South of Hell: Neue Horrorserie vereint Eli Roth, Ti West, Jennifer Lynch und Mena Suvari

25. November 2014

South of Hell

Dass einige der erfolgreichsten TV-Serien einmal dem Genreumfeld von Horror und Fantasy entstammen würden, hätte noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Mit „The Walking Dead“, „Hannibal“ oder „American Horror Story“ hat das Grauen mittlerweile längst auf dem heimischen Fernsehbildschirm Einzug gehalten und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. Kein Wunder also, dass die Sender fleißig nachlegen. Jetzt steigt sogar der bislang eher auf ein weibliches Publikum ausgerichtete US-Kabelkanal WE tv ein und bringt mit Eli Roth gleich mal einen der aktuell populärsten Genre-Vertreter auf den Plan.

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Blut will reden: Walter Kirn adaptiert sein eigenes Buch als TV-Mehrteiler

23. November 2014

Blood will out

1998 lernt ein aufstrebender Autor mehr oder weniger per Zufall den einflussreichen Multimillionär Clark Rockefeller kennen. Die beiden höchst unterschiedlichen Charaktere haben mehr gemeinsam als man vermuten mag und bald schon entsteht eine enge Freundschaft, die ganze zehn Jahre andauern soll – bis die Umstände offenbaren, dass sich hinter dem kunstbesessenen Finanzinvestor ein deutschstämmiger Hochstapler, Psychopath, Kindesentführer und Mörder verbirgt. Ein bisschen zuviel des Guten? Vermutlich. Doch die Geschichte ist keine Fiktion.

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David Cronenberg: Verzehrt (Consumed) | Sartre, Skype und Shin Sang-ok

22. November 2014

David Cronenberg | Verzehrt

Warum dieses späte literarische Debüt so sehr wie eine Rückkehr zu einer längst abgeschlossen geglaubten Phase in David Cronenbergs Schaffen erscheint, hat vermutlich einen einfachen Grund: „Consumed [dt. Verzehrt]“ ist der erste gänzlich originäre Stoff des Meisters seit 15 Jahren. Überhaupt: Mit Ausnahme von „eXistenZ“ (1999) beruht sein gesamtes Oeuvre seit „Videodrome“ (1983) ausschließlich auf Fremdvorlagen, und so muss es wenig wundern, dass er sich mit der intimeren der beiden Kunstformen in einer Weise an sein Frühwerk annähert, die mit großer Wahrscheinlichkeit niemand mehr von ihm erwartet hätte.

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Sturm im Wasserglas: BDSM mit Eli Roth und Lana Del Rey (aber ohne Marilyn Manson)

21. November 2014

Eli Roth

Es ist so einfach, den einschlägigen Abschreibern in Boulevard, Feuilleton und Blogosphäre das nötige Material für einen schnell dahingekritzelten Aufreger zu liefern – in diesem Fall ein paar Videosekunden, in denen sich Sängerin Lana Del Rey (so der allgemeine Tenor) als Vergewaltigungsopfer hat inszenieren lassen. Der vermeintliche Täter ist je nach Recherche- oder Unkenntnisstatus des jeweiligen Verfassers wahlweise Marilyn Manson, ein namenloser „Finsterling“ oder aber Filmemacher Eli Roth.

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Joe | Filmkritik

19. November 2014

Joe

Gerade heutzutage, in Zeiten, in denen das amerikanische Kino immer häufiger auf Überwältigungsstrategien und konturlose Fortsetzungen vertraut, droht der Kern einer jeden guten Geschichte verloren zu gehen: ambivalent gezeichnete Figuren, die nicht bloß als billige Erfüllungsgehilfen hektisch getakteter Plots fungieren, sondern das Geschehen auf der Leinwand mit wirklichem Leben füllen. Umso erfreulicher ist es, wenn ein Filmemacher diesem bedenklichen Trend entschieden entgegensteuert. So wie David Gordon Green, der sich nach einer qualitativ durchwachsenen Komödienphase („Your Highness“, „Bad Sitter“) mittlerweile wieder seiner Vorliebe für markante Außenseiter und ländliche Räume widmet, von der schon seine ersten Regiearbeiten (etwa „George Washington“ und „All the Real Girls“) durchdrungen sind.

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Coherence | Filmkritik

17. November 2014

Coherence

Dass nichts Gutes zu erwarten ist, wenn Kometen, Planeten oder Restbestände ebensolcher der Erde zu nahe kommen, lehrt jede einzelne Episode von „Metal Hurlant“ mit Nachdruck. Ob Em (Emily Foxler, „Legend of the Seeker“) die französische TV-Anthologie oder die zugrundeliegende Comicreihe wohl kennt? Vermutlich nicht. Stattdessen weiß sie aber um einige reale Fälle von unerklärlichem Kometeneinfluss auf menschliches Verhalten, und die gleichen echten Geistererzählungen am Lagerfeuer. Ein ideales Gesprächsthema beim Dinner mit sieben Freunden in einem überschaubar kleinen Haus in der Vorstadt, denn gerade passiert so ein Komet die Erde, und zwei unmotiviert implodierte Smartphones könnten Anzeichen für den Einfluss des Himmelskörpers sein. Alles Nonsens? Leider nein.

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Doc of the Dead | Unterhaltsamer Blick auf ein unkaputtbares Genre

15. November 2014

Doc of the Dead

Der Titel mag missverständlich sein, doch Mediziner spielen in dieser Anfang des Jahres auf dem SXSW-Festival uraufgeführten TV-Dokumentation keine Rolle. Knappe 80 Minuten lang plaudern Zombie-Experten unterschiedlicher Güteklasse über das Phänomen der Untoten in der Popkultur. Einsteiger bekommen eine Menge interessante Basisinfos über Wurzeln und Entwicklung des Genres, Kenner dürften sich hingegen vor allem über Machart und oftmals humorvolle Statements prominenter Vertreter wie George A. Romero, Robert Kirkman, Bruce Campbell, Greg Nicotero, Max Brooks oder Simon Pegg freuen. Wer bahnbrechende neue Thesen oder Fakten erwartet, wird sich allerdings eher enttäuscht sehen.

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Videoclip zu neuem Song von David Lynch und Chrysta Bell

13. November 2014

Chrysta Bell

Dass David Lynch demnächst für neue Folgen von „Twin Peaks“ wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, zuvor aber noch zusammen mit Mark Frost die Bücher für alle neun geplanten Folgen schreiben muss, hält ihn nicht davon ab, auch weiterhin alle erdenkliche sonstige Projekte weiterzuverfolgen, mit denen er sich in den vergangenen Jahren beschäftigt hat. Dazu gehören unter anderem die gemeinsamen musikalischen Ausflüge mit der allzeit ungreifbar anmutenden Chrysta Bell, deren 2011er Debütalbum „This Train“ er ihr auf den Leib schrieb und produzierte. Aktuell haben beide einen neuen Titel veröffentlicht.

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Dinner mit Hannibal: Der neue Kannibalismus in Kino und TV | Eine Annäherung. Teil 2

10. November 2014

Hannibal

Mitte der Nullerjahre sah es nicht gut aus für die Stellung des Kannibalismus im Kino. „Hannibal Rising“ war 2007 angetreten, um das Franchise ohne Oscarpreisträger Anthony Hopkins fortzuführen. Stattdessen schien es lange Zeit so, als sei der Figur mit diesem Versuch ungewollt der Todesstoß versetzt worden. Ansätze, die anthropophagischen Urwaldvölker der 80er wiederzubeleben, blieben wirkungslos. Nach den Ereignissen vom 9. September 2001, kurz nach dem Erscheinen von „Hannibal“, hatte sich das Thema von heute auf morgen erledigt. In einer Welt realen Terrors waren Amazonas-Bewohner und Serienmörder nur noch formal angsteinflößend. Und doch wurde im Film plötzlich soviel Menschenfleisch verzehrt wie nie zuvor.

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Dinner mit Hannibal: Der neue Kannibalismus in Kino und TV | Eine Annäherung. Teil 1

08. November 2014

Hannibal

Kein Subgenre, nicht einmal der in all seinen Ausformungen ungebliebte Torture Porn, genießt außerhalb der Hardcore-Fanszene einen weniger erfreulichen Ruf als der Kannibalenfilm. Lange Zeit als unterste Form des Exploitation-Kinos verschrien (selbst Nazisploitation kann hier nicht mithalten), fristen die meisten, hauptsächlich in Italien entstandenen Beiträge bis heute ein Schattendasein im Angesicht von Zensur und Beschlagnahmung. Umso erstaunlicher, dass die gepflegte Anthropophagie seit einer Weile recht erfolgreich Einzug in Film und Fernsehen hält.

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Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss | Agent in der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

06. November 2014

Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss

Koralnik könnte der perfekte Agent sein: perfektionistisch, umsichtig, ehrgeizig, skrupellos. Er könnte der perfekte Agent sein, wenn man ihn nur lassen würde. Denn obwohl er angeblich zu einer Spezialeinheit der EU gehört und Europa ihn braucht, hat er die ersten acht Jahre seines Dienstes bislang keinen einzigen Auftrag erhalten. Wie frustrierend.

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Revolution, Science Fiction und das Ende aller Technologie | Warum eine neue Serie von J.J. Abrams ein Paradoxon provoziert

04. November 2014

Revolution

Science Fiction kennt eine bemerkenswerte Tradition, apokalyptische Zukunftsszenarien zu entwerfen, die durch das Fehlen von Technologie glänzen. Jüngster Fall ist die von J.J. Abrams produzierte Serie „Revolution“ mit Billy Burke („Drive Angry“) und Elizabeth Mitchell („Lost“). Warum aber sollte ein Genre, das schon vom Namen her eigentlich darauf ausgerichtet ist, Technologie zu erforschen oder oftmals gar zu feiern, freiwillig auf eben diese verzichten?

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Revolution, Science Fiction and the loss of technology | Why a show by J.J. Abrams creates a catch-22

04. November 2014

Revolution

Science fiction has a history of pivoting to cast its forward-looking gaze at a future—often, an apocalyptic one—that where technology is notably absent. A recent case is the J.J. Abrams produced (and by now cancelled) show „Revolution“ starring Billy Burke and Elizabeth Mitchell. But why would a genre founded on exploring and often celebrating technology cast it aside?

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Leatherface: Bustillo und Maury inszenieren Prequel des Texas Chainsaw Massacres

01. November 2014

Leatherface

Was denn, schon wieder ein Prequel zu Tope Hoopers Klassiker des Backwood-Horrors? Tatsächlich. Bereits seit einer Weile geistert die halbgare Info über einen „Leatherface“ betitelten Vorläufer von „Texas Chainsaw Massacre“ umher. Kürzlich verdichteten sich dann die offiziellen Angaben zur Suche nach geeigneten Kandidaten für den Regiestuhl. Gestern nun die durchaus überraschende Entscheidung: Den Blick auf die Teenagerjahre des späteren Kettensägen-Killers mit ausgeprägtem Kindheitstrauma sollen laut exklusivem Bericht der Kollegen von BloodyDisgusting die beiden Franzosen Alexandre Bustillo und Julien Maury („Inside“, „Livid“) in Szene setzen.

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Halloween 4 und 5 in Deutschland endlich unzensiert | Ein Blick zurück

31. Oktober 2014

Halloween 4

Nichts trägt den negativen Beigeschmack staatlich sanktionierten Eingriffs in die Kunstfreiheit so sehr wie die Zensur von Kulturgütern. Dabei ist es völlig gleichgültig, wie hoch man die Qualität eines zensierten Mediums einschätzen mag. Ganz sicher gehören der vierte und fünfte Teil der „Halloween“-Reihe nicht zur Hochkultur, doch das heißt eben gar nichts. Genau wie der Vorgänger mit dem Untertitel „Season of the Witch“, der inhaltlich völlig vom Rest des Franchise abweicht, sind die beiden Filme in Deutschland mittlerweile vom Index runter und nun auch erstmals ungekürzt erhältlich – und das mit einer offiziellen Freigabe ab 16.

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Interstellar | Filmkritik

29. Oktober 2014

Interstellar

Man mag von Christopher Nolan halten, was man will, seine Arbeit megaloman, aufgeblasen und prätentiös finden oder als faulen Budenzauber abtun, doch egal, wie man zu ihm steht: Dass er derzeit der einzige in ganz Hollywood ist, dessen Filme jedesmal mit echtem Ereignischarakter verbunden sind (und zwar nicht, weil die Marketingabteilung des betreffenden Studios es den Zuschauer glauben machen will), kann ihm niemand absprechen. In dieser Hinsicht hat er heute die Position eingenommen, die in den 80ern lange Zeit Steven Spielberg innehatte. „Interstellar“ bildet da keine Ausnahme. Ab einem bestimmten Punkt fragt man sich allerdings, ob hier nicht M. Night Shyamalan seine Finger im Spiel gehabt hat.

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Halloween 3 in Deutschland erstmals ungekürzt | Ein Blick zurück

26. Oktober 2014

Halloween 3 - Die Nacht der Entscheidung (Season of the Witch)

Ganze 32 Jahre nach seiner Uraufführung und 28 Jahre nach der Veröffentlichung auf dem deutschen Markt ist der dritte Teil des „Halloween“-Franchise hierzulande jetzt erstmals ungekürzt erhältlich. Bis Anfang 2012 hatte er gar auf dem Index gestanden, jetzt hat ihn die FSK nach beantragter Neuprüfung bereits ab 16 freigegeben – ein deutliches Zeichen für die zutiefst zeitgebundene und subjektive Sicht, mit der die Bundesprüfstelle von jeher vorgeht. Wer den Film bislang noch nicht kannte, wird sich beim Begutachten jedoch vermutlich ebenso wundern wie die Mehrzahl des Publikums anno 1982. Denn auf Michael Myers wartet man vergebens.

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Die Höhle (In darkness we fall) | Filmkritik

25. Oktober 2014

Die Höhle (In Darkness we fall)

Die ersten Minuten kann man sein Glück kaum fassen: Entfesselt schwebt die Kamera über die grüne und felsige Landschaft von Formentera. Irgendwann erreicht sie ein Zeltlager, das seltsam menschenleer ist. Überhaupt wirkt die ganze Insel verlassen und unbewohnt. Vielversprechend und keine Spur von FoundFootage. Dann jedoch ist der Spaß vorbei, der Film reist ein paar Tage in der Zeit zurück und packt die Handkamera aus. Fortan gilt wackeln, was das Zeug hält, und möglichst bald auf Nachtsicht schalten. Hundertmal schon gesehen und selten weniger belanglos. Wer jedoch frühzeitig aussteigt, verpasst einen überraschend packenden dritten Akt, der einiges wieder wettmacht.

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Critters kehren als TV-Serie zurück

22. Oktober 2014

Critters

Die Welle der aktuell recht fruchtbaren Praxis, den Franchise-Erfolg hinreichend ausgeschlachteter Kinoproduktionen in Form von TV-Serien zu reproduzieren, ist weit davon entfernt abzuebben. Mit Beispielen wie „Hannibal“, „Bates Motel“ oder demnächst „Scream“ erweist sich dabei vor allem das Horrorgenre als besonders sichere Bank. In Kürze wird nun mit „Critters“ eine weitere beliebte Filmreihe aus den späten 80ern / frühen 90ern für den heimischen Flatscreen wiederbelebt, welche die meisten vermutlich (Achtung Wortspiel) schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatten.

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Cabin Fever: Remake nach Originaldrehbuch von Eli Roth

21. Oktober 2014

Cabin Fever

2002 war „Cabin Fever“ ein echter Überraschungserfolg. Clever hatte sein Macher das Prinzip des Abzählreims vom Slasher auf das Subgenre des Body Horrors übertragen, einen fleischfressenden Virus auf eine Gruppe ebenso notgeiler wie austauschbarer College-Absolventen gehetzt und damit einen passablen Hit gelandet. 12 Jahre und zwei mehr oder weniger missratene Sequels später (zuletzt „Patient Zero“) besinnt man sich nun auf die Stärken des Originals zurück und setzt ein Remake in Gang. Soweit keine Überraschung.

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