Archiv für Dezember 2014

The Walking Dead (Staffel 4) | Review

Mittwoch, 31. Dezember 2014

The Walking Dead | Staffel 4

Soweit hat die erfolgreichste aller Zombie-Serien (bis zum baldigen Spin-Off aus dem eigenen Haus übrigens auch die einzige) noch alle von ihren Machern forcierten Schicksalsschläge unbeschadet überstanden. Sophia, Shane, Dale, Merle, ja selbst Lori Grimes konnten auf Nimmerwiedersehen verschwinden, ohne dass sie längerfristig irreparablen Schaden hinterlassen hätten. Aber der Governor? Ausgerechnet das (vorübergehende) Verschwinden des einäugigen Schlächters, gegen den selbst die angriffslustigsten Untoten gerade einmal so bedrohlich wirken wie ein Mückenstich, macht es den Beteiligten alles andere als leicht, einen einigermaßen packenden Einstieg in die 4. Staffel zu finden.

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Jesus – Der Film | Restauriert und digitalisiert

Dienstag, 30. Dezember 2014

Jesus - Der Film

Kaum sind die Feiertage erledigt, haben wir bereits den ultimativen Filmtipp für Weihnachten 2015 – oder wahlweise auch für Ostern. Die nicht gerade alltägliche Alternative zu „Der kleine Lord“: „Jesus – Der Film“, ein echtes Stück deutsches Experimentalkino von 1986, das jetzt dank der Unterstützung von SDK, FFA (Sektion „Filmisches Erbe“) und der DEFA-Stiftung in einer restaurierten und digitalisierten Fassung vorliegt. Am 17. Dezember wurde sie im Berliner Filmhaus in Anwesenheit von Initiator Michael Brynntrup, Mitstreiter Jörg Buttgereit und anderen Beteiligten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

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House of Cards (Staffel 2) | Review

Samstag, 27. Dezember 2014

House of Cards | Staffel 2

Eine Weile lang sieht es so aus, als hätte der frisch ernannte Vizepräsident seinen engsten Vertrauten vergessen: uns. Das ist bedauerlich und erleichternd zugleich. Zum ersten Mal können wir seinem Tun unbeteiligt beiwohnen, ohne den negativen Beigeschmack passiver Mitschuld in Kauf nehmen zu müssen. Und es ist durchaus einiges, was er mit Übernahme seines neuen Amtes auf den Tisch bringt, um sich den Rücken freizuhalten. Doch kann man sich wirklich jemals sicher fühlen, wenn man mit Frank Underwood zu tun hat? Natürlich nicht.

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Schwarzweiße Weihnachten: White Christmas vs. Black Christmas

Mittwoch, 24. Dezember 2014

White Christmas vs Black Christmas

Wer sich noch nicht so ganz im Klaren darüber ist, ob er an den Feiertagen zum traditionellen Weihnachtsfilm tendiert oder doch lieber im mittlerweile ziemlich reichhaltigen Repertoire der weniger besinnlichen Horrorfraktion stöbern will, dem sei der direkte Vergleich zweier archetypischer Beispiele aus dem jeweiligen Lager empfohlen. In unserer Auswahl steht ein federleichtes Hollywood-Musical auf der einen und die Initialzündung des Slashergenres auf der anderen Seite. Wie auch immer die Entscheidung am Ende ausfallen mag, wir wünschen allen unseren Lesern frohe Weihnachten.

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Alien Rising: Lance Henriksen zurück im All

Samstag, 20. Dezember 2014

Alien Rising

Und schon drauf reingefallen. Natürlich verbirgt sich hinter dem verräterischen Titel kein neuer Beitrag zum „Alien“-Franchise, und Lance Henriksen kehrt auch nicht in seiner alten Rolle als Charles Bishop Weyland oder einer der zahlreichen Androiden-Varianten zurück. Dreimal hatte er die Figur auf der Leinwand und ebenfalls dreimal in zugehörigen Videospiel-Ablegern verkörpert, und das ist wohl auch der Hauptgrund, warum er als Zugpferd dieses überschaubar budgetierten Trittbrettfahrers fungiert, der ausschließlich für den Home-Entertainmentmarkt gedacht ist.

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Silent Night, Deadly Night (1984) | 30 Jahre später

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Silent Night, Deadly Night

Während diese Zeilen verfasst werden, hat Sony aus Angst vor terroristischen Anschlägen gerade die US-Veröffentlichung einer Komödie über Nordkoreas Staatsoberhaupt gestoppt. Um wie vieles harmloser müssen da die Gründe erscheinen, die vor fast genau drei Jahrzehnten die damalige Konzerntochter Tri-Star dazu bewegten, einen an den Kinokassen immens erfolgreichen Slasher nach wenigen Tagen aus den Theatern entfernen zu lassen? Ein paar Proteste und empörte Kritiken waren damals der Anlass. Nichts Weltbewegendes also. Bei genauerer Betrachtung haben die beiden Fälle jedoch mehr gemeinsam als man zunächst glauben mag.

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[REC]4: Apokalypse | Filmkritik

Mittwoch, 17. Dezember 2014

REC 4 - Apokalypse

Wer den zweiten Teil der REC-Serie nicht mehr so genau in Erinnerung hat, könnte angesichts dieses neuesten (letzten?) Beitrags das Gefühl bekommen, irgendwas verpasst zu haben. Irgendwas war da noch. Nur was? Inhaltlich schließt die Geschichte jedenfalls ohne Bruch an den Vor(vor)gänger an, also scheint alles zu stimmen. Ángela Vidal, die junge Reporterin der ersten beiden Filme, wird aus dem von Zombies befallenen Mietshaus befreit und findet sich kurz darauf mit akuter Amnesie auf einem Quarantäneschiff wieder, wo sie einem Trupp von Medizinern offenbar als Versuchsobjekt dient.

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#FreeTheDevils: Guillermo del Toro provoziert Kampagne zur Veröffentlichung von Ken Russells kontroversem Klassiker

Sonntag, 14. Dezember 2014

The Devils

Offenbar wird Warner in den USA von streng konservativen Katholiken geleitet. Das jedenfalls muss man vermuten, wenn man den seit über vier Jahrzehnten unveränderten Umgang mit der 1971 entstandenen Huxley-Adaption „The Devils“ des 2011 verstorbenen Berufsprovokateurs Ken Russell in Augenschein nimmt. Der damals unmittelbar in zahlreichen Ländern verbotene oder nur unter ausgiebigen Schnittauflagen freigegebene Film wartet bis heute auf die Veröffentlichung einer weitestgehend restaurierten Fassung. Grund ist die Verweigerung des Studios, das als Rechtehalter seine Zustimmung erteilen muss.

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Hannibal (Staffel 2) | Review

Samstag, 13. Dezember 2014

Hannibal | Staffel 2

Am Ende dieser Staffel wird man sich fragen müssen, ob Thomas Harris eher vor Entsetzen oder vor Neid erblassen muss angesichts dessen, was sich Bryan Fuller und sein Kreativteam für Hannibal Lecter, Will Graham, Jack Crawford und all die anderen Figuren aus dem Erzählumfeld von „Roter Drache“ und dessen Nachfolgern haben einfallen lassen. Denn kaum etwas, das seine vier Romanen rund um den berüchtigten Kannibalen zu bieten haben, kann inzwischen mehr Schritt halten mit den morbiden Auswüchsen, von denen sich diese als Prequel getarnte Neuerfindung des Originalmaterials nährt.

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Oktober November | Filmkritik

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Oktober November

Wer schon immer wissen wollte, wie man im Film von „schweren“ Themen wie Tod und Identitätskrise erzählen soll, ohne in billige Melodramatik zu verfallen, dem sei die neueste Regie-Arbeit des Österreichers Götz Spielmann wärmstens empfohlen. Das Drama „Oktober November“ umkreist die ganz großen Fragen, erzählt von Entfremdung, familiären Enttäuschungen und der Last des Alterns, verweigert sich dabei aber einer Effekthascherei, wie sie im Kino ansonsten leider viel zu oft beobachtet werden kann.

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Geschichte, Theorie und Praxis für Cineasten: Ein Besuch im Filmmuseum Düsseldorf

Sonntag, 07. Dezember 2014

Filmmuseum Düsseldorf

In der Düsseldorfer Altstadt gibt es kleine verwinkelte Gassen mit rustikalem Charme, Kneipen, die eine bestimmte Sorte Bier verkaufen (das ein Kölner niemals anrühren würde), und direkt am Rhein ein besonderes Museum. Dort stehen nicht Dali, Picasso oder Macke im Mittelpunkt, sondern Murnau, Hitchcock und Tarantino: Es ist das NRW-Filmmuseum. Seit 1993 bietet es auf vier Etagen Dauerausstellungen mit einer halben Million Fotos und jeweils 300.000 Plakaten und Büchern, sowie Sonderausstellungen und natürlich ein eigenes Kinoprogramm – also eigentlich alles, was das Cineastenherz begehrt.

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Silent Night (2012) | Filmkritik

Freitag, 05. Dezember 2014

Silent Night

Dass Herren mittleren Alters in Weihnachtsmannkostümen nicht unbedingt ideale Repräsentanten von Liebe und Frieden sein müssen, weiß der umtriebige Kinogänger spätestens seit Billy Bob Thornton. Einige seiner Seelenverwandten finden sich in der arg verschlafenen US-Kleinstadt mit dem seltsamen Namen Cryer wieder. Mal verderben sie Kindern die Feiertage, mal handeln sie mit Drogen und mal metzeln sie einfach jeden nieder, der den eigentlichen Sinn des Festes auf eigene Weise pervertiert – darunter auch auf die schiefe Bahn geratene Kollegen. Alles in allem: Ho Ho Ho.

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