Archiv für Januar 2011

TRON LEGACY | Filmkritik

Samstag, 29. Januar 2011

Filmkritik | Tron Legacy

Disney besinnt sich schon seit einer Weile wieder auf seine Wurzeln, und das tut dem Konzern offenbar auch ganz gut. „Rapunzel“ mag zwar in Wahrheit ein reines CGI-Produkt sein, doch der Look ist so klassisch, dass niemand auf die Idee käme, hier seien keine Stifte und Pinsel am Werk gewesen. Micky Maus erlebte im vergangenen Jahr eine grandiose Wiedergeburt als Held eines überraschend düsteren Videospiels. Und mit „Tron: Legacy“ kehrt nun auch jener Typus des Live-Action-Films zurück auf die Leinwand, der reale Figuren in animierte Welten versetzt. Visuell lässt die Fortsetzung das Original von 1982 ziemlich alt aussehen. Doch bekanntlich ist das ja nicht alles.

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Ingmar Bergman: Ausstellung in der Deutschen Kinemathek und Retrospektive auf der Berlinale

Freitag, 28. Januar 2011

Ausstellung Ingmar Bergman

Wer einen unbedarften Blick auf Wes Cravens wenig zurückhaltenden Rape-and-Revenge-Klassiker „Last House on the Left“ wirft, mag eine Menge Einflüsse erkennen, doch an Ingmar Bergman wird er als allerletztes denken. Und doch ist dieses denkbar billig produzierte Frühwerk nichts weniger als ein Remake der „Jungfrauenquelle“, Bergmans finsterer Verfilmung einer schwedischen Volkslegende. Doch auch sonst wäre es ein Fehler zu glauben, die Wirkungskraft des schwedischen Meisterregisseurs beschränke sich auf europäisches Arthousekino und Woody Allen. „Von Lüge und Wahrheit“ handelt deshalb vielleicht auch die gleichnamige Sonderausstellung der Deutschen Kinemathek Berlin, die bis zum 29. Mai im Filmhaus am Potsdamer Platz zu sehen ist.

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Filmkritik: WILD HUNT

Freitag, 21. Januar 2011

Wild Hunt

Kurz flimmerte dieser Film im vergangenen Jahr im Rahmen des Fantasy Filmfests über deutsche Leinwände und erzielte spontan jede Menge positives Feedback. Doch wie so vieles, was es dort alljährlich zu sehen gibt, ist eine Auswertung fürs Heimkino das Äußerste, auf das sich hierzulande hoffen lässt (im Fall von „The Human Centipede“ etwa steht selbst das immer noch aus). Jetzt endlich ist dieser sehenswerte Erstling aus der Parallelwelt der Live-Rollenspieler endlich auch einem breiteren Publikum zugänglich. Dass er dabei jedoch im allgemeinen Überangebot untergeht, ist leider nur allzu wahrscheinlich.

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THE CONFESSION: Kiefer Sutherland in 10-teiliger Webserie

Dienstag, 18. Januar 2011

Bislang gilt das rapide wachsende Angebot an Webserien vielen Beobachtern vor allem als Spielfeld für Miniaturproduktionen ohne nennenswertes Budget und narrativen Atem. Wie zutreffend dieses Urteil derzeit auch vielfach noch sein mag, so wenig wird es sich langfristig aufrecht erhalten lassen, denn das Potential des Mediums ist immens. Einer der ersten Schauspieler aus Hollywoods A-Riege, der hier echte Experimentierlust zeigt, ist Kiefer Sutherland. Nach dem Serienfinale von „24“ und noch vor Beginn der Dreharbeiten zu Lars von Triers „Melancholia“ fing er Feuer für ein Webprojekt, das es ab März auf dem US-Webkanal Hulu zu sehen geben wird.

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MILLENNIUM-Trilogie: Entscheidende Abweichungen in der Verfilmung von David Fincher und Steven Zaillian?

Samstag, 15. Januar 2011

The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung)

Dass man in Hollywood neuerdings auf europäische Bestseller vor allem durch deren ebenso europäische Filmfassungen aufmerksam wird, gehört zu den vielen Unsicherheiten einer Produktionspolitik, die möglichst nach allen erdenklichen Seiten abgesichert sein will, bevor sie auch nur einen einzigen Dollar investiert. „Let me in“, die englischsprachige Version von John Lindqvists Vampirroman und zugleich ein Remake der schwedischen Verfilmung von Tomas Alfredson („Let the right one in“), ist so ein Beispiel, „Verblendung“, der erste Teil von Stieg Larssons „Millennium“-Trilogie, ein anderes. Doch während sich Matt Reeves in seiner Lindqvist-Adaption möglichst genau an der Vorlage orientiert, sieht es so aus, als gingen Regisseur David Fincher und Drehbuchautor Steven Zaillian in mancherlei Hinsicht eigene Wege.

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ALIEN-Prequel wird zu PROMETHEUS: Ridley Scott ändert seine Pläne

Samstag, 15. Januar 2011

Im vergangenen April hatte Ridley Scott noch ziemlich klare Vorstellungen davon, wie das geplante zweiteilige Prequel zu seinem eigenen Klassiker aussehen sollte. Drei Jahrzehnte vor den Ereignissen des ersten „Alien“-Films sollte sie Handlung einsetzen und unter anderem das Geheimnis jener riesigen Kreatur aufklären, die Scott selber auf den Namen „Space Jockey“ getauft hatte. Doch davon ist nun nichts mehr übrig. In einem offiziellen Statement vom 14. Januar lässt 20th Century Fox verkünden, dass aus den Prequel-Entwürfen nun ein eigenständiger Film mit dem Titel „Prometheus“ wird, der mit der „Alien“-Saga nur noch sehr bedingt zu tun hat.

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PARANMANJANG: Park Chan-Wook dreht Kurzfilm mit iPhone 4

Dienstag, 11. Januar 2011

Paranmanjang | Park Chan-Wook

Was könnte er wohl ausprobieren, das selbst die größten seiner Zunft noch nicht getan hätten, fragte sich Koreas Regiestar Park Chan-Wook vergangenen Oktober in einem kurzen Werbeclip. Die Antwort: Na klar, einen Film ausschließlich mit dem iPhone drehen. „Paranmanjang“ heißt das Ergebnis, das er jetzt in seiner Heimat der Presse vorführte. Der 30-minütige Kurzfilm erzählt eine märchenhafte Geschichte über Tod und Seelenwanderung. Ende des Monats wird er für reguläre Zuschauer zunächst in 9 koreanischen Kinos zu sehen sein.

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Doug Adams: The Music of THE LORD OF THE RINGS films | Interview (deutsche Fassung)

Mittwoch, 05. Januar 2011

Doug Adams: The Music of The Lord of the Rings films | Interview

Dass ein Buch über eine spezifische Filmmusik auf das Interesse eines breiteren Publikums stößt, ist nicht sonderlich wahrscheinlich. So jedenfalls würde man es vermuten. Aber wie zutreffend diese Annahme in der Vergangenheit auch gewesen ist, so gründlich wurde sie jetzt von einem Beispiel widerlegt, das in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung darstellt. „The Music of the Lord of the Rings Films“, verfasst von Filmmusikjournalist Doug Adams, ist eine beeindruckende Untersuchung von Howard Shores vielgepriesenem Score für Peter Jacksons Tolkien-Trilogie. Vom ersten Tag an arbeitete Adams eng mit dem Komponisten zusammen, traf die Filmemacher, besuchte zahlreiche Aufnahmesessions und stellte Unmengen an Material zusammen. Im Gespräch mit uns berichtet er detailliert über das Zustandekommen des Buches, beschreibt Fanreaktionen, Live-Aufführungen und diskutiert den gegenwärtigen Status von Filmmusik im Allgemeinen.

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Doug Adams: The Music of THE LORD OF THE RINGS films | Interview (english version)

Dienstag, 04. Januar 2011

Doug Adams: The Music of The Lord of the Rings films | Interview

It is not very likely that a book on a classic musical score for a motion picture meets the interest of a broader audience. So one might think. But as true as that assumption has been in the past, it got proven wrong by „The Music of the Lord of the Rings Films“, a stunning examination of Howard Shore’s brilliant scores for the Tolkien trilogy. Written by Chicago based filmmusic journalist Doug Adams, the beautifully designed book is the result of intense research and years of work. Adams worked closely with the composer from day one, met the filmmakers, attended various scoring sessions and compiled tons of material. In our interview he talks in detail about how the book evolved, describes fan reactions, live performances and discusses the current state of filmmusic in general.

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