Archiv für Juli 2010

INCEPTION | Filmkritik

Donnerstag, 29. Juli 2010

Inception | Filmkritik

Über 60 Millionen Dollar spielte Christopher Nolans ambitioniertes Langzeitprojekt bereits am US-Startwochenende ein und verteidigte seine Top-Platzierung mühelos auch in der Folgewoche gegen starke Konkurrenz („Salt“). Nicht schlecht für einen Film, den mancher für zu komplex hielt, um den Bedürfnissen eines Blockbusters entsprechen zu können. „Inception“ ist im Umfeld der Sequels und Remakes in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung, und wie sich jetzt zeigt, hat auch ein breites Publikum nichts dagegen, von originellen Stoffen überrascht zu werden. Dass Nolans Film zudem einen ausufernden Kritikerstreit auslösen würde, an dem sich Profis wie Laien gleichermaßen beteiligen, hat vermutlich niemand erwartet.

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INCEPTION: Prequel-Comic als Marketingtool

Donnerstag, 29. Juli 2010

Inception

Am beständig wachsenden Beliebtheitsgrad der Sprechblasenliteratur können nur Ignoranten zweifeln. Comics, laut Francis Lacassin die „Neunte Kunst“, dienen heute als Vorlagen für großes Blockbusterkino und bieten dabei im Gegensatz zum geschriebenen Wort den Vorteil, bereits visuell angelegt zu sein. Der umgekehrte Weg ist nicht weniger erfolgreich. Lizensierte Spin-Offs, Fortsetzungen und Prequels erfolgreicher Kinofilme oder TV-Serien haben ihren Ursprung heute auf den Zeichentischen der Comic-Künstler und schaffen von dort aus gelegentlich auch schon mal selber neue Vorlagen für spätere Leinwandproduktionen (so die „Alien vs. Predator“-Serie).

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Moon | Filmkritik: Einsam im Weltraum

Samstag, 17. Juli 2010

Moon | Filmkritik

Ein Jahr zu spät kommt dieser vielfach preisgekrönte Debütfilm des Briten Duncan Jones in die deutschen Kinos, denn der 40. Geburtstag der ersten Mondlandung (alle Verschwörungstheorien inklusive „Capricorn One“ einmal beiseite gelassen) war bekanntlich bereits 2009. Trotzdem darf man mehr als froh sein, dass es „Moon“ überhaupt auf die hiesigen Leinwände geschafft hat und nicht zur traurigen DVD-Premiere geworden ist. Doch nur wer jemals die seltene Gelegenheit hatte, eines der Vorbilder dieses nostalgischen Space-Movies im Programmkino (statt auf dem TV-Bildschirm) zu sehen, kann nachvollziehen, was für ein Geschenk dieser mit ganzem Herzblut gemachte Indie-Film eigentlich ist. Wer Scifi hingegen ausschließlich mit CGI-Orgien, Aliens und technischen Spielerein in Verbindung bringen kann, bekommt hier die einmalige Gelegenheit, das Genre von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen – und dabei für kurze Zeit ins Weltall-Kino der frühen 70er Jahre zu reisen, bevor der Krieg der Sterne ausbrach.

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Filmkritik: PREDATORS

Donnerstag, 08. Juli 2010

Predators | Filmkritik

Ohne virales Marketing geht heute im Kino offenbar gar nichts mehr. Im Vorfeld von „Predators“ verging ab einem bestimmten Punkt keine Woche mehr ohne neue Featurettes, in denen sich Produzent Robert Rodriguez über mehr oder weniger irrelevante Details des lang angekündigten Sequels zum 1987er Kulthit ausließ. Besonders auf die einzelnen Figuren wurde mit eigens erstellten Beiträgen eingegangen, die man doch bitte ausführlich verlinken möge. Rückwirkend muss das umso erstaunlicher erscheinen, wenn man sieht, dass sich unter den Protagonisten des fertigen Films lediglich austauschbare Schablonen ohne Tiefgang finden lassen – allesamt ein gefundenes Fressen also für die kaum komplexeren Außerirdischen, die den ganzen Tag lang nichts anderes zu tun haben, als alles zu jagen, was sich gerade anbietet. Für etwas weniger als zwei Stunden belanglosen Zeitvertreib reicht das aus. Mehr ist allerdings beim besten Willen nicht drin.

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PARANORMAL ACTIVITY 2: Trailer für Twilight-Fans zu beängstigend

Donnerstag, 01. Juli 2010

Da kann man sich kaum entscheiden: Ist das Ganze nun ein cleverer Schachzug der PR-Strategen von Paramount, oder lässt sich das leicht hysterisch aufgeladene „Twilight“-Publikum tatsächlich so schnell aus der Reserve locken? Ein Trailer zur Fortsetzung von „Paranormal Activity“, jenem praktisch budgetlosen 2009er Überraschungserfolg mit hohem Schockfaktor (aber ohne einen einzigen Tropfen Blut), hatte in einigen Kinos der US-Kette Cinemark für Beschwerden gesorgt – er sei einfach zu beängstigend. Die Verantwortlichen hatten darauf in den betreffenden Theatern das kaum einminütige Stück Promomaterial aus dem Vorprogramm von „Eclipse“ (Teil 3 der allzeit ungruseligen „Twilight“-Saga) entfernt.

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