Archiv für März 2014

RUSH: „Bereit für meine Nahaufnahme“ oder: Laila Oudray auf dem Weg nach Hollywood

Sonntag, 30. März 2014

Wer immer noch der Auffassung ist, Filmjournalismus sei eine brotlose Kunst, bekommt hier den Gegenbeweis geliefert. Unsere Redakteurin Laila Oudray führte ein simpler Castingbericht direkt auf die große Leinwand. Irgendwie jedenfalls. Auf dem Weg dorthin musste sie jedoch ein bitteres Klischee bestätigt finden: Wer beim Film Erfolg haben will, muss die Hüllen fallen lassen.

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The Green Inferno | Filmkritik: Die Revolution frisst ihre Kinder

Sonntag, 23. März 2014

The Green Inferno

Als Ruggero Deodato 1980 seinen wenig zurückhaltenden Schocker über einen Stamm menschenfressender Ureinwohner konzipierte, konnte er sich mit großer Wahrscheinlichkeit eher nicht vorstellen, dass ihn der fertige Film einmal vor Gericht bringen würde. „Cannibal Holocaust“ war mit seinem pseudodokumentarischen Stil so realistisch ausgefallen, dass der Filmemacher tatsächlich einige seiner Darsteller öffentlich vorzeigen musste, um zu beweisen, dass er sie nicht wirklich einer Horde Kannibalen zum gefälligen Verzehr überlassen hatte. Mit derartigen Auswüchsen muss Eli Roth wohl eher nicht rechnen. Für seine (ausdrücklich Deodato gewidmete) Liebeserklärung an das italienische Menschenfresser-Genre wird vermutlich jedoch eine andere rechtliche Maßnahme greifen, mit der sein Vorbild zu kämpfen hatte: die Zensur.

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Pettersson und der computeranimierte Findus singen wieder – wenn auch keinen großen Hit

Sonntag, 23. März 2014

Pettersson und Findus

In „Kids“ beschwert sich der Rapper Marteria: „Keiner macht mehr Malle, alle fahren nach Schweden“. Und ja – das kann man nachvollziehen. Vor allem wenn es das Schweden ist, wo der alte Pettersson mit seinem Kater Findus wohnt: Ein ewiger und träger Sommer, Apfelbäume, die großzügig Schatten spenden, riesige Sonnenblumen, die den Weg links und rechts säumen, ein kräftig grüner und stiller Wald – kurz und knapp ein Leben, das schön daher fließt.

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FROZEN GROUND | Filmkritik

Samstag, 22. März 2014

Frozen Ground

In den letzten Jahren waren die Engagements von Nicolas Cage oft ein untrüglicher Gradmesser für die Belanglosigkeit seiner Filme: Bestenfalls mittelprächtige Reißer, in denen der vormals gefeierte Schauspieler nach Lust und Laune zweifelhaften Manierismen frönte. Mit der auf wahren Begebenheiten beruhenden Serienkillergeschichte „Frozen Ground“ unternimmt Cage nun einen Schritt in Richtung Rehabilitation. Frei von plakativem Overacting, vielmehr angenehm zurückhaltend, interpretiert er hier einen bodenständigen Sergeant der Alaska State Troopers, der sich gegen alle bürokratischen Hindernisse an die Fersen des vermeintlich unbescholtenen Robert Hansen heftet. Eines Mannes, der zwischen 1971 und 1983 mindestens 17 Frauen im Umland von Anchorage entführte, missbrauchte und ermordete.

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THE HUMAN CENTIPEDE 3: Erstes Foto zeigt Dieter Laser und Laurence R. Harvey

Dienstag, 04. März 2014

Tom Six ist ein echter Verkaufsprofi. Nach Monaten des Schweigens und offiziellem Rückzug aus den sozialen Netzwerken kann sich der holländische Filmemacher breiter Aufmerksamkeit gewiss sein, wenn er jetzt mit dem ersten Bildmaterial des lang angekündigten dritten Teils der „Human Centipede“-Reihe wieder an die Öffentlichkeit tritt. EW publizierte heute ein Szenenfoto, das die Hauptdarsteller Dieter Laser und Laurence R. Harvey in einem Look zeigt, der kaum weiter von den beiden Figuren entfernt sein könnte, die sie in den Vorgängerfilmen verkörperten.

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SMILEY | Filmkritik

Sonntag, 02. März 2014

Jetzt ist es also soweit. Nach der Erfindung von Teaser, Trailerteaser und Teaserteaser wird jetzt auch noch die Anzahl der Trailerklicks als Verkaufsargument in den Ring geworfen. Stolze 29.577.084 Aufrufe konnte „Smiley“ offenbar bis zum Druckschlusstermin des DVD-Covers erzielen. Während diese Zeilen niedergeschrieben werden, sind es rund 200.000 mehr. Zum Vergleich: Ein inoffizieller Ausschnitt aus „Snakes on a Plane“ mit dem Titel „The famous line“ (22 Sekunden) kann aktuell 3.090.920 Klicks vorweisen. Warum wir das erwähnen? Keine Ahnung. Ähnlich aus der Luft gegriffen erscheinen jedenfalls auch die meisten Plotwendungen dieses Films, bei dem man gut beraten ist, vor dem finalen Twist noch rechtzeitig abzuschalten.

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