Archiv für April 2015

Electric Boogaloo | Mark Hartleys Cannon-Doku ist vor allem ein Kuriositätenkabinett

Mittwoch, 29. April 2015

Electric Boogaloo - Die unglaublich wilde Geschichte der verrücktesten Filmfirma der Welt

Als MGM 1983 aus Mangel an ausreichend verwertbarem Content (ein Problem, das den meisten hiesigen Privatsendern heute bekannt vorkommen dürfte) einen Distributionsvertrag mit den Trashkönigen von Cannon einging, ließ das für Richard Kraft – heute einer der bedeutendsten Filmmusik-Agenten Hollywoods – nur einen Schluss zu: „Dies ist das Ende der uns bekannten Zivilisation.“ Er muss es wissen, denn wie so manche seiner Kollegen, die heute fest im Branchensattel sitzen, hat auch er sich seine Sporen bei den berüchtigten Cousins aus Tiberias verdient. Geschadet hat es ihm nicht.

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Rick Baker versteigert sein Lebenswerk | Hunderte Originalstücke des Makeup-Meisters kommen unter den Hammer

Dienstag, 21. April 2015

Nein, einer von Hollywoods größten Monstermachern ist weder knapp bei Kasse, noch will er sich zur Ruhe setzen. Nichtsdestotrotz ist in Hollywood der Bedarf an handgefertigten Masken, mechanischen Prothesen und aufwendigen Animatronics angesichts des allgemeinen CGI-Wahns deutlich gesunken – was die allgemeine Auftragslage nicht gerade verbessert. Vergangenes Jahr entschloss sich der 7-fache Oscar-Gewinner wohl auch aus diesem Grund, seine Cinovation-Studios zu verkleinern und das zugehörige Gebäude zu verkaufen. Zeit also, das Lager zu räumen.

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Sweethearts: Highschool, Cheerleader und Satanismus | Ama Lea findet ihre filmischen Vorbilder in den 90ern

Montag, 20. April 2015

Sweethearts | Ama Lea

Geschlossene Mädchengangs haben ihren festen Platz im Highschool-Kino. Als kleinste Form einer Parallelgesellschaft bieten sie einen exemplarischen Konfliktherd, der nach eigenen Regeln funktioniert und Außenstehende da lässt, wo sie hingehören – draußen eben. Seit ganzen sechs Staffeln etwa beweist aktuell „Pretty Little Liars“, wie erfolgreich sich um diesen Kern herum immer weiter erzählen lässt – speziell wenn Elemente aus Mystery und Horror mit einfließen. In den 90er etablierten einschlägige Beiträge wie „Heathers“, „Der Hexenclub“ oder „Jawbreaker“ vorübergehend gar eine Art Subgenre.

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Exklusiv: Twisted Twins zur Streichung ihrer Episode aus der deutschen Fassung von The ABCs Of Death 2

Sonntag, 19. April 2015

Jen and Sylvia Soska

Wie kaum anders zu erwarten, wurde jetzt bekannt, dass auch der zweite Teil der Horror-Anthologie „The ABCs of Death“ in der deutschen Version auf einige Episoden verzichten wird. Eine Freigabe der vollständigen Fassung war seitens der FSK nicht erfolgt und so entschied sich der deutsche Verleih Capelight aus (verständlichen) kommerziellen Gründen und vermutlich schweren Herzens dazu, die entscheidenden drei beanstandeten Episoden außen vor zu lassen – darunter „T is for Torture Porn“ der Twisted Twins Jen und Sylvia Soska („American Mary“). Auf Nachfrage ließen uns die Schwestern ein exklusives Statement zukommen:

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Exclusive: Twisted Twins comment on their episode being banned from the German version of The ABCs Of Death 2

Sonntag, 19. April 2015

Jen and Sylvia Soska

With their recent evaluation, the German „Voluntary Self Regulation of the Movie Industry“ (FSK) has lead to the decision of banning various episodes from „The ABCs of Death 2“. Having done the same for the first part of the anthology before, distributor Capelight felt forced to release an incomplete version due to (understandable) commercial reasons. Among the missing episodes will be the Twisted Twins’ „T is for Torture Porn“. On request, Jen and Sylvia Soska were so kind to send us an exclusive statement:

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Dark House | Filmkritik

Samstag, 18. April 2015

Dark House

Als seine Mutter dem Flammenmeer zum Opfer fällt, das die Psychiatrie, in der sie seit Jahren einsitzt, bis auf die Grundmauern niederbrennt, begeht Nick gerade seinen 23. Geburtstag – eine magische Zahl, wie ihn die hübsche Eve wissen lässt, die er eben erst kennengelernt hat und die doch wenige Monate später schon sein Baby im Bauch trägt. Bei der Testamentseröffnung erfährt er von einem bis dato unbekannten Landhaus, das er seltsamerweise seit frühester Kindheit wie besessen immer wieder gezeichnet hat. In der Hoffnung, Näheres über seinen Vater zu erfahren, von dem ihm nie erzählt wurde, macht er sich auf die Suche nach Spuren des Gebäudes, das Jahre zuvor von der Flut weggespült wurde – und dann seltsamerweise an anderer Stelle wieder auftaucht.

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Am Sonntag bist du tot (Calvary) | Filmkritik

Mittwoch, 15. April 2015

Mut kann man dem Filmemacher John Michael McDonagh („The Guard“) mit Blick auf seine zweite abendfüllende Regiearbeit keineswegs absprechen. Immerhin verbindet das 2014 beim Sundance Film Festival uraufgeführte Drama „Am Sonntag bist du tot“ atemberaubend raue Landschaftsaufnahmen mit garstigen Pointen und bedrückenden Reflexionen zum sündhaften Wesen des Menschen. Anders als der etwas beliebige deutsche Verleihtitel, unterstreicht das englische Pendant, worum es McDonagh in erster Linie geht.

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Extraterrestrial | Interview mit den Vicious Brothers Colin Minihan und Stuart Ortiz

Sonntag, 12. April 2015

2011 zog ein bis dato völlig unbekanntes Duo aus Kanada mithilfe eines kleinen FoundFootage-Schockers quasi über Nacht die Aufmerksamkeit der Horrorgemeinde auf sich. Das einflussreiche Forbes-Magazine erklärte „Grave Encounters“ gar zu einem der zehn besten Genre-Filme dieses Jahrgangs. Kurz darauf folgte ein unvermeidliche Sequel, für das die beiden allerdings nur das Drehbuch lieferten. Mit „Extraterrestrial“, einer gemeinen Hommage an klassische Alien-Filme, gewürzt mit einer sparsamen Dosis Torture Porn, liegt nun der zweite Film der selbsternannten (nicht blutsverwandten) „Vicious Brothers“ vor. Wir sprachen mit Colin Minihan und Stuart Ortiz über Archetypen, UFO-Standards, Teamarbeit und Jennifer Aniston.

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Extraterrestrial Conversation: The Vicious Brothers | Interview with Colin Minihan and Stuart Ortiz (english version)

Sonntag, 12. April 2015

In 2011 a never-heard-of-before filmmaker duo from Canada managed to draw the attention of the horror film crowd with a little found footage shocker called “Grave Encounters” which the influential Forbes magazine ranked among that year’s top ten films of its genre. Apart from writing the sequel it took “The Vicious Brothers” (who are not related at all) three years to finish their next original film but the fun result was worth the wait. “Extraterrestrial” is a mean little homage to classic alien movies with a little bit of torture porn thrown in. We spoke with Colin Minihan and Stuart Ortiz about archetypes, UFO tropes, working as a team and Jennifer Aniston.

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The Human Centipede 3: US-Release für Ende Mai angekündigt

Mittwoch, 08. April 2015

The Human Centipede 3

Eine ganze Weile sah es so aus, als würde Tom Six auf dem Abschlussfilm seiner Trilogie über chirurgische Horrorfantasien sitzen bleiben. Mitte 2013 war die letzte Klappe bereits gefallen, doch ein Veröffentlichungsdatum stand zum damaligen Zeitpunkt noch in den Sternen. Vor fast genau einem Jahr erschien ein erstes offizielles Foto, im November dann ein kurzer Audioclip mit Standbild. Weitere Lebenszeichen blieben aus. Gestern nun gab Hollands Enfant terrible via EW überraschend den 22. Mai als Stichtag für den US-Markt bekannt. „The Human Centipede 3“ wird offenbar parallel auf VOD und (vermutlich sehr eingeschränkt) auch im Kino veröffentlicht.

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Extraterrestrial – Sie kommen nicht in Frieden | Filmkritik

Montag, 06. April 2015

Extraterrestrial – Sie kommen nicht in Frieden

Vielleicht war es die Schuld von Indiana Jones und seinem unseligen Abstecher ins Königreich des Kristallschädels, dass dem Kinopublikum eine ganze Weile lang der Spaß an außerirdischen Besuchern vergangen war. Vielleicht waren die Aliens aber auch schlichtweg von der zunehmenden (kassenträchtigen) Übermacht der Marvel- und DC-Helden ins Hintertreffen geraten. Seit Kurzem macht sich die Invasion aus dem All jedenfalls wieder hier und da bemerkbar, und spätestens mit dem langerwarteten Sequel zu „Independence Day“ dürfte sie im kommenden Jahr einigen Anschub bekommen. Bis dahin lässt sich die Wartezeit mit kleineren Produktionen wie „Dark Skies“, „Outpost 37“ oder eben „Extraterrestrial“ überbrücken.

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Maria und Jesus: Frohe Ostern mit Christian Bale

Samstag, 04. April 2015

Maria und Jesus | Christian Bale

Rückblickend markiert die Jahrtausendwende für Christian Bale nicht nur einen globalen, sondern – karrieretechnisch betrachtet – auch einen ganz persönlichen Wechsel in ein neues Zeitalter. Zu verdanken hat er das indirekt Leonardo DiCaprio, der es nach langem Hin und Her ablehnte, die Hauptrolle in der arg verspäteten Adaption von „American Psycho“ zu übernehmen und so den Weg für den ehemaligen Kinderstar aus Wales freimachte. Das Erstaunlichste dabei: Bales Darstellung verschaffte ihm zwar eine bis dato ungekannte Aufmerksamkeit, blieb für ihn inhaltlich aber mehr oder weniger die einzige ihrer Art. Als viel bezeichnender für zukünftige Rollen erwies sich indessen eine Figur, die er im Jahr zuvor noch weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit porträtiert hatte: Jesus von Nazareth.

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