Archiv für Dezember 2010

Von Menschen und Göttern | Filmkritik

Dienstag, 21. Dezember 2010

Von Menschen und Göttern | Filmkritik  Des Hommes et des Dieux

Dass die Franzosen ihre eigenen Filme am liebsten mögen, ist keine neue Erkenntnis. Doch auch das erklärt nicht, wie ein stilles Drama um sieben Trappisten-Mönche ganze drei Millionen Zuschauer in die Kinos locken konnte. „Von Menschen und Göttern“ hätte, so würde man unter normalen Voraussetzungen schätzen, im Bestfall ein breiteres Arthouse-Publikum anziehen können, doch ein derartiges Limit hat der Film längst überschritten. Selbst am Staatspräsidenten ist dieses Phänomen nicht vorbeigezogen, und so ließ er direkt einmal eine Privatvorführung im Elysée Palast arrangieren – was einer gewissen Ironie nicht entbehrt, denn ein größerer Kontrast zwischen einer Aufführungsstätte wie dieser und der Schlichtheit des klösterlichen Lebens auf der Leinwand ist wohl kaum denkbar. Ob das dem Ehepaar Sarkozy wenigstens ein ganz kleines bisschen peinlich war? Man würde es sich wünschen.

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The Tourist | Filmkritik: Fremde im Zug

Freitag, 17. Dezember 2010

The Tourist: Filmkritik

Als die Nominierungen für die kommenden Golden Globes bekannt gegeben wurden, schüttelte die amerikanische Kritikerfraktion vor allem angesichts eines Films geschlossen den Kopf: Ganze dreimal fand sich „The Tourist“ auf der Liste der Preisverdächtigen – und das, nachdem bis dato kaum eine einzige wohlmeinende Stimme zu der lange hin und her geschobenen Produktion laut geworden war. Und auch an den US-Kinokassen schloss das geschätzte 100 Millionen Dollar teure Hollywood-Debüt des deutschen Oscar-Gewinners Florian Henckel von Donnersmarck am Startwochenende mit nur bescheidenen 16 Millionen ab. Für den Misserfolg gibt es eine Menge Gründe, für die Nominierungen hingegen vor allem unverständiges Schulterzucken.

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Micky Maus goes TRON LEGACY

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Mickey Flynn | Tron Legacy | Greg McCullough

Hinter dem Label „Disney Underground“ verbirgt sich eine wachsende Sammlung offiziell abgesegneter Lowbrow-Varianten klassischer Disney-Stoffe. Auch bekannt unter dem Namen „Pop Surrealismus“, ist Lowbrow eine aus der Pop-Art erwachsene Kunstströmung, die ihre Wurzeln im Underground-Comic und der Punk-Szene hat. Das klingt für Disney-Verhältnisse ziemlich wild, fällt aber harmloser aus als man denken könnte. Zum US-Start von „Tron Legacy“, der arg späten Fortsetzung des ersten echten Cyberspace-Films von 1982, kreierte Lowbrow-Künstler Greg McCullough zwei sehenswerte Mash-Ups, bei denen Micky Maus und Minnie die Hauptrollen übernehmen.

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RAPUNZEL (Tangled): Disney veröffentlicht Concept Art

Dienstag, 14. Dezember 2010

Glen Keane gehört seit 35 Jahren zu den prägendsten Zeichnern im Animationsdepartment von Disney, und sein Einfluss auf den Stil des jüngsten abendfüllenden Abenteuers sollte einen möglichst klassischen Look sichern. Das Erstaunlichste dabei: „Rapunzel (Tangled)“ war nie als Zeichentrickfilm im herkömmlichen Sinn geplant. Produzent John Lasseter hatte Keane die Wahl gelassen, doch dieser entschied sich für eine hybride 3D-Computeranimation, wie es sie zuvor so noch nicht gegeben hat. Dass sich beim Betrachten des fertigen Films nun eine moderates Retro-Gefühl einstellt, ist vermutlich vor allem Keanes Supervision zu verdanken (ein Herzinfarkt zwang ihn dazu, die Regie vorzeitig abzugeben). Einige Beispiele für frühe Entwurfsfassungen, wie sie Disney zum Filmstart veröffentlicht hat, vermitteln einen Idee von der detaillierten Vorarbeit, die man zur Stilfindung aufwenden musste.

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Filmkritik: RAPUNZEL (Tangled)

Samstag, 11. Dezember 2010

Rapunzel | Tangled | Filmkritik

Das hätte Walter Elias D. gefallen. Am Tag seines 109. Geburtstags stößt ausgerechnet der 50. abendfüllende Animationsfilm aus dem Hause Disney den modernen Märchenprinzen Harry Potter vom Thron der US-Kinocharts. Nach Jahren des Darbens und harter Konkurrenz (mit Pixar nicht zuletzt auch aus dem eigenen Haus) hat das klassische Zeichentrickmärchen entgegen aller vorgefertigten Nachrufe bewiesen, dass sich der Zeitgeist offenbar doch zurückgewinnen lässt. Die Tatsache allerdings, dass „Rapunzel (Tangled)“ die zweitteuerste Produktion der Filmgeschichte geworden ist, sagt auch einiges über den Aufwand aus, der dazu nötig war.

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THE PRICE got paid: Christopher Salmon succeeds in crowdfunding his Neil Gaiman adaption

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Only three weeks ago we spoke with Christopher Salmon about a project that was most likely never to come true. The Utah based filmmaker had been fallen in love with a short story by bestselling authour Neil Gaiman and initially dealt with the idea of turning it into a CG-animated film. With the famous writer’s official approval, Salmon created a demo that received overall great reviews and applause, but with a 20 minute short in mind there was no way of funding it in a traditional way.

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