The Founder | Filmkritik: Bigger Business

20. April 2017

The Founder | Filmkritik

[Lesedauer: ca. 3:50 Minuten]

Höhere Effizienz steigert den Umsatz. Um das zu begreifen, braucht man keine Unternehmensberatung zu beschäftigen. Wenn Ray Kroc uns gleich zu Beginn einen Spezialmixer schmackhaft macht, mit dem sich binnen kürzester Zeit eine größere Anzahl Milkshakes zubereiten lässt, leuchten seine Augen hell und seine Argumente unmittelbar ein. Mehr Shakes, mehr Kunden, mehr Umsatz. Aber Amerika ist noch nicht so weit. Denn während wir dem smarten Handlungsreisenden seinen Mixer eigentlich direkt abkaufen wollen, beißt er bei den schlechtgelaunten Betreibern verschlafener Drive-Ins, die er landesweit abklappert, regelmäßig auf schwer verdaulichen Granit. Great sieht anders aus.

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The Missing (2014) | Rückkehr nach Eden: Beklemmender BBC-Mehrteiler

19. April 2017

[Lesedauer: ca. 2:30 Minuten]

Bei aller Schelte, die das ZDF immer wieder von uns abbekommt (zuletzt hier und hier), muss auch mal Lob drin sein. Denn zumindest beim Einkauf fremdsprachiger Serien machen die Mainzer in der Regel eine Menge richtig. Aktuelles Beispiel ist die 8-teilige BBC-Produktion „The Missing“, die ab dem 23. April jeweils sonntagabends in Doppelfolge ausgestrahlt wird. Parallel erscheint die fesselnde Entführungsgeschichte mit James Nesbitt („Der Hobbit“) bereits zwei Tage früher auf DVD und Blu-ray. Das Geschäftsmodell möge ein anderer erklären.

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Blochin: ZDF verzichtet endgültig auf zweite Staffel

12. April 2017

Blochin | Keine zweite Staffel

[Lesedauer: ca. 2:30 Minuten]

Als gestern die Pressemitteilung in den Redaktionen eintrudelte, wird sich so mancher verwundert die Augen gerieben haben. Das ZDF, so heißt es da, drehe derzeit das „Finale“ eines Fünfteilers, den die meisten vermutlich schon wieder vergessen haben. „Blochin“ von Matthias Glasner sollte 2015 der erste großangelegte Versuch der Mainzer sein, den deutschen Serienmarkt mit modernen Erzählformen amerikanischer Prägung aufzumischen. So überzeugt waren die Verantwortlichen vom Endprodukt, dass bereits vor TV-Ausstrahlung in der Primetime eine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde. Deren Schicksal ist nun besiegelt. Sie wird nicht stattfinden.

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Akte X: Audiobook-Prequel mit den Stimmen von David Duchovny und Gillian Anderson

11. April 2017

The X-Files: Cold Cases | Audiobook

[Lesedauer: ca. 1 Minute]

Wer die Lücke zwischen dem zweite Kinoausflug der „X-Files“ und dem 2016er Reboot schon immer als schmerzhaft oder (je nach persönlicher Gewichtung) ärgerlich empfunden hat, kann aufatmen. Ein Prequel-Sequel soll jetzt Antworten liefern – wenn auch nur als Audiobook. Immerhin: Gesprochen werden die Figuren von den Originaldarstellern, was die Produktion vergleichsweise kostenintensiv ausfallen lassen dürfte. Angesichts des anhaltenden Kultes um die beliebte Serie sollte das allerdings irrelevant sein. Wann Scully und Mulder auch auf die TV-Bildschirme zurückkehren, ist derzeit noch offen.

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Shut in | Filmkritik: Klischee im Schnee

09. April 2017

Shut in | Filmkritik

[Lesedauer: ca. 1:30 Minuten]

Das Phänomen des 2/3-Films gehört zu den besonders ärgerlichen Fällen von Zeitverschwendung. Es definiert sich dadurch, dass die ersten rund zwei Drittel durchaus sehenswert, vielversprechend, manchmal gar außergewöhnlich ausfallen, während sich das letzte Drittel (in der Regel dank eines absurden Twists) völlig unerwartet in haarsträubenden Mist verwandelt. Nicht selten sind dafür Testscreenings verantwortlich bzw. die panische Reaktion der Studios auf eben diese (klassischer Fall: „Sliver“). Manchmal liegt die Schuld aber auch einfach nur am Drehbuch. Ein Vorzeigebeispiel für letztere Variante bietet dieser frustrierende Thriller aus dem Wunderreich der Logiklöcher.

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Ghost in the Shell (2017) | Filmkritik: Karaoke und Holographie

05. April 2017

Ghost in the Shell (2017) | Filmkritik

[Lesedauer: ca. 2:30 Minuten]

Vergessen wir einmal für einen Moment die leidige Whitewashing-Debatte, denn Hand auf’s Herz: Wer hätte schon gerne auf den Anblick von Scarlett Johansson im Nude-Look eines hautengen Latex-Anzuges verzichtet? Eye-Candy liefert der Film aber auch unabhängig von seiner Hauptdarstellerin, und zwar in jeder Einstellung und über die volle Distanz hinweg. Kaum möglich, sich an den betörenden CGI-Welten sattzusehen, die einen völlig vereinnahmen – urbaner Futurismus, wie man ihn vielleicht seit „Blade Runner“ nicht besser gesehen hat. Damit sind aber leider auch schon fast alle Stärken dieser ersten Realversion des einflussreichen Mangas benannt. „Ghost in the Shell“ ist eine visuell makellose Oberfläche ohne nennenswerte Tiefe.

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Doctor Who – Der Film | Deutsche Synchronfassung nach fast zwei Jahrzehnten wieder erhältlich | Erstveröffentlichung auf DVD und Blu-ray

02. April 2017

Doctor Who - Der Film

1996 war ein gutes Jahr für Whovians: Nach 26 erfolgreichen Jahren hatte die BBC 1989 beschlossen, die bis heute langlebigste Scifi-Serie der TV-Geschichte einzustellen. Andere Erfolgsformate hatten den Markt übernommen (ganz vorne: „Star Trek: The Next Generation“), mit deren Quoten wie Produktionswerten es „Doctor Who“ einfach nicht aufnehmen konnte. Aber vielleicht war so mancher Verantwortliche des Formates auch einfach überdrüssig und wollte sich einiger Altlasten entledigen. Keinen Überdruss jedenfalls empfanden die Fans, für die der berühmteste Zeitreisende neben Marty McFly in Fanzines, Büchern und Comics munter weiterlebte. Einer dieser Fans: TV-Produzent Philip Segal. Ganze sieben Jahre kämpfte er hartnäckig für eine Wiederbelebung. Am Ende gelang ihm ein Kompromiss in Form eines rund 90-minütigen Fernsehfilms.

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Die versunkene Stadt Z | Filmkritik: Eldorado im Schützengraben

30. März 2017

Die versunkene Stadt Z

Wer sich mit eingefleischten Cineasten über David Lean austauscht und zugibt, „Lawrence von Arabien“ nur vom Fernsehbildschirm zu kennen, wird sich wohl oder übel anhören müssen, dass man erst dann ernsthaft behaupten könne, diesen Klassiker des Biopics gesehen zu haben, wenn man ihn auf der Großleinwand gesehen hat. Trotz aller elitären Arroganz ist da einiges dran. Im Fall von James Grays („The Immigrant“) im besten Sinne altmodischem Abenteurerfilm nach realem Vorbild mag man vielleicht nicht ganz so streng sein, doch dass er dem analogen Kino Lean’scher Prägung näher steht als modernen CGI-Spektakeln, deren Ästhetik mit der Spielekonsole konkurrieren muss, lässt sich schwerlich bestreiten. Und weil es da auch keine Kompromisse gibt, ist „The Lost City of Z“ möglicherweise der Film, den Steven Spielberg seit langem vergeblich zu machen versucht.

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The Monster | Filmkritik: Co-abhängig

23. März 2017

The Monster

Wer sich in den letzten neun Jahren gefragt hat, was eigentlich aus Bryan Bertino geworden ist, nachdem er 2008 mit „The Strangers“ einen vielbeachtetes und leidlich verstörendes (zudem starbesetztes) Debüt abgeliefert hatte, der bekommt hier die Antwort in Gestalt eines kleinen, für überschaubares Geld produzierten Horrorjuwels, in dem die Figuren wichtiger sind als die Monster, von denen sie heimgesucht werden. Und weil der Film so gut geworden ist, verschweigen wir auch gerne, dass Bertino zuvor mit „Mockingbird [dt. Play]“ einen lauen FoundFootage-Beitrag zwischengeschoben hatte, der insgesamt eher unterhalb des Radars geblieben ist.

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Waxwork Records: Blut auf dem Plattenteller, Horror auf Vinyl

15. März 2017

Friday the 13th | Waxwork Records

Dass ein technisch völlig überholtes Medium wie die Schallplatte nicht nur nie ganz vom Markt verschwunden ist, sondern sich seit einer Weile sogar wieder zunehmender Beliebtheit erfreut, wundert Sammler, Händler und Liebhaber nicht im Geringsten: Streaming sei Hintergrundbeschallung, Vinyl hingegen echtes Musikhören. Da ist sicher etwas dran. Denn wer mit den schwarzen Scheiben aufgewachsen ist, kennt den ritalisiert anmutenden Abspielprozess mit all seinen multisensullen Komponenten nur zu gut. Hier gilt: Je hochwertiger, desto besser. Kein Wunder also, dass sich spezialisierte Labels heute eine eigene Fanbase aufbauen können. Ein schönes Beispiel dafür bieten Kevin Bergeron und Suzy Soto von Waxwork Records aus New Orleans.

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Gold (2016) | Filmkritik: Big Business

12. März 2017

Gold | Filmkritik

Es gibt eine Menge Gründe, Matthew McConaughey zu hassen und die meisten davon tragen einen Filmtitel. „Interstellar“ zum Beispiel, Christopher Nolans Ausflug ins Raum-Zeit-Kontinuum, der dank seines Hauptdarstellers ohne eine tragende Rolle auskommen muss, die man auch mögen kann. Ganz anders liegt der Fall, wenn der Mann, der jahrelang auf romantische Komödien abonniert war, all seine natürliche Schmierigkeit vollgültig auslebt, damit man seine Figur ausgiebig verachten, fürchten oder belachen kann – so auf optimale Weise etwa geschehen in William Friedkins „Killer Joe“. Auf andere Weise schlüssig funktioniert McConaughey auch in „Gold“, ein Film, in dem er zu allem Übel auch noch permanent ausgiebig schwitzen muss.

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Logan – The Wolverine | Filmkritik: Shane mit den Scherenhänden

05. März 2017

Logan - The Wolverine

Wenn sich das Zielpublikum nicht irgendwann voller Überdruss abwendet, werden DC und Marvel 2029 mit großer Wahrscheinlichkeit weit über 100 Superheldenfilme auf die Leinwand gebracht haben. Und warum auch nicht? Seit über einem Jahrzehnt verzeichnet das Genre keine relevanten Schwankungen oder gar Einbrüche. Offizielle Starttermine für einzelne Titel reichen bereits über 2020 hinaus. Die Zeichen stehen also gut. Weniger rosig sieht es für Superhelden in der fiktiven Variante des Jahres 2029 aus. Die X-Men sind ausgestorben, neue Mutanten gibt es keine und Logan arbeitet unter seinem bürgerlichen Namen unerkannt als Limousinenfahrer. Nur noch ein paar abgegriffene Comichefte erinnern an bessere Zeiten. Wie konnte es bloß so weit kommen?

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Lüsterne Lachse, blanke Brüste: Das Grauen aus der Tiefe (Humanoids from the Deep) [1980] | Corman-Klassiker als neue Collector’s Edition

24. Februar 2017

Humanoids from the Deep (Das Grauen aus der Tiefe)

Warum die Initiatorinnen ausgerechnet den Februar zum „Women in Horror“-Monat auserkoren haben [1], ist wohl weniger entscheidend als die Tatsache, dass die Idee an sich seit mittlerweile bereits acht Jahren erfolgreich dazu beiträgt, die Rolle von Frauen im Genre genauer zu beleuchten. Man muss allerdings schon einigermaßen im Thema sein, um nicht ausschließlich an die einschlägigen Screamqueens vor der Kamera zu denken, sondern auch die seit einer Weile erfreulicherweise steigende Zahl weiblicher Filmschaffenden dahinter im Blick zu haben. Anfang der 80er sah das noch ganz anders aus und so war Roger Cormans Entscheidung, eine Frau mit der Regie einer seiner Monsterfilme zu betreuen, durchaus ein Ausnahmefall.

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Genius (2016) | Filmkritik: Gut behütet

17. Februar 2017

Genius

Im offiziellen Programm einer jeden Berlinale gibt es diese seltsamen Fremdkörper, die ganz offensichtlich nur dazu da sind, den einen oder anderen Hollywood-Star auf den Roten Teppich zu locken, ansonsten aber nicht wirklich dazugehören, weil sie dem semipolitischen / weltkinofreundlichen Image, das dieses Festival so gerne vor sich herträgt, nicht das Geringste anzubieten haben. Dieses Jahr mussten dafür Danny Boyles „Trainspotting“-Sequel sowie Hugh Jackmans letzter Auftritt als „Logan – The Wolverine“ herhalten. 2016 fiel das Los auf eine handzahme biographische Annäherung an zwei der wichtigsten Figuren amerikanischer Literaturgeschichte – im Kern ein Fernsehfilm, der außer seinen kostspieligen Darstellern wenig stichhaltige Gründe für eine Kinoauswertung liefert.

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Neil Gaiman adaptiert Good Omens für Amazon Studios und die BBC

20. Januar 2017

Good Omens | Neil Gaiman, Terry Pratchett

2017 dürfte ein echtes Freudenjahr für Fans des britischen Autors Neil Gaiman werden. Im Februar erscheint mit „Norse Mythology“ seine eigenwillige und von Marvel-Einflüssen gänzlich freie Intepretation nordischer Göttersagen rund um Odin, Thor und Loki. Im April zeigt der US-Sender Starz die von Bryan Fuller („Hannibal“) entwickelte Adaption seines Opus Magnum „American Gods“ in Form einer hochkarätig besetzten TV-Serie. Und für Amazon Studios wird Gaiman aktuell seinen zusammen mit Terry Pratchett verfassten Roman „Good Omens“ zu einem 6-Teiler verarbeiten.

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Captain Future | Sternen-Nostalgie aus dem Schneideraum

07. Januar 2017

Captain Future

Für die Generation 40+ eine echte Kindheitserinnerung: Im September 1980 begann das ZDF mit der Ausstrahlung eines japanischen Animes, der perfekt auf die Generation „Star Wars“ zugeschnitten schien. Faktisch existierte „Captain Future“ zwar schon lange vor dem Lucas-Universum, doch als man sich 1978 bei Toei Animation (damals noch Toei Doga) der amerikanischen Scifi-Romane aus der Hochphase des Zweiten Weltkriegs annahm, hätte die Zeit kaum reifer sein können. Die heranwachsende Nerdwelt lechzte nach interplanetaren Abenteuern. Das hatte man auch auf dem Mainzer Lerchenberg erkannt.

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2017: Mit halbnackten Slasher-Ikonen durch das Jahr | Ama Lea fotografiert reichlich Fleisch

01. Januar 2017

Year of Fear by Ama Lea

Wer schon immer wissen wollte, was aus Leatherface und Freddy Krueger geworden wäre, hätten sie öfters mal ein Fitness-Studio besucht, sollte sich dringend den 2017er Fotokalender unserer guten Freundin Ama Lea zulegen. Unter dem bezeichnenden Titel „Year of Fear“ wird man 12 Monate lang von ebenso spärlich bekleideten wie ansehnlich gebauten Variationen beliebter Slasher-Ikonen begleitet. Manchem mag es da eiskalt den Rücken herunter-, anderen hingegen eher das Wasser im Mund zusammenlaufen.

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Quotendruck statt Herzensbrecher: Das ZDF begreift sich mal wieder als Privatsender

19. Dezember 2016

Herzensbrecher

Eher nebenbei konnte man wahrnehmen, dass sich das Zweite Deutsche Fernsehen überraschend von einer bislang als solide empfundenen Eigenproduktion trennt. Betroffen ist die Vorabendserie „Herzensbrecher“, die am vergangenen Samstag nach vier Staffeln zuende ging und trotz allgemeiner Beliebtheit nicht verlängert wird. Warum uns das interessiert? Weil die Begründung erneut ein Indiz dafür liefert, dass sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in mancherlei Hinsicht als halber Privatsender missverstehen.

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Weinberg | Deutsche Impotenz: TNT-Serie zeigt das hiesige Genre-Dilemma

12. Dezember 2016

Weinberg - Im Nebel des Schweigens

Wir wissen nicht, welche Serie der Kollege vom Spiegel da gesehen hat, die so „souverän aus der deutschen Vormoderne in die Zukunft des hiesigen Fernsehens weist“ [1], nur eins ist klar, die TNT-Produktion „Weinberg“ kann es kaum sein. Auch jene „surreale(n) Szenen von ungekannter Intensität“, die man bei der FAZ entdeckt haben will [2], müssen wohl an anderer Stelle gefunden worden sein (oder vielleicht auch nur erträumt). Vom Grimme-Preis wollen wir gar nicht erst anfangen. Lieber fragen wir uns: Geht es der hiesigen Serienlandschaft tatsächlich so unsäglich schlecht, dass schon eine enervierend ungelenke, erschreckend einfallslose und gähnend langweilige Kopie einschlägiger Originale ausreicht, um Begeisterungsstürme im Feuilleton auszulösen? Offenbar ja.

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Rudolph-Dirks-Award im Rahmen der Comic Con Dortmund erstmals vergeben

04. Dezember 2016

Rudolph-Dirks-Award 2016

Die Ziele sind eher unbescheiden: Mit dem frisch aus der Taufe gehobenen und nach dem deutschen Comic-Pionier Rudolph Dirks benannten Preis will man eine Art hiesiges Pendant zum renommierten Eisner-Award etablieren. Das scheint einigen der einschlägigen Verlage aber derzeit noch ziemlich egal zu sein, denn zur feierlichen Vergabe am vergangenen Freitag im Rahmen der Comic Con Dortmund hatten nur wenige nominierte Publisher auch tatsächlich (mindestens) einen Vertreter geschickt.

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