Alien Rising: Lance Henriksen zurück im All

20. Dezember 2014

Alien Rising

Und schon drauf reingefallen. Natürlich verbirgt sich hinter dem verräterischen Titel kein neuer Beitrag zum „Alien“-Franchise, und Lance Henriksen kehrt auch nicht in seiner alten Rolle als Charles Bishop Weyland oder einer der zahlreichen Androiden-Varianten zurück. Dreimal hatte er die Figur auf der Leinwand und ebenfalls dreimal in zugehörigen Videospiel-Ablegern verkörpert, und das ist wohl auch der Hauptgrund, warum er als Zugpferd dieses überschaubar budgetierten Trittbrettfahrers fungiert, der ausschließlich für den Home-Entertainmentmarkt gedacht ist.

Einen Trailer, an dem sich bis heute nichts geändert hat, war von Produzent Tim Anderson bereits im Juli online gestellt worden. Als Stream ist „Alien Rising“ (in der imdb derzeit unter „Gemini Rising“ gelistet) bereits seit dem 2. Dezember erhältlich. Ein physisches Medium wird es hingegen erst ab Ende Januar geben. Damit bietet der Film ein bezeichnendes Beispiel für einen medialen Vertriebswechsel im Exploitation-Umfeld.

Wo bis vor einer Weile noch Direct-to-DVD (und davor Direct-to-Video) regierte, verlagert sich der Markt zunehmend auf VOD. On-Demand-Anbieter übernehmen mehr oder weniger die Rolle der Videotheken. Portale wie Vimeo bieten ihre Dienste bereits seit einer Weile recht kostengünstig auch für den Privatnutzer an und ermöglichten so mancher No-Budget-Produktion, überhaupt eine Form von Öffentlichkeit jenseits der einschlägigen Festivals zu finden.

Neben Henriksen gibt es übrigens „Charmed“-Alumnus Brian Krause zu sehen, der (im Trailer lediglich irre grinsend) nach Ende der beliebten Fantasy-Serie eine zweite Heimat im Trash- und B-Filmsektor gefunden hat (etwa „Camel Spiders“ oder zuletzt „Poseidon Rex“).

Alien Rising

Alien Rising

[Abbildungen: Breaking Glass Pictures | Safecracker Pictures]

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David Cronenberg | Verzehrt

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