Archiv für Mai 2012

Remake von THE EXORCIST als 10-teilige Fernsehserie und Bühnenfassung mit Richard Chamberlain und Brooke Shields

Sonntag, 27. Mai 2012

The Exorcist

Spätestens seit „Der letzte Exorzismus“ ist die römisch-katholische Teufelsaustreiberei wieder ein attraktives filmisches Sujet. Das Spektrum reicht dabei von aufwendigeren Produktionen wie „The Rite“ (mit Anthony Hopkins) bis zu eher überschaubar budgetierten, aber durchaus originellen Independents wie „Der Exorzismus der Emma Evans“. Dass sämtliche Beispiele dabei auf die eine oder andere Weise Varianten von William Friedkins Initialklassiker des Subgenres sind, lässt sich schwerlich übersehen.

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Horror aus Ton: Lizzie Campbell

Samstag, 19. Mai 2012

Carrie

Wer der Auffassung ist, die künstlerische Ausdrucksfähigkeit von Ton oder Lehm sei eher dürftig, sollte dringend einen Blick auf die Arbeiten von Lizzie Campbell werfen. Die britische Designerin, Illustratorin und Multimedia-Künstlerin baut in ihrer Werkreihe „May Contain Spoilers“ spezifische Szenen oder Plakatmotive klassischer Horrorfilme nach und erzielt damit verblüffende Ergebnisse. Irgendwo zwischen Hommage und Parodie angesiedelt, wirken ihre Dioramen nicht selten mindestens so beunruhigend wie die Originale. Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin haben wir hier einige ihrer Arbeiten zusammengestellt.

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Duncan Jones dreht Biopic über 007-Erfinder Ian Fleming | Deutsche Produktionsfirma beteiligt

Samstag, 19. Mai 2012

James Bond

Während seine Pläne für den in Berlin angesiedelten Science-Fiction-Film „Mute“ schon eine Weile auf Eis liegen, hat Duncan Jones nach „Source Code“ und seinem gefeierten Erstlingswerk „Moon“ klammheimlich bereits ein neues Projekt in Gang gesetzt. Aus Cannes kam jetzt die offizielle Pressemitteilung, dass der Filmemacher gemeinsam mit der deutsch-britischen Produktionsgesellschaft K5 ein Biopic über James-Bond-Erfinder Ian Fleming vorbereitet. Aktuell werde bereits gecastet.

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Cannes 2012: AMERICAN MARY und THE CAPTURED BIRD verbessern die Frauenquote

Freitag, 18. Mai 2012

American Mary

Dass bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes keine weiblichen Filmemacherinnen im Wettbewerb um die Goldene Palme beteiligt sind, hatte bereits im Vorhinein für einigen Unmut gesorgt. Ob es „American Mary“, der zweite Langfilm der Zwillingsschwestern Jen und Sylvia Soska, in die offizielle Sektion geschafft hätte, kann man getrost bezweifeln. Den Einreichtermin verpasste das durch ihren am Rande des Wahnsinns operierenden Erstling „Dead Hooker in a Trunk“ gewordene Duo jedenfalls nur knapp – es gab schlichtweg noch keine vorzeigbare Schnittfassung. In Cannes zu sehen gab es den Film am gestrigen Donnerstag dann aber doch, und zwar als Weltpremiere auf dem Branchenevent „Marché du Film“.

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Some Guy who kills People (Mordlust) | Filmkritik

Samstag, 12. Mai 2012

Some Guy who kills People

Nie zuvor haben mehr Filme den Markt geflutet als heute. Der Grund dafür ist nicht kreativer, sondern rein ökonomischer Natur. Eine handelsübliche Digitalkamera oder ein Smartphone reichen bereits aus, um die notwendigsten technischen Voraussetzungen zu erfüllen. Man kann das positiv sehen und eine Art Demokratisierung der Erzählform feiern. Wer jedoch genauer hinsieht, wird kaum umhin können, die Bezeichnung „Filmemacher“ verstärkt auf ihre aller engste wörtliche Bedeutung herunterbrechen zu müssen. Denn ein Großteil derer, die mittlerweile unter diesem Label firmieren, tragen weniger zur Schärfung als zur Inflationierung des Begriffs bei. Eine Kamera bedienen und Rohmaterial zusammenschneiden, das schafft heute jeder. Um aber im audiovisuellen Umfeld eine Geschichte erzählen zu können, dazu bedarf es eines nicht unerheblichen Anteils an Talent, Sorgfalt und Professionalität. „Some Guy who kills People“ kann mit allen drei Faktoren aufwarten und leistet dabei weitaus mehr als das Budget eigentlich erlaubt. Doch erst die Riesenportion Herzblut, die alle Beteiligten investiert haben, macht diesen Film zu einer echten Ausnahmeerscheinung.

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PINOCCHIO: Guillermo del Toro übernimmt Co-Regie

Donnerstag, 10. Mai 2012

Pinocchio

Kaum eine Woche ohne Neuigkeiten von Guillermo del Toro. Am 30. April erst hatte der mexikanische Filmemacher selbst das Wort ergriffen und die Hoffnung auf eine Rückkehr zu einem seiner langjährigen Lieblingsprojekte, der Lovecraft-Adaption „Berge des Wahnsinns (At the Mountains of Madness)“, erheblich gedämpft. Zu ähnlich sei der Ansatz zu Ridley Scotts „Prometheus“. Ganze Sequenzen und Teile der Ausstattung seien identisch, und sogar eine entscheidende Schlusswende bestimme beide Filme. Wundern müsse das niemanden, denn schließlich sei bereits „Alien“ (wie so manch anderer Genre-Film davor und danach) massiv von Lovecraft beeinflusst gewesen. Für den Filmemacher Grund genug, das Projekt auf die ganz lange Bank zu schieben (nachzulesen auf seiner offiziellen Homepage).

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Occupy Midian: Clive Barkers NIGHTBREED extended und restored | Petition für die Veröffentlichung des CABAL Cut

Montag, 07. Mai 2012

Nightbreed

Anfang 2010 hatte Morgan Creek ein Einsehen und erteilte die Erlaubnis zu einer einmaligen Aufführung eines auf VHS erhaltenen Workprints von Clive Barkers zweitem Spielfilm „Nightbreed“. Die Vorgeschichte ist ungefähr so alptraumhaft wie die meisten Kopfgeburten des Autors selber. 1990 war Barker so etwas wie der Orson Welles des Horrorfilms und hatte mit „Hellraiser“ Fans wie Kritiker gleichermaßen aufmerken lassen. Doch die Carte Blanche für sein nächstes Projekt erwies sich rasch als Freifahrtschein ins künstlerische Desaster. Die Studioverantwortlichen nahmen ihm die (mit David Cronenberg in einer Nebenrolle besetzte) Verfilmung seiner eigenen Vorlage „Cabal“ gänzlich aus der Hand und schickten eine Fassung in den Verleih, die mit Barkers eigentlicher Arbeit nicht mehr sonderlich viel zu tun hatte.

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David Cronenberg: TOTAL RECALL | Concept Art von Ron Miller

Samstag, 05. Mai 2012

Total Recall

Aus heutiger Perspektive wirkt Paul Verhoevens Marsreise von 1990 wie eine Comic-Verfilmung, die sich selber nicht allzu ernst nimmt. Einige der damals bahnbrechenden CGI-Effekte haben längst ihre Überzeugungskraft verloren und offenbaren so deutlicher ihr durchaus (und keineswegs unfreiwillig) komisches Potential. Ob Len Wisemans ernsthafter angelegtes Remake hält, was die ersten Teaser versprechen, wird sich im August zeigen. Eine überraschende Veröffentlichung von io9 ermöglicht jetzt erstmals einen visuellen Eindruck von jener Fassung, die David Cronenberg einst beinahe realisiert hätte.

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