Archiv für November 2011

THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE: Making-of und Behind-the-Scenes als Graphic Novel

Mittwoch, 23. November 2011

South Texas Blues

Man mag es kaum glauben, aber obwohl Tobe Hoopers Slasher-Klassiker von 1974 als Meilenstein des Genres gilt und längst Teil der ständigen Sammlung des Museum of Modern Art ist, gehörte er in Deutschland bis September 2011 noch zu jener unrühmlichen Reihe von Filmen, die wegen (vermeintlicher?) Gewaltverherrlichung unter Beschlagnahmung stehen. Die unzeitgemäße Absurdität dieses Tatbestandes ist aber nur das vorläufige Ende einer Jahrzehnte anhaltenden Abfolge von Verboten, Indizierungen, Umbenennungen und Kürzungen, die „The Texas Chainsaw Massacre“ hierzulande über sich ergehen lassen musste. Welchen Herausforderungen sich die Filmemacher selber im Sommer 1973 ausgesetzt sahen, thematisiert jetzt ein Comic unter dem Titel „South Texas Blues“.

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Abscheulich, aber Kunst: Tom Six als Maler

Samstag, 19. November 2011

Tom Six

So umfangreich die Reihe der Filmschaffenden, die irgendwann zum Pinsel greifen und sich in bildender Kunst versuchen, so eingeschränkt ist vielfach auch ihr Talent. Wie so oft bestätigen einige wenige Ausnahmen die Regel, und da überraschte ausgerechnet Sylvester Stallone vor kurzem mit einer Ausstellung seiner Malerei, für die sich selbst ausgewiesene Kunstkritiker einigermaßen erwärmen konnten. Weniger wohlwollend dürfte hingegen das Urteil ausfallen, das Berufsprovokateur Tom Six für seine Acrylbilder erhalten würde, die er jetzt online zum Verkauf anbietet.

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Saul Bass in 1:44 | Videocollage für den legendären Titeldesigner

Sonntag, 13. November 2011

Wo bis dato nur belanglose Tafeln mit Namen zu lesen waren, die so mancher Vorführer gerne auch mal ignorierte, schuf Saul Bass eine ganz eigene Disziplin: die Titelsequenz. Dabei war der Designer nur zufällig in die Rolle geraten, die ihn rasch zu einem der wichtigsten visuellen Pioniere der Kinohistorie machen sollte. 1954 hatte er für „Carmen Jones“ ein Plakat entworfen, das Regisseur Otto Preminger so gut gefiel, dass er den Designer gleich auch mit der Gestaltung der Main Credits beauftragte. Doch anstatt bloß ein bisschen an der Typografie zu arbeiten, nutzte Bass das Potential der Titelsequenz, um Thema und Stimmung des Films in Designform vorwegzunehmen. Der Rest ist Geschichte.

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ROSA: Ein-Mann-Animationsfilm von Jesús Orellana

Samstag, 12. November 2011

Die Zeiten, in denen sich ohne horrende Budgets und eine umfangreiche Crew kein Film machen ließ, gehören ein für allemal der Vergangenheit an. Viel erstaunlicher jedoch als die unüberschaubare Flut digitaler Laienproduktionen mit hohem Dilettantismusfaktor ist mittlerweile die zunehmende Zahl an No-Budget-Arbeiten, die zumindest hinsichtlich ihres Looks den Vergleich mit ultrateuerem Eye Candy großer Studios nicht zu scheuen brauchen. Im Regelfall entstehen sie fast zu einhundert Prozent am Rechner und lassen manchmal sogar echte Virtuosität erkennen. Ein aktuelles und besonders überzeugendes Beispiel für diese Entwicklung ist der knapp 10-minütige Animationsfilm „Rosa“ des Spaniers Jesús Orellana.

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Vier Anti-Meth-Clips von Darren Aronofsky

Mittwoch, 09. November 2011

The Meth Project

Wer seinem Trailer oder TV-Beitrag mit unfehlbarer Sicherheit die nötige musikalische Dramatik verleihen will, greift heute bevorzugt (und viel zu oft) auf Clint Mansells Stringarrangement „Lux Aeterna“ zurück. Was die meisten eher nicht wissen: Das mit kraftvollem Ernst vorwärtstreibende Stück beschreibt ursprünglich den fatalen Abstieg in den sicheren Drogentod. „Requiem for a Dream“ heißt der Film, für den es komponiert wurde, und dessen Regisseur bekanntlich Darren Aronofsky. Die Adaption des gleichnamigen Buches von Hubert Selby jr. schockierte und faszinierte in einem Maße, wie es keinem anderen Film über Abhängigkeit bis dato gelungen war. Jetzt widmet sich Aronofsky dem Thema erneut.

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UNDER THE DOME: Romanverfilmung nach Stephen King bekommt Drehbuch von Comic-Autor Brian K. Vaughan

Dienstag, 08. November 2011

Stephen King: Die Arena

Pünktlich zur US-Veröffentlichung von „11/22/63“, dem neuesten Mammutwerk von Stephen King, ist nach über einjährigerem Stillstand endlich wieder ein Lebenszeichen der lang angekündigten Adaption von „Under the Dome (dt. Die Arena)“, dem vorherigen Epos des Meisters, aufgetaucht. Anfang 2010 hatte sich der TV-Arm von Steven Spielbergs Produktionsfirma DreamWorks den Roman einverleibt und war mit dem Ziel an die Arbeit gegangen, erst einen Drehbuchautor zu verpflichten, bevor das Projekt an einen Sender geht. Spätestens im August diesen Jahres waren diese Pläne aber obsolet geworden.

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Alejandro Jodorowsky / Moebius: THE INCAL | Trailer von Pascal Blais für fiktive Comic-Verfilmung

Sonntag, 06. November 2011

The Incal

Bis heute können es viele kaum verschmerzen, dass Alejandro Jodorowsky seine Adaption von Frank Herberts „Dune – Der Wüstenplanet“ 1976 mitten in der Vorproduktion aufgeben musste. Das megalomane Projekt, das mit Beteiligung von Jahrhundert-Künstlern wie Salvador Dali, Orson Welles, H. R. Giger, Pink Floyd und Karlheinz Stockhausen schon in der bloßen Vorstellung alle erdenklichen Grenzen sprengte, war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus und im Grundsatz unfinanzierbar. Elemente flossen später in Jodorowskys nicht weniger maßlosen Comic-Zyklus „The Incal“ ein, den er zusammen mit dem Illustrator Moebius kreierte. Beide hatten zuvor bereits am Design der „Dune“-Welten miteinander gearbeitet und konnten so bestehende Ideen wieder aufgreifen.

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A walk down the RATLINE with Eric Stanze: Independent filmmaking and surviving cinema | Interview (english version)

Samstag, 05. November 2011

Eric Stanze | Interview

For a period of over fifteen years, director / writer / producer / editor / cinematographer and sometimes actor Eric Stanze is making movies that clearly deserve the label „uncompromising“. Having founded his production company Wicked Pixel Cinema in 1995, it was not before the release of the controversially discussed and heavily censored „Scrapbook“ that Stanze become a household name for gritty out-of-the-box independent films with an edge hardly to be found anywhere else. His latest effort „Ratline“ adds a highly complex and constantly jaw-dropping contribution to the subgenre of Nazi-horror and might best be described as „Inglourious Basterds on Acid“. A good reason for us to sit down with the filmmaker and avowed workaholic to talk about his career and aspirations, investors and censors, Romero, Raimi and a college screening that basically went through the roof.

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THE THING: Prequel-Comic von Steve Niles zum Prequel-Film

Donnerstag, 03. November 2011

The Thing: The Northman Nightmare

Mit einiger Skepsis hatte so mancher im vergangenen Jahr die Ankündigung eines Prequels zu John Carpenters Monsterklassiker „The Thing (dt. Das Ding aus einer anderen Welt)“ zur Kenntnis genommen. Dafür gab es gute Gründe, denn die 1982er Verfilmung der bereits zuvor schon einmal (unter Beteiligung von Howard Hawks) adaptierten Kurzgeschichte „Who goes there?“ von John W. Campbell jr. erfreut sich unter Genre-Fans bis heute ungebrochener Beliebtheit. Nicht hilfreich war zudem die Tatsache, dass die Drehbuchvorlage ausgerechnet von Eric Heisserer stammt, der sich mit dem Reboot von „A Nightmare on Elm Street“ 2010 auf ähnlich geheiligtes Terrain gewagt hatte. Entsprechend lauwarm fielen die Kritiken und Publikumsreaktionen bei der US-Premiere aus. Vielleicht hätte man das Projekt besser gänzlich Comic-Autor Steve Niles überlassen sollen.

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