Archiv für April 2013

CHILLERAMA und die Rückkehr des Omnibusfilms

Samstag, 20. April 2013

Chillerama

Noch vor wenigen Jahren sah es eher nicht so aus, als hätte der Episodenfilm eine ernsthafte Überlebenschance. So richtig hat die zu einem abendfüllenden Programm zusammengestellte Sammlung kürzerer Erzähleinheiten auf der großen Leinwand ohnehin nie funktioniert, und es bedurfte schon einer besonders raffinierten Machart, um wirksam über das Ausbleiben echter Dramaturgie hinwegzutäuschen. Bis heute gehören „Pulp Fiction“ und „Sin City“ zu den wenigen Beispielen für anthologisch angelegte Langfilme, die ernsthaften Erfolg an der Kinokasse mit sich brachten. Sowohl der völlig in Vergessenheit geratene „Four Rooms“ als auch das mit immensem Aufwand vermarktete Fake-Double-Feature „Grindhouse“ derselben Macher scheiterten hingegen kläglich.

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OBLIVION | Filmkritik

Freitag, 12. April 2013

Oblivion

Erstaunlich wenig Werbeaufwand für eine Produktion dieser Größenordnung: „Oblivion“ erschien auf den deutschen Leinwänden mehr oder weniger von heute auf morgen und fast gänzlich ohne die übliche 360°-Vorab-Penetration. Ebenso bemerkenswert: Die mit geschätzten 120 Millionen Dollar ansehnlich budgetierte Scifi-Fantasie sollte ihren US-Start erst eine ganze Woche später als der überwiegende Rest der Welt erleben (Japan ausgenommen) – und das nicht etwa, weil man einem wichtigen Mitbewerber um die Publikumsgunst weichen musste. Zudem lässt ein Rezensions-Embargo bis einen Tag vor der Premiere gewöhnlich nichts Gutes erwarten.

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Chillerama | Filmkritik

Donnerstag, 11. April 2013

Chillerama

Geschmacklos, albern, tromaesk – und das ganz ohne Zutun von Llloyd Kaufman. Nichts desto trotz hat das, was die Viererbande Adam Rifkin, Tim Sullivan, Adam Green und Joe Lynch hier ohne nennenswerte Zurückhaltung abgeliefert hat, eine Menge mit dem sehr eigenwilligen Anarcho-Stil zu tun, für den das langlebigste Independent-Studio der Filmgeschichte berüchtigt ist. Ursprünglich als Hommage an das klassische Horrormagazin „Famous Monsters of Filmland“ konzipiert, vereint „Chillerama“ vier hemmungslose Varianten archetypischer B- und Exploitation-Filme aus dem Fundus längst vergangener Drive-in-Zeiten. Das ist prinzipiell durchaus meta, vor allem aber mega gaga.

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