Archiv für die Kategorie ‘Autoren’

11.22.63 | Killing Oswald: Mini-Serie nach Stephen King

Montag, 28. November 2016

11.22.63

Der allgemeine Serienboom und der damit einhergehende Relevanzwandel weg vom Kino und hin zum heimischen TV (als Überbegriff für alle erdenklichen Endgeräte, mit denen sich streamen und klassisch fernsehen lässt) raubt dem Zuschauer vor allem eine Menge Zeit. Staffel für Staffel fordern die angesagtesten Blockbuster aus dem Hause Netflix, AMC, HBO, Amazon (Liste beliebig erweiterbar) uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Denn wer zwischendurch mal pausiert, ist raus. Ein Grund mehr, die Tugenden der Mini-Serie wiederzuentdecken, die sich problemlos in einer Nacht konsumieren lässt und dann aber auch auserzählt ist. Für die Adaption von Stephen Kings voluminösem Zeitreiseroman „11.22.63 [dt. Der Anschlag]“ schien sie dem umtriebigen J.J. Abrams genau das passende Format zu sein.

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Irvine Welsh: Ein ordentlicher Ritt (A Decent Ride) | Review: Sex und Taxameter

Donnerstag, 10. November 2016

Irvine Welsh: Ein ordentlicher Ritt (A decent ride)

Auch ein Vierteljahrhundert später hat die Edinburgh-Gang um Mark Renton, „Spud“ Murphy und „Sick Boy“ ihren Autor noch gut im Griff. In London ist gerade erst die umjubelte Premiere einer „Trainspotting“-Live-Version über die Bühne gegangen, in wenigen Wochen läuft Danny Boyles langersehntes Sequel in den Kinos an („T2“) und in seinem aktuellen Roman „The Blade Artist“ lässt Irvine Welsh den unberechenbaren „Franco“ Begbie erneut sein Unwesen treiben. Und auch im Vorgänger von 2015 sind Spuren und Figuren des Punk-und-Heroin-Klassikers enthalten. Für Allergiker also ungeeignet.

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Jack Ketchum / Lucky McKee: I’m not Sam | Zwischen Kopf und Unterleib

Sonntag, 24. April 2016

Offenbar fühlt sich der Autor, den Stephen King einmal recht werbewirksam zum „scariest guy in America“ erklärt hatte, bei der Zusammenarbeit mit Filmemacher Lucky McKee ziemlich wohl. „I’m not Sam“ ist nach „The Woman [dt. Beuterausch]” bereits der zweite gemeinsame Roman – obwohl man bei relativ schmalen 114 Seiten und der inhaltlichen Konzentration der Handlung vermutlich treffender von einer Novelle sprechen würde. Dem unangenehmen Entsetzen der ganzen Angelegenheit tut das freilich keinen Abbruch.

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Muerte con Carne: Mexploitation-Thriller von Shane McKenzie auf dem Weg zur Verfilmung | Gigi Saul Guerrero liefert mit „El Gigante“ einen festivaltauglichen Teaser

Mittwoch, 09. September 2015

El Gigante

Im mexikanischen Grenzland liegen Paradies und Hölle nah beieinander. Für den illegalen Einwanderer Armando jedenfalls ist der Traum von einem besseren Leben schon ausgeträumt, bevor er überhaupt begonnen hat. Und das nicht etwa, weil ihn die Borderpatrol aufgegriffen hätte – was in diesem Fall fraglos das kleinere Übel gewesen wäre. Stattdessen erwacht er in eng gezurrter Maskierung und wird wenige Augenblicke später von einem bulligen Riesenwrestler zu Brei geschlagen. Als dieser Armando zum Abschluss alle Knochen bricht, spendet seine bizarre Sippschaft frenetischen Applaus. Die Begeisterung ist verständlich, denn schließlich wird da gerade ihr Abendessen vorbereitet.

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11/22/63: Fünf Herausforderungen für die Stephen-King-Adaption von J.J. Abrams

Samstag, 05. September 2015

11/22/63 | James Franco, Stephen King, J.J. Abrams

Als Stephen King auf seinem Twitter-Account das erste Foto vom Set veröffentlichte, zeigten sich die drei Hauptbeteiligten – er selbst, Schauspieler James Franco und Produzent J.J. Abrams – bestens gelaunt. Dabei stand die Verfilmung seines Opus Magnum „11/22/63“ (hierzulande unter dem nüchtern-belanglosen Titel „Der Anschlag“ veröffentlicht) über einen Zeitreisenden, der die Ermordung John F. Kennedys verhindern will, zunächst unter keinem guten Stern. Jonathan Demme hatte sich die Rechte gesichert, stieg aber kurz darauf wegen kreativer Differenzen wieder aus. Leser des Buches konnten diese Entwicklung nur begrüßen.

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Blut will reden: Walter Kirn adaptiert sein eigenes Buch als TV-Mehrteiler

Sonntag, 23. November 2014

Blood will out

1998 lernt ein aufstrebender Autor mehr oder weniger per Zufall den einflussreichen Multimillionär Clark Rockefeller kennen. Die beiden höchst unterschiedlichen Charaktere haben mehr gemeinsam als man vermuten mag und bald schon entsteht eine enge Freundschaft, die ganze zehn Jahre andauern soll – bis die Umstände offenbaren, dass sich hinter dem kunstbesessenen Finanzinvestor ein deutschstämmiger Hochstapler, Psychopath, Kindesentführer und Mörder verbirgt. Ein bisschen zuviel des Guten? Vermutlich. Doch die Geschichte ist keine Fiktion.

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David Cronenberg: Verzehrt (Consumed) | Sartre, Skype und Shin Sang-ok

Samstag, 22. November 2014

David Cronenberg | Verzehrt

Warum dieses späte literarische Debüt so sehr wie eine Rückkehr zu einer längst abgeschlossen geglaubten Phase in David Cronenbergs Schaffen erscheint, hat vermutlich einen einfachen Grund: „Consumed [dt. Verzehrt]“ ist der erste gänzlich originäre Stoff des Meisters seit 15 Jahren. Überhaupt: Mit Ausnahme von „eXistenZ“ (1999) beruht sein gesamtes Oeuvre seit „Videodrome“ (1983) ausschließlich auf Fremdvorlagen, und so muss es wenig wundern, dass er sich mit der intimeren der beiden Kunstformen in einer Weise an sein Frühwerk annähert, die mit großer Wahrscheinlichkeit niemand mehr von ihm erwartet hätte.

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Jack Ketchums liebster Horrorfilm: Whirlpool – She died with her Boots on

Freitag, 12. September 2014

Whirlpool - She died with her Boots on

Wer auch nur eines von Jack Ketchums wenig versöhnlichen Büchern gelesen hat, weiß, dass der Autor so einschlägiger Titel wie „The Woman“, „The Girl next Door“ oder zuletzt „I’m not Sam“ eher eingeschränktes Vertrauen in die menschliche Natur hat. Bei ihm braucht es keine Dämonen, denn die grausamsten aller Monster wohnen bereits im Haus nebenan und halten in ihren Kellern nicht selten wehrlose Frauen gefangen oder missbrauchen ihre eigenen Kinder. Folgerichtig sind es die besonders illusionslosen Beiträge des Horrorkinos, die auf seiner Favoritenliste stehen. Dass der nahezu unbekannte dänische Film „Whirlpool“ dazuzählt, überrascht dann allerdings doch.

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Imaginer: Kunstbuch zeigt Clive Barker als Maler

Sonntag, 24. August 2014

Imaginer | Clive Barker

Wer ihn in erster Linie als Autor und gelegentlichen Filmemacher kennt, wird vermutlich überrascht sein, wie intensiv sich Clive Barker seit Jahrzehnten mit der Malerei beschäftigt – und das keinesfalls als beiläufiges Hobby. Der Ursprung all seiner Arbeit, so lässt sich gelegentlich lesen, sei von jeher stets visueller Natur gewesen. Nicht selten dienten seine Bilder gar dazu, seine Figuren erst zu entdecken. Und tatsächlich: Ein Blick auf die zahlreichen Kreaturen aus „Hellraiser“ und „Nightbreed“ zeigt mehr als deutlich, inwiefern die Physis von Barkers Schöpfungen ihre Natur und Bestimmung definiert. Jetzt veröffentlich der Meister erstmals ein umfangreiches Kunstbuch mit großformatigen Abbildungen seiner Bilder.

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Clive Barker produziert Langfilmdebüt von Jovanka Vuckovic mit Lena Headey in der Hauptrolle | Jacqueline Ess

Donnerstag, 08. Mai 2014

Jovanka Vuckovic

Während immer noch niemand so genau weiß, wie es um die Zukunft des „Hellraiser“-Franchise bestellt ist, setzt Clive Barker seine Bemühungen um weitere hochwertige Adaptionen eigener Vorlagen aus seinen „Books of Blood“ fort. Eine der sexuell aggressivsten Kopfgeburten des Autors, „Jacqueline Ess – her Will and Testament (dt. ihr Wille, ihr Vermächtnis)“, soll jetzt den Weg auf die große Leinwand finden. Mit einem überschaubaren Budget von 3 Millionen Dollar ist der Drehbeginn für Herbst angesetzt. Die Produktion wäre zugleich auch das Spielfilmdebüt der ehemaligen „Rue Morgue“-Herausgeberin Jovanka Vuckovic.

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Irvine Welsh schreibt Sequel zu SPRING BREAKERS

Mittwoch, 07. Mai 2014

Spring Breakers

Was da auch im Mai noch wie ein Aprilscherz klingt, gehört tatsächlich zum diesjährigen Sales-Paket, das Wild Bunch mit nach Cannes nimmt. Unter dem Titel „Spring Breakers: The Second Coming“ bringen die Franzosen eine Art Fortsetzung zu Harmony Korines 2012er Arthouse-Koks- und Bikini-Schau an die Croisette. Wer allerdings eine schnell abgedrehte Resteverwertung vermutet, muss sich offensichtlich eines Besseren belehren lassen, denn das Drehbuch stammt von keinem Geringerem als „Trainspotting“-Autor Irvine Welsh. Als Regisseur ist der Musikclip-Exzentriker Jonas Akerlund vorgesehen. Ob aus dem Projekt aber tatsächlich auch ein Film wird, hängt derzeit noch von der Finanzierung ab.

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HELLRAISER: Clive Barker und Mike Le Han haben eigene Reboot-Pläne

Freitag, 25. Oktober 2013

Hellraiser Origins

Die Wiederbelebung des „Hellraiser“-Franchise mit seinen ikonischen Kreaturen ist längst zur Posse verkommen. Jahre des Scheiterns in der Vorproduktionsphase, Dutzende von Autoren und das sträfliche Übergehen von Mastermind Clive Barker bestimmten einen geradezu laienhafte Umgang mit der langlebigen Horrorserie. 2011 schien Dimension Films dem Projekt endgültig den Todesstoß versetzt zu haben. Um die Verfilmungsrechte nicht zu verlieren, ließ man im Hause Weinstein nach ganzen sechs Jahren Pause eilig einen unsäglichen neunten Teil produzieren („Hellraiser: Revelations“) und verzichtete dabei sogar auf die einzige Konstante der Reihe: Hauptdarsteller Doug Bradley. Jetzt scheint sich das Blatt überraschend zu wenden.

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Michael Sheen liest neuen Roman von Neil Gaiman für die BBC

Samstag, 06. Juli 2013

Michael Sheen liest Neil Gaiman

Wann „The Ocean at the End of the Lane“ in deutscher Fassung vorliegen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Acht Jahre hatte die Fangemeinde des britischen Fantasy-Autors Neil Gaiman („Coraline“) auf einen neuen Roman warten müssen, der nicht in erster Linie für ein jüngeres Publikum gedacht ist. Schauspieler Michael Sheen („Frost/Nixon“, „Tron Legacy“) hat im Auftrag der BBC eine leicht gekürzte Audiofassung aufgezeichnet, die jetzt in fünf jeweils 15-minütigen Episoden gesendet wird. Der Walise outet sich dabei als echter Gaimanist.

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Stephen King: UNDER THE DOME (Die Arena) | Erste Eindrücke der TV-Adaption

Samstag, 11. Mai 2013

Under the Dome

Wenn CBS am 24. Juni die erste Folge der langerwarteten Verfilmung von Stephen Kings Opus Magnum „Under the Dome (dt. Die Arena)“ ausstrahlt, werden eine Menge Fans der Vorlage ziemlich genau hinsehen: Im Vorhinein war bereits angekündigt worden, dass die von Steven Spielbergs Amblin Entertainment und „Lost“-Produzent Brian K. Vaughn initiierte TV-Version in mancherlei Hinsicht vom Roman abweichen wird. King selber fungiert zwar als Executive Producer und hat vorab alle Änderungen abgesegnet, doch das muss angesichts früherer Einbindungen des Autors in Verfilmungen eigener Projekte nicht unbedingt beruhigen.

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PSYCHO: Jack Ketchum über Robert Bloch und den frühen Tod von Marion Crane in Hitchcocks Klassiker

Sonntag, 06. Januar 2013

Jack Ketchum über PSYCHO

Gleich zwei Biopics widmen sich derzeit jenem legendären Filmemacher, der als erster sein unverwechselbares Konterfei erfolgreich zu Werbezwecken einsetzte. Dass hier auch das bemühteste Makeup nur unzureichende Illusion verbreiten kann, liegt auf der Hand. Doch es ist bei „Hitchcock“ nicht die Maske (unter der sich Anthony Hopkins mehr schlecht als recht in den titelgebenden Master of Suspense verwandelt), sondern die Rolle von „Psycho“-Drehbuchautor Joseph Stefano, die derzeit für Kontroversen sorgt. Bereits im Oktober 2012 zogen Witwe und Sohn vor Gericht, um gegen eine behauptete Falschdarstellung zu klagen.

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Enter the Dibbuk: Stiles White and Juliet Snowden find evil in a box | Interview with the writers of THE POSSESSION

Donnerstag, 06. Dezember 2012

The Coens, the Wachowskis, Wilder and Diamond, Orci and Kurtzman and most recently the Soska twins – you may add your own favorite duo of screenwriters to the list but in most of the cases you will find that it is the chemistry between the two persons involved that makes their work so special. Stiles White and Juliet Snowden are no exception to that rule. With „The Possession“, the real-life couple just saw their fourth collaboration come to cinematic life. With us they talked about demons in a box, exorcism movies, family dynamics and that it’s always about „the next thing“.

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Under the Dome: TV-Serie nach Stephen King für Sommer 2013 angekündigt

Freitag, 30. November 2012

Ein ganzes Jahr ist es her, dass die letzten News zur geplanten TV-Adaption von Stephen Kings Opus Magnum die Runde machten. Damals befand sich das Projekt noch bei Showtime und Brian K. Vaughan („Lost“) war gerade frisch als Autor bestätigt worden. Danach wurde es rasch wieder still um die Dreamworks-Produktion, und so mancher mag befürchtet haben, die Bewegtbildfassung von „Under the Dome (dt. Die Arena)“ sei wie so manch andere groß angekündigte King-Verfilmung (allen voran „The Stand“ und „The Dark Tower“) klammheimlich von der Agenda verschwunden.

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I’m not Sam: Jack Ketchum und Lucky McKee veröffentlichen neues gemeinsames Projekt und verlosen Originalmanuskript

Freitag, 24. August 2012

Nach dem Preisregen, der den ausgedehnten Festivaltrip von „The Woman“ begleitet hatte, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Autor Jack Ketchum und Filmemacher Lucky McKee das nächste gemeinsame Projekt ansteuern würden. Dabei hatten die beiden nicht nur den Film zusammen konzipiert, sondern auch den begleitenden Roman (dt. „Beuterausch“) in gegenseitiger Abstimmung verfasst – eine echte Seltenheit mit einem überraschend homogenen Resultat. Wer allerdings hinter vorgehaltener Hand eher davon ausgegangen war, dass Ketchum mehr oder weniger alleine für die nur in Teilen abweichende Prosaversion des Films verantwortlich war, muss seine Meinung nun vermutlich revidieren. Unter dem Titel „I’m not Sam“ haben sich die beiden jetzt erneut für ein Buch zusammengetan.

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Clive Barker übernimmt Regie von ZOMBIES VS GLADIATORS für Amazon Studios

Dienstag, 05. Juni 2012

Clive Barker

Während eine private Faninitiative unter dem Titel „Occupy Midian“ gerade daran arbeitet, eine offizielle Veröffentlichung der Originalfassung von Clive Barkers zweitem Kinofilm „Nightbreed“ in Gang zu bringen, überrascht der Meister selber heute mit einer Nachricht, die so vermutlich niemand erwartet hätte. Ganze 17 Jahre nach „Lord of Illusions“ und dem gescheiterten Versuch, die Begleitgeschichten seiner Spielzeugserie „Tortured Souls“ auf die Leinwand zu bringen, wird Barker wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Auftraggeber sind die 2010 neu gegründeten Amazon Studios.

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Duncan Jones dreht Biopic über 007-Erfinder Ian Fleming | Deutsche Produktionsfirma beteiligt

Samstag, 19. Mai 2012

James Bond

Während seine Pläne für den in Berlin angesiedelten Science-Fiction-Film „Mute“ schon eine Weile auf Eis liegen, hat Duncan Jones nach „Source Code“ und seinem gefeierten Erstlingswerk „Moon“ klammheimlich bereits ein neues Projekt in Gang gesetzt. Aus Cannes kam jetzt die offizielle Pressemitteilung, dass der Filmemacher gemeinsam mit der deutsch-britischen Produktionsgesellschaft K5 ein Biopic über James-Bond-Erfinder Ian Fleming vorbereitet. Aktuell werde bereits gecastet.

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