Briten verbieten GROTESQUE

25. August 2009

BBFC verbietet GROTESQUE

Das BBFC drückt ansonsten schon mal ein Auge mehr zu als andere, doch im Fall des japanischen Horrorfilms „Gurotesuku (Grotesque)“ war selbst für die Briten das Maß voll. Angesichts eines Miminums an Handlung und Charakterentwicklung vor dem Hintergrund expliziter Gewaltdarstellung entschied man beim British Board of Film Classification (dem dortigen Pendant zur hiesigen Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft), Vertrieb und Aufführung des Films auf der Insel gänzlich zu verbieten.

In einem offiziellen Statement betont Board-Vorstand David Cooke, dass man es sich mit der Entscheidung nicht leicht gemacht und die Möglichkeit abgewogen hätte, eine Freigabe durch Schnittauflagen in Betracht zu ziehen. Das Grundprinzip des Films jedoch habe dagegen gesprochen. Im direkten Vergleich zu anderen Produktionen wie „Saw“ und „Hostel“, mit denen der Terminus „Torture Porn“ in Mode kam, sei „Grotesque“ nahezu vollständig auf die selbstzweckhafte Darstellung von Erniedrigung, Folter und Sadismus reduziert.

Seit „Murder-Set-Pieces“ in 2008 hatte das BBFC keinem Film mehr eine Altersfreigabe verweigert, und ist dahingehend auch in den Jahren zuvor immer zurückhaltend gewesen. Seine internationale Premiere hatte  „Grotesque“ übrigens auf dem Japanischen Filmfest Hamburg 2009.

[Abbildung: Plakatauszug „Grotesque“ | Quelle: www.jffh.de]



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