Archiv für April 2010

Zerstört Lionsgate das Konzept von BURIED durch Reshoots?

Dienstag, 27. April 2010

Hitchcock hat bekanntlich gerne mit dem Gedanken gespielt, einen ganzen Film ausschließlich in einer Telefonzelle spielen zu lassen. Inzwischen sind Filmemacher offenbar tatsächlich so weit, einer extremen räumlichen Einschränkung wie dieser wirkungsvoll genug beizukommen (und zwar keineswegs so halbgar wie in Joel Schumachers / Larry Cohens „Phone Booth“): Der Spanier Rodrigo Cortés jedenfalls überzeugte beim diesjährigen Sundance Festival mit einem Beitrag, der alle Formen filmischer Klaustrophobie auf die Spitze treibt: „Buried“ spielt ausschließlich in einem Sarg. Dem Distributor Lionsgate schien das nun doch zuviel des Guten zu sein.

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Ridley Scott: ALIEN-Prequel definitiv in Arbeit

Samstag, 24. April 2010

Während die PR-Maschinerie für Ridley Scotts eigenwillige „Robin Hood“-Interpretation mit Premiere in Cannes bereits in vollem Gang ist, plauderte der Regisseur jüngst wie selbstverständlich über ein Projekt, an das nach Jahren dementierter Gerüchte schon eigentlich niemand mehr wirklich glaubte: ein Prequel zu „Alien“.

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PARANORMAL ACTIVITY | Filmkritik

Freitag, 23. April 2010

Gerade einmal 15.000 Dollar soll dieser kleine, unabhängig produzierte Film gekostet haben, und dafür lässt sich in Hollywood normalerweise nicht einmal ein Scheinwerfer einschalten. In den USA alleine spülte „Paranormal Activity“ jedoch weit über 100 Millionen in die Kinokassen, und mit weltweiter Lizenzvergabe, sowie den gängigen Zweit- und Drittverwertungsrechten sind die Relationen zwischen Kosten und Gewinn vermutlich ähnlich ansehnlich wie bei „Avatar“. Dass der in Israel geborene ehemalige Spielprogrammierer Oren Peli ganz unabhängig davon aber einen echten Ausnahmefilm gedreht hat, der jeden Cent zurecht einspielt, könnte man angesichts des immensen Erfolgs rasch übersehen.

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David Lynch inszeniert Marion Cotillard für Dior

Mittwoch, 21. April 2010

Filmemachen ist zunehmend nur eines von vielen Feldern, auf denen sich David Lynch umtriebig zeigt. Gerade erst endet seine erste Kunstausstellung auf deutschem Boden (im Max Ernst Museum in Brühl), demnächst gibt es ihn auf dem lange verschobenen Album „Dark Night of the Soul“ von Danger Mouse zu hören, und zwischendurch sorgt er mit dem Drehen von Werbeclips dafür, dass der ganze Spaß auch finanzierbar bleibt. Zwischen allen Stühlen sitzt der Meister bekanntlich am liebsten. Ein Kurzfilm für Dior passt da gut ins Schema.

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Filmkritik: NOTHING PERSONAL

Dienstag, 13. April 2010

Filmkritik Nothing Personal

Eine ganze Reihe von Preisen konnte dieses Featuredebüt der polnische-holländischen Filmemacherin Urszula Antoniak seit seiner Premiere in Locarno 2009 mit nach Hause nehmen, und seine Hauptdarstellerin Lotte Verbeek wurde auf der 60. Berlinale gleich mal zum „European Shootingstar“ gekrönt. Dass „Nothing Personal“ beim offiziellen (deutschen) Kinostart trotz allem Geheimtipp bleibt und fast ausschließlich von Feuilleton und einem eingeschränkten Arthouse-Publikum wahrgenommen wird, liegt in der Natur der Sache.

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Night of the Living Dead: REANIMATED – Romeros Klassiker als Videocollage

Samstag, 03. April 2010

Ein einzigartiges Experiment, das die Grenzen von Videokunst und Popkultur spielend verwischt: Über 100 bildende Künstler haben sich zusammengefunden, um „Night of the Living Dead“, George A. Romeros ultimative Keimzelle des Zombiegenres, in einer filmischen Collage aus Stilen und Techniken wiederzubeleben. Das Ergebnis ist in bestem Sinne alles andere als untot.

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