Archiv für Oktober 2015

Dieter Laser: Tabus, Tausendfüßler und der Tod von Dr. Heiter | Interview

Sonntag, 25. Oktober 2015

Wenn er die passende Rolle hat, verleiht er menschlichen Abgründen ein ziemlich angsteinflößendes Gesicht. Privat hingegen ist Dieter Laser der netteste Zeitgenosse, den man sich vorstellen kann. Mit ungezählten Einsätzen auf der Bühne und vor der Kamera im Gepäck weiß er zudem genau, wie man ein simples Interview in eine Show eigener Güteklasse verwandelt. Mit uns sprach er über zukünftige und vergangene Projekte, die Zweischneidigkeit von Tabubrüchen, das Abschütteln lästiger Figuren und was unter anderen Umständen aus Dr. Heiter und Bill Boss, den Hauptfiguren der „Human Centipede“-Filme, hätte werden können.

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Dieter Laser on Centipedes, Sky Sharks and Jesus’ Blood | Interview with the man behind Bill Boss and Dr. Heiter

Samstag, 24. Oktober 2015

Dieter Laser | Interview

When portraying a villain, Dieter Laser may be able to scare you to death but in real life he is the nicest person you can imagine. Having played more characters on stage and in front of the camera than you can count, he knows how to turn a simple interview into a show of its own kind – or did you ever hear of a „pussy schnitzel“ before? In our little conversation he talked about new and recent projects, the pros and cons of taboo breaking, how to get rid of annoying characters and what might have been the future of Dr Heiter and Bill Boss from „The Human Centipede“ films.

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Frontera | Filmkritik: Grenzwestern ohne Fokus

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Frontera

Während die Flüchtlingsdebatte Deutschland seit kurzem in Atem hält, gibt es in den USA schon lange hitzige Diskussionen zum Thema Einwanderung. Zäune und bewaffnete Patrouillen an der Grenze zu Mexiko sind nach wie vor bittere Realität und stehen für Amerikas Versuch, den eigenen Wohlstand gegen vermeintlich schädliche Einflüsse abzusichern. Allen Abschreckungsvorkehrungen zum Trotz sind die Vereinigten Staaten aber noch immer ein Sehnsuchtsland, das viele Mexikaner auf teilweise gefährlichen Wegen ansteuern. Regisseur und Drehbuchautor Michael Berry befasst sich in seinem programmatisch betitelten Spielfilmdebüt „Frontera“ (spanisch für „Grenze“) mit der Immigrationssituation und ist bestrebt, sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Eine lobenswerte Absicht, die leider in ein unbefriedigendes Drama mündet.

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Dieter Laser übernimmt Rolle in Fantasyfilm nach Bestsellervorlage | Jesus’ Blood and Red Currants (Rehepapp)

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Nach 10 Jahren mühsamer Vorproduktion beginnen diesen Herbst die Dreharbeiten für die Bestsellerverfilmung „Rehepapp“ von Regisseur und Fassbinder-Verehrer Rainer Sarnet. Basierend auf der gleichnamigen Vorlage des Fantasy- und Kinderbuchautors Andrus Kivirähk lag die estnisch / holländisch / polnische Co-Produktion lange Zeit auf Eis. Mittlerweile ist nicht nur die Finanzierung gesichert, sondern mit Dieter Laser als „The Baron“, einem deutschen Gutsherrn, auch ein namhaftes Zugpferd gefunden.

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Jesus’ Blood and Red Currants: Dieter Laser joins Estonian fantasy film

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Jesus Blood and Red Currants | Rehepapp

It took Rainer Sarnet more than a decade to put his dream project into motion. Before the end of the year though, „Rehepapp“ will finally begin shooting. What a relief it must be for the 42 year old filmmaker and Fassbinder-admirer, who is best known for his Dostoyevsky adaption of „The Idiot“ (2011). Based on the bestselling novel of the same name by fantasy and children book author Andrus Kivirähk, this Estonian / Dutch / Polish co-production was first heard of in 2005, but only to vanish in oblivion – or pre-production hell, if you will. Now the film is back on track with Dieter Laser starring as „The Baron“, a German manor lord.

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The Voices | Filmkritik: Rosa Brillen, bittere Pillen

Dienstag, 06. Oktober 2015

The Voices

Jerry sieht die Welt durch die rosa Brille – und das ist in vielerlei Hinsicht wörtlich gemeint. Seine Arbeitsuniform: rosa. Die CI-Farben seines Arbeitgebers: rosa (und nein, er ist nicht bei der Telekom beschäftigt). Auch im übertragenen Sinne sieht alles gar nicht so schlecht aus für den einfachen Lagerhelfer. Sein Chef mag ihn und die süße Fiona aus der Abrechnungsabteilung sagt doch glatt für ein Date zu. Dass er sich zuhause mit Hund und Kater unterhält, nun ja, er lebt eben allein. Weil die beiden ihm allerdings auch redselig antworten, wird man den Verdacht nicht los, dass hier irgendwas nicht stimmt – und das ist noch milde ausgedrückt. Denn Jerry hat lange Jahre in der Psychiatrie verbracht und verzichtet entgegen ärztlicher Anordnung schon seit einer Weile auf seine Medikamente. Kann das gutgehen? Sicher nicht.

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Cologne Conference 2015: Keine deutschen Preisträger | Mathieu Amalric sendet Videobotschaft in Abwesenheit

Freitag, 02. Oktober 2015

Cologne Conference 2015 | David Schalko, Nora von Waldstätten, Paolo Sorrentino, Joshua Oppenheimer

Ein paar bedrückende Minuten lang schien die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Cologne Conference in Gefahr, ihren Ton kultiviert-zurückhaltender Heiterkeit relativieren zu müssen: Mathieu Amalric hatte seine Teilnahme am Festival und der Preisverleihung aus privaten Gründen kurzfristig absagen müssen und stattdessen eine monochrome Videobotschaft geschickt. Sichtlich niedergeschlagen und mit tiefen Ringen unter den Augen bedankte er sich für die Auszeichnung mit dem Hollywood Reporter Award und bedauerte seine Abwesenheit. Der Rest ging angesichts schlechter Tonqualität und akzentlastigem Englisch des Franzosen konsequent unter – für den weiteren Verlauf des Abends vermutlich eine glückliche Fügung.

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