wonder how being called the scariest guy in America could be considered a compliment, but Stephen King chose his words wisely when honoring the author of modern genre classics like „Off Season“ or „The Girl next Door“. Jack Ketchum does not necessarily write the type of books you would read to your kids at bedtime and even if you think you are fairly hard-boiled, the four time Bram Stoker Award winner will still have a couple of nail-biting surprises in the bag for you. How well his stories of barbary and moral demise in a civilized world are also suited to the big screen was recently proven (again) by a film that Ketchum conceived together with „May“-director Lucky McKee. Embraced and celebrated by genre audiences around the world, „The Woman“ is well on the way to gaining serious cult status, and the Library of the Academy of Motion Picture Arts & Sciences just acquired a copy of the script for their permanent collection. Mr Ketchum was so kind to agree on a little interview and told us about the movie and its accompanying novel, censorship, torture porn, his main goal as a writer and film adaptions in the making.
THE WOMAN | Filmkritik
Dienstag, 24. Januar 2012Die Behauptung mag die falschen Assoziationen wecken, aber in gewissem Sinn ist Lucky McKees gefeierter Anti-Familienfilm so etwas wie der „Godfather 2“ des Horrorkinos, nur dass Mario Puzo hier Jack Ketchum heißt. Technisch betrachtet stellt „The Woman“ ein Sequel zu „Offspring (dt. Beutegier)“ dar, einer wenig beachteten und über weite Strecken eher lauwarmen Adaption von Ketchums gleichnamiger Vorlage, doch weder Buch noch Film muss man zur Kenntnis genommen haben, um McKees abgründigen Blick hinter bürgerliche Fassaden ausgiebig würdigen zu können. Im Gegenteil. Je unvoreingenommener man dem Stoff begegnet, desto effektiver entfaltet er seine Wirkung. Dass der Film seinen Vorgänger dabei um Längen übertrifft und zudem eine gänzlich neue und überraschend originelle Geschichte erzählt, bildet im Gesetz der Serie eine echte Ausnahme von der Regel.
Alyssa Bolsey takes a journey BEYOND THE BOLEX | Interview
Sonntag, 22. Januar 2012Imagine you are an aspiring filmmaker, still learning your craft and wondering what the future might bring. Imagine also that one day and pretty much out of nowhere you are confronted with the fact that your great-grandfather invented the most iconic camera of motion picture history, paving the way for today’s independent filmmaking. Too much of a fairy tale for your taste? You might be surprised to hear that this is exactly what happened to Alyssa Bolsey, great-granddaughter of the man who developed the first camera to turn everyone into a potential filmmaker – the Bolex. It was in 2004 that she found out to what a profound extent cinematic history was rooted in her family and decided that this was a story to be told. And so Jacques Bolsey became the unknown protagonist of her first feature documentary which she is in the midst of putting together right now. Despite her tight schedule, Alyssa took the time for a little conversation and talked to us about the project, the circumstances of her discovery, dual citizenship, Steve Jobs, „Hugo“ and working 18 hours a day.
PROMETHEUS: Damon Lindelof im ALIEN-Universum
Montag, 16. Januar 2012Es gibt Schlimmeres im Leben, als ein Drehbuch für Ridley Scott zu schreiben – erst recht, wenn man sich auf dem Boden eines der größten Genre-Klassiker überhaupt bewegt. „Lost“-Mastermind Damon Lindelof musste dafür allerdings wieder ins Reich der Mythen, Mysterien und kosmischen Geheimnisse zurückkehren, das er mit dem Ende der langlebigen Serie um Zeitreisen, Rauchmonster und karibische Eisbären hinter sich gelassen zu haben glaubte. Bedauern will man ihn dafür aber nicht, denn seine Arbeit an „Prometheus“ wird ihm nicht nur ein ansehnliches Honorar eingebracht haben, sondern dürfte auch seinen Status als einen der aktuell gefragtesten Autoren Hollywoods nachhaltig festigen.
VERBLENDUNG (The Girl with the Dragon Tattoo) | Filmkritik
Samstag, 14. Januar 2012Auf einer Liste der am meisten überschätzten US-Regisseure der Gegenwart könnte David Fincher mit Leichtigkeit einen der vorderen Plätze einnehmen. Nicht etwa, weil er mittelmäßige Arbeit abliefern würde. Das Gegenteil ist der Fall. Selbst die routiniertesten seiner Filme liegen immer noch weit über regulärem Hollywood-Durchschnitt, erlauben sich unbequeme Normabweichungen und zeugen von einem unbedingten Stilwillen, ohne dabei der Geschichte im Weg zu stehen. Eine Form von Heldenverehrung allerdings, die hinter Finchers manchmal arg selbstbewusstem Auftreten historische Ausmaße vermutet (und schnell mit abseitigen Kubrick-Vergleichen aufwartet), schießt weit übers Ziel hinaus. Umso mehr muss alle Erwartungshaltung in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus, wenn ein Film wie „Verblendung“ daherkommt, der, obwohl er alles richtig macht, nicht unbedingt dazu geeignet ist, die Kinogeschichte auf den Kopf zu stellen.
LABYRINTH: David Bowie könnte Songs zu Prequel-Comic beisteuern
Dienstag, 10. Januar 2012Der US-Comicbuch-Verlag Archaia ist derzeit so eine Art Weihnachtsmann für Fans des großen Muppetkönigs Jim Henson. Die Adaption eines bislang unverfilmten Drehbuchs des Meisters in Form einer Graphic Novel („Tale of Sand“) sorgte erst kürzlich für einhellige Begeisterung und gute Kritiken. Doch neben bislang unveröffentlichtem Originalmaterial setzt Archaia auch auf Fortführung bekannter Henson-Stoffe. Darunter finden sich brandneue Episoden der kurzlebigen Puppenserie „The Storyteller“, eine Wiederbelebung der „Fraggles“, sowie eine Prequel-Reihe aus dem „Dark Crystal“-Universum.
THE HUMAN CENTIPEDE 2 (FULL SEQUENCE) | Filmkritik
Mittwoch, 28. Dezember 2011Eine Menge ist geschrieben worden über die Fortsetzung des niederländischen Chirurgenhorrors von 2009, und das meiste davon hat mit dem Film selber erstaunlich wenig zu tun. Ganz unschuldig ist Autor und Regisseur Tom Six daran nicht, denn sein beständig wiederholtes Versprechen, im Sequel so ziemlich alles zu zeigen, was beim Vorgänger fast ausschließlich im Kopf des Zuschauers stattfand, schürte (bewusst) eine von möglichen Tabubrüchen überschattete Erwartungshaltung, die ganz offenbar den Blick für alles andere versperrte. Dass derartiges Marketing nicht nur den Genre-Fans ordentlich einheizte, sondern im gleichen Zug auch die Sittenwächter auf den Plan rief, hätte man eigentlich ahnen können. Im Juni 2011 verweigerte die britische Filmbewertungsstelle BBFC die Freigabe für den englischen Markt und schien damit zu bestätigen, dass „The Human Centipede 2“ tatsächlich zum Schlimmsten gehört, was jemals im Bewegtbild zu sehen war.
Facebook vs. Bettie Page | Soziales Netzwerk schließt Profil des Dokumentarfilms BETTIE PAGE REAVEALS ALL
Sonntag, 18. Dezember 2011Es sieht so aus, als sei Mark Zuckerbergs soziales Netzwerk kein Fan von Lingerie und sexueller Revolution. Gerade zwei Tage ist es her, dass Facebook das offizielle Profil einer Dokumentation über Pinup-Ikone Bettie Page dichtgemacht hat. Warnungen oder Beschwerden, die es den Seitenbetreibern ermöglicht hätten zu reagieren oder vermeintlich kontroverse Inhalte zu entfernen, gab es vorab keine – aber die gibt es dort nie. Mit Ausnahme des Standard-Hinweises auf einen allgemeinen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen blieb jegliche Erklärung bislang aus, und so stehen die Filmemacher nach mühevollem Aufbau einer öffentlichen Wahrnehmung ihres Projektes immer noch völlig ratlos da.
Facebook vs. Bettie Page | Social network shuts down profile of documentary feature BETTIE PAGE REAVEALS ALL
Sonntag, 18. Dezember 2011It seems that Mark Zuckerberg’s social network is not a big fan of lingerie and sexual revolution. Only two days ago, Facebook shut down the official profile for an upcoming documentary on pinup-icon Bettie Page. No warnings or complaints in advance had been sent to the site operators in order for them to react, defend themselves or delete possible controversial content. Apart from the standard phrase stating a violation of the network’s terms of use, no explanation has been given so far and thus, the filmmakers who had put a lot of hard work into accumulating a fair amount of public awareness for their project are still without a clue.
DAEMONIUM: Creature-Dystopia aus Argentinien | Fünfteiler von Pablo Parés
Donnerstag, 15. Dezember 2011Der Argentinier Pablo Parés ist auf dem internationalen Parkett bislang zwar eher unbekannt, doch in Genre-Kreisen hat er sich mit seinen bereits neun Lang- und rund zwei Dutzend Kurzfilmen längst einen Namen gemacht. Sein Debüt „Plaga Zombie“, das es sogar zur deutschen DVD-Premiere brachte, lieferte er 1997 mit gerade einmal 18 Jahren ab. Zwei Sequels folgten 2001 („Zona Mutante“) und 2011 („Revolución Tóxica“). In seiner Heimat ist Parés mittlerweile einer der wichtigsten Vorreiter einer neuen Welle von Filmen aus dem Umfeld von Fantasy, Horror und Scifi. Jetzt legt er unter dem Titel „Daemonium“ eine fünfteilige Webserie vor, die seinen Status nachdrücklich unterstreicht.
ALEXANDER THE GRAPE: Früher Kurzfilm von Jim Henson rekonstruiert
Mittwoch, 14. Dezember 2011Rund um den neuen „Muppets“-Film sorgt die Jim Henson Company dafür, dass die Arbeit ihres Gründers und Namensgebers verstärkt auch jenseits der beliebten Figuren nicht in Vergessenheit gerät. Und da der Filmemacher bis heute immer noch fast ausschließlich mit seinen bekanntesten Schöpfungen identifiziert wird, mag für viele so manches völlig neu sein. Gerade erst hat der US-Verlag „Archaia“ Comic-Adaptionen von „Tale of Sand“, Hensons einzigem unverfilmten Drehbuch, und seiner kurzlebigen TV-Serie „The Storyteller“, sowie eine Prequel-Reihe zu „The Dark Crystal“ veröffentlicht. Von eher filmhistorischem Interesse ist die Fertigstellung einer rekonstruierten Fassung von „Alexander the Grape“, einem frühen Kurzfilm des Meisters, der jetzt kostenlos online zu sehen ist.
ATROCIOUS | Filmkritik
Dienstag, 13. Dezember 2011Wer heute immer noch glaubt, dass sogenannte „Found Footage“-Filme auf authentischem Bildmaterial beruhen, dem ist schlichtweg nicht zu helfen. Ganz anders sahen die Dinge noch in den frühen 80ern aus, als Ruggero Deodato für seinen berüchtigten Fake-Snuff „Cannibal Holocaust“ eiskalt hinter Gittern landete. Die italienische Justiz hatte die Geschichte über eine Gruppe von Dokumentarfilmern, die am Amazonas angeblich einem Stamm von Kannibalen zum Opfer gefallen waren, allen Ernstes für real gehalten und den Autor des mehrfachen Mordes bezichtigt. Die Strategie der Verteidigung fiel denkbar einfach aus, denn alles, was man tun musste, war die Schauspieler vor Gericht auftauchen zu lassen.
Ken Russell hinterlässt Drehbuch für Softcore-Musical ALICE IN WONDERLAND
Sonntag, 11. Dezember 2011Offenbar hatte der britische Filmemacher Ken Russell auch mit 84 Jahren noch kein Interesse daran, sich zur Ruhe zu setzen. Kurz vor seinem Tod arbeitete er jedenfalls noch an der Endfassung eines Drehbuchs zum Remake des Softcore-Klassikers „Alice in Wonderland: An X-rated Musical Fantasy“. An einer Umsetzung des Materials ist man nach offiziellen Angaben des Rechteinhabers Renaissance Media Entertainment weiterhin interessiert. Gemeinsam mit Russells Witwe Elize Tribble und Komponist Simon Boswell will man sich um die Finanzierung und die Suche nach einen möglichen Regisseur kümmern.
WAR HORSE: Bühnenfassung der Romanvorlage
Dienstag, 06. Dezember 2011Bis zum deutschen Kinostart am 16. Februar 2012 hat Disney ein Embargo für Besprechungen des aktuellen Films von Steven Spielberg ausgesprochen. Dass sich der Sinn solcher Maßnahmen in Zeiten weltweiter Vernetzung (und einer US-Auswertung ab dem 25. Dezember) kaum erschließt, spricht nicht unbedingt für modernes Marketing, doch das kann der Verleih natürlich entscheiden, wie er will. Unser Review von „War Horse (dt. Gefährten)“ liegt bis zum betreffenden Termin also auf Eis. Wer sich vorab schon einmal einen Eindruck verschaffen will, muss auf die Auslandspresse zurückgreifen oder kann sich eine andere Adaption des zugrundeliegenden Jugendromans anschauen. Ein Trip nach London ist dafür allerdings schon notwendig.
THE HUMAN CENTIPEDE 2: Totalverbot in Australien
Sonntag, 04. Dezember 2011Es ist noch keine zwei Monate her, dass die BBFC ihre Entscheidung, dem umstrittenen Horrorfilm „The Human Centipede 2“ eine Freigabe zu verweigern, unter Vorgabe von Schnittauflagen grundlegend revidiert hat. In Australien sind die entsprechenden Verantwortlichen jetzt genau den umgekehrten Weg gegangen und haben den zuvor freigegebenen Schocker überraschend wieder vom Markt genommen. Mit dem Kürzel „RC“ für „Refused Classification“ muss der zuständige Verleih den Vertrieb nun landesweit einstellen. Bemerkenswert dabei: Zwei Wochen lang hatte es den Film, der bis dato mit dem Rating R18+ ausgestattet war, bereits öffentlich zu sehen gegeben. Antragsteller für die erneute Prüfung war offenbar das Justizministerium.
SAINT | Filmkritik
Donnerstag, 01. Dezember 2011In Holland und Belgien braucht der Weihnachtsmann weder Schlitten noch Rentiere. Ein Schimmel reicht ihm völlig aus und statt magisch durch den Sternenhimmel zu fliegen, reitet er ganz bodenständig über die Dächer der Stadt. In dieser Hinsicht offenbart er sich als echter Heide, denn hier stand wohl Germanengott Odin Pate. Überhaupt ist es mit christlichen Werten nicht sonderlich gut bestellt bei der Benelux-Variante des Bischofs von Myra, denn Sinterklaas, so sein holländischer Name, ist ein echter Kinderschreck. Wer unartig war, muss nicht nur auf Geschenke verzichten, sondern wird von dem Mann im roten Talar auch gleich in einen Sack gesteckt und schnurstracks nach Spanien verschleppt. Keine angenehme Vorstellung, aber aus der Sicht überforderter Eltern ein willkommenes Angstszenario, um den eigenen Nachwuchs gefügig zu halten. Für Dick Maas Grund genug, aus dem Nikolaus einen waschechten Slasher-Heroen zu machen.
THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE: Making-of und Behind-the-Scenes als Graphic Novel
Mittwoch, 23. November 2011Man mag es kaum glauben, aber obwohl Tobe Hoopers Slasher-Klassiker von 1974 als Meilenstein des Genres gilt und längst Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art ist, gehörte er in Deutschland bis September 2011 noch zu jener unrühmlichen Reihe von Filmen, die wegen (vermeintlicher?) Gewaltverherrlichung unter Beschlagnahmung stehen. Die unzeitgemäße Absurdität dieses Tatbestandes ist aber nur das vorläufige Ende einer Jahrzehnte anhaltenden Abfolge von Verboten, Indizierungen, Umbenennungen und Kürzungen, die „The Texas Chainsaw Massacre“ hierzulande über sich ergehen lassen musste. Welchen Herausforderungen sich die Filmemacher selber im Sommer 1973 ausgesetzt sahen, thematisiert jetzt ein Comic unter dem Titel „South Texas Blues“.
ROSA: Ein-Mann-Animationsfilm von Jesús Orellana
Samstag, 12. November 2011Die Zeiten, in denen sich ohne horrende Budgets und eine umfangreiche Crew kein Film machen ließ, gehören ein für allemal der Vergangenheit an. Viel erstaunlicher jedoch als die unüberschaubare Flut digitaler Laienproduktionen mit hohem Dilettantismusfaktor ist mittlerweile die zunehmende Zahl an No-Budget-Arbeiten, die zumindest hinsichtlich ihres Looks den Vergleich mit ultrateuerem Eye Candy großer Studios nicht zu scheuen brauchen. Im Regelfall entstehen sie fast zu einhundert Prozent am Rechner und lassen manchmal sogar echte Virtuosität erkennen. Ein aktuelles und besonders überzeugendes Beispiel für diese Entwicklung ist der knapp 10-minütige Animationsfilm „Rosa“ des Spaniers Jesús Orellana.
UNDER THE DOME: Romanverfilmung nach Stephen King bekommt Drehbuch von Comic-Autor Brian K. Vaughan
Dienstag, 08. November 2011Pünktlich zur US-Veröffentlichung von „11/22/63“, dem neuesten Mammutwerk von Stephen King, ist nach über einjährigerem Stillstand endlich wieder ein Lebenszeichen der lang angekündigten Adaption von „Under the Dome (dt. Die Arena)“, dem vorherigen Epos des Meisters, an die Öffentlichkeit gelangt. Anfang 2010 hatte sich der TV-Arm von Steven Spielbergs Produktionsfirma DreamWorks den Roman einverleibt und war mit dem Ziel an die Arbeit gegangen, erst einen Drehbuchautor zu verpflichten, bevor das Projekt an einen Sender geht. Spätestens im August diesen Jahres waren diese Pläne aber obsolet geworden.




























