Burying the Ex: Premiere von Joe Dantes Zombie-Komödie auf dem Filmfestival von Venedig

03. September 2014

Burying the Ex

Ganze fünf Jahre ist es her, dass Altmeister Joe Dante mit „The Hole“ einen eigenen Spielfilm realisieren konnte (auf dessen US-Auswertung er dann aber bis 2012 warten musste). Seitdem hat er vor allem bei den TV-Serien „Hawaii Five-O“ und „Witches of East End“ ausgeholfen, seine Online-Filmschule „Trailers from Hell“ ausgebaut und sich um die Finanzierung lange schon brachliegender Projekte gekümmert. Erst im vergangenen Jahr war kurzfristig bekannt geworden, dass der „Gremlins“-Macher die Regie der Independent-Produktion „Burying the Ex“ mit Ashley Greene übernommen hatte. Jetzt erlebt die Zombiekomödie ihre Weltpremiere auf dem diesjährigen Filmfestival von Venedig.

Am 4. und 5. September gibt es den von Cassian Elwes („Dallas Buyers Club“) produzierten Film erstmals zu sehen. Am Wettbewerb nimmt er freilich nicht teil. Für Dante, der sich in erster Linie als Cineast denn als Filmemacher versteht, ist die Geschichte um eine manipulative Ex-Freundin, die aus dem Grab zurückkehrt, um ihren einstigen Partner weiterhin zu terrorisieren, eine willkommene Gelegenheit, dem inzwischen mehr als überdehnten Subgenre eine neue Note abzugewinnen und dabei zugleich in der Filmhistorie herumzustöbern. Nicht umsonst jedenfalls ist die männliche Hauptfigur ein echter Horrorfilm-Geek.

Burying the Ex | Joe Dante am Set

„Ich war immer der Auffassung, dass die besten Zombie-Filme die Untoten als Metapher für größere, universellere Themen verwenden“, schreibt Dante im Programmtext. „Seien es Rassenfragen wie in Night of the Living Dead, Seuchenangst in 28 Days later oder Massenkonsum … in Dawn of the Dead.“

Er selbst hatte 2005 mit der Episode „Homecoming“ aus der von Mick Garris entwickelten TV-Anthologiereihe „Masters of Horror“ einen Ansatz gewählt, der sich hier ideal einreihen würde. Damals waren US-Soldaten von den Toten auferstanden, um an der Wahl des Präsidenten teilzunehmen und so den Boden für eine durchaus bissige Satire zu bereiten. „Eine psychotische Ex allerdings, die einfach nicht verschwinden will“, stellt der Filmemacher fest, „hat bislang noch niemand … in Gestalt eines Zombies auftauchen lassen.“

Ein erster Ausschnitt, der eine Idee von Dantes typischem Humor vermittelt, ist seit heute online. „Burying the Ex“ werde der Tagline gemäß ein und für allemal zeigen, „dass manche Beziehungen einfach unsterblich sind.“

Burying the Ex

Burying the Ex

[Abbildungen: Voltage Pictures]

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