Archiv für Februar 2010

Shutter Island | Filmkritik: Anagramme

Sonntag, 28. Februar 2010

Shutter Island

Gar nicht so leicht, ein Beispiel für eine Filmkritik zu finden, die den unvoreingenommenen Leser nicht bereits vorab wissen lässt, worauf dieser dunkel umwölkte Psychothriller um vereiste Leichenberge und grausige Experimente mit geistig behinderten Schwerverbrechern hinausläuft. Während sich Film und Romanvorlage alle Mühe geben, ihre Geheimnisse möglichst geschickt hinter einem effektreichen Netz aus Andeutungen, Träumen und Visionen zu verbergen, fällt es einer Großzahl von Rezensenten sichtlich schwer, an sich zu halten. Zu gerne möchte man offenbar hinausposaunen, was einem da so alles einfällt, und vergisst darüber völlig, dass der Zuschauer davon vorab eigentlich lieber nicht wissen will.

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Wolfman | Filmkritik

Sonntag, 21. Februar 2010

Muss man wirklich befürchten, dass der Werwolf-Mythos für die nächste Generation untrennbar mit Taylor Lautner verbunden bleibt? Eine ernüchternde Vorstellung, die dem Genre nicht gerade gut tut. Das zeitgemäße „Wolfman“-Remake mit einem ziemlich haarigen Benicio del Toro verzichtet deshalb gut und gerne auf schmachtende Teenager und setzt stattdessen auf urwüchsige Gewaltausbrüche.

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Rejected & Resurrected: WOLFMAN-Soundtrack von Danny Elfman

Donnerstag, 18. Februar 2010

Wolfman: Soundtrack von Danny Elfman

Spätromantik statt Elektronik: Nach produktionstechnischem Hin und Her entschloss man sich bei Universal in letzter Minute dazu, die Wiederbelebung des „Wolfman“ nun doch mit Danny Elfmans orchestralem Großangriff auf die Leinwand zu schicken. Zuvor war man nach zahlreichen Nachdrehs und Kürzungen zu dem Schluss gekommen, dass ein temporeicherer, elektroniklastiger Score dem Film besser zu Gesicht stehen würde und vergab den Kompositionsauftrag vorübergehend an Paul Haslinger, dessen Arbeit es nun vermutlich nie zu hören geben wird. Aber auch die jetzt verwendete Partitur ist mit Elfmans ursprünglicher Musik nicht wirklich identisch.

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Clive Barkers NIGHTBREED erstmals in einer ungekürzten Rohschnittfassung zu sehen

Samstag, 06. Februar 2010

Nightbreed

Von den drei Filmen, bei denen der britische Horrorautor Clive Barker bislang auf dem Regiestuhl gesessen hat, konnte lediglich „Hellraiser“ eine breitere Öffentlichkeit erreichen. Die ikonische Figur des Pinhead gehört zu den bekanntesten Erfindungen des Genres, doch im Grunde ist sie nur ein Beispiel für Barkers ausufernde Monster-Fantasien. Seine zweite Regiearbeit hatte sich nicht weniger zum Ziel gesetzt, als eine Art „Star Wars“ des Horrorkinos zu werden. An bizarren Kreaturen sollte es nicht scheitern, denn die Geschichte um die unterirdische Stadt Midian, die von allerlei erschreckenden Gestalten bevölkert ist, bot reichlich Raum für ebenso grauenerregende wie faszinierende Fabulierlust. Im Weg standen Barker damals allerdings die Entscheider von Fox und Morgan Creek.

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SHERLOCK HOLMES | Filmkritik

Freitag, 05. Februar 2010

Filmkritik Sherlock Holmes

Während dem klassischen Vampirmythos in der gegenwärtigen Welle romantisch-zahmer Blutsaugerfilme alle Reißzähne gezogen werden, schafften es Guy Ritchie und sein gutgelauntes Ensemble, einer anderen, nicht tot zu kriegenden und hundertfach auf die Leinwand gebrachten Figur tatsächlich neues (und zeitgemäßes) Leben einzuhauchen:  Sein „Sherlock Holmes“ bietet mit Abstand eine der unverstaubtesten Inkarnationen des Deduktionskünstlers.

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