Laila Oudray bei den Expendables

21. August 2014

The Expendables 3 | Pressekonferenz Köln

Wenn echte Stars zur Pressekonferenz bitten, dann lassen die Journalisten nicht auf sich warten. Sind es dann auch noch Sylvester Stallone, Jason Statham, Wesley Snipes, Antonio Banderas und Newcomer Kellan Lutz, die sich den Fragen stellen wollen, dann läuft den Redaktionen das Wasser im Munde zusammen und man schickt nur die besten Leute. Oder auch nicht. In der Kölner Pressekonferenz von „The Expendables 3“ gab es eine hochkarätige Besetzung und eine Menge mittelmäßige Fragen.

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Soulmate: Axelle Carolyn zeigt zensiertes Opening ihres Geisterfilms

19. August 2014

Soulmate

Als ob Zensur von Kunst und Kultur in den aufgeklärten westlichen Industrienationen nicht ohnehin schon den unangenehmen Beigeschmack antidemokratischer Maßnahmen mit sich bringen würde, leuchtet ihr selbstbewusst vor sich hergetragener Sinn und Zweck in Fällen, wo es schlicht nichts zu zensieren gibt, noch weniger ein als ohnehin schon. Die BBFC, das britische Gegenstück zur hiesigen BPjM, hat hierfür gerade erst wieder ein Vorzeigebeispiel abgeliefert (fast hätten wir gesagt: „den Vogel abgeschossen“, doch das wäre vermutlich selber schon wieder zensierenswert gewesen) und die filmische Darstellung einer gängigen Selbstmordpraxis verbieten lassen.

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Cabin Fever 3: Patient Zero | Filmkritik

18. August 2014

Cabin Fever 3 - Patient Zero

Es gibt wenig Positives, das sich über diesen dritten Aufguss von Eli Roths Spielfilmdebüt von 2002 sagen ließe. Wer die knappen 90 Minuten allerdings durchhält, wird überrascht feststellen, dass den Machern auf der Zielgeraden doch tatsächlich ein einziger bemerkenswerter Gedanke über den Weg gelaufen ist. Inwiefern allerdings auch dieser – wie so vieles andere – kaum mehr sein kann als ein Gimmick und dem Film selber nicht wirklich hilft, ist zu diesem Zeitpunkt längst egal. Die entscheidende Frage, die sich dabei stellt: Wo ist eigentlich Jim Wynorski, wenn man ihn braucht?

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THE EXPENDABLES 3 geht an den US-Kinokassen unter

17. August 2014

The Expendables 3

Mit gerade einmal 16,2 Millionen USD liefert der dritte Aufguss der „Expendables“-Reihe am Startwochenende eine echte Bauchlandung ab. Selbst die ebenfalls diese Woche angelaufe alberne Buddy-Comedy „Let’s be Cops“ mit den Serienstars Jake Johnson und Damon Wayans Jr. (beide aus „New Girl“) lässt die Allstar-Riege aus alten Recken und lauwarmen Newcomern um Sylvester Stallone problemlos hinter sich. Für das Franchise ist das Ergebnis eine mittlere Katastrophe und zeigt, wie sehr sich das Konzept möglicherweise überlebt hat. An der Chartspitze stehen mit „Guardians of the Galaxy“ (3. Woche) und „Teenage Mutant Ninja Turtles“ (2. Woche) weiterhin zwei CGI-lastige Fantasyproduktionen. Gerade ihnen wollten die „Expendables“ mit ihrer Rückbesinnung auf die Actiontugenden der 80er Jahre Paroli bieten. Damit ist es nun – jedenfalls auf dem US-Markt – offenbar vorbei und für den Titel gilt: Nomen est omen.

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Ama Lea’s Production Diary, Day 1

16. August 2014

Ama Lea

I guess I should start this from the top. Where it all began. I could start with my first grade Monster Squad fan fiction. Or maybe my brilliant filmmaking debut when I was 14 and made a movie titled „The Bucksport Sasquatch Project“ which starred my family and friends looking for big foot. Or maybe my freshman thesis paper on wanting to grow up to be just like John Carpenter and Clive Barker? For time purposes let’s zoom ahead to 2012. This was me:

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Catching up with Ama Lea: Introduction to a filmmaker’s diary

15. August 2014

Ama Lea

I came across Ama about two years ago. She was doing these amazing photos of horror celebrities for a book pretty confidently entitled „The Bloody Best Project“. Famous faces disconnected from reality, dwelling in strange locations, full of razor-sharp details, irony and an unsettling atmosphere. So you know what? I was hooked immediately. These photos were more than just staged. They seemed to be excerpts from bigger stories, faux stills, giving a hint at what happened before and what was probably about to happen soon. The right term for this would be: Cinematic. These pictures were actually taken by a filmmaker at heart. The name of the photographer: Ama Lea.

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Lucy | Filmkritik

14. August 2014

Lucy | Scarlett Johansson

Wohl niemand käme je auf die Idee, Luc Besson übermäßigen Tiefsinn vorzuwerfen. Nichts desto trotz finden sich bei ihm zwischen zwei Bleigewittern und einer Verfolgungsjagd immer wieder unerwartete Momente reinster Melancholie (und wenn „Leon – der Profi“ nicht der traurigste aller Filmkiller ist, wer bitteschön soll es denn dann sein?). So gibt es sie auch in „Lucy“, jene seltsamen Inseln, die inmitten all der hyperbolischen Krachwumm-Dramaturgie für einen kurzen Moment daran erinnern, dass keine Geschichte ohne Charaktere funktioniert, deren Schicksal uns nachhaltig bewegt: Wenn die titelgebende Hauptfigur auf dem OP-Tisch liegend das unbändige Bedürfnis verspürt, ihre Mutter anzurufen, weil sie urplötzlich Zugriff zu den ältesten Erinnerungen ihrer Kindheit hat und gleichzeitig begreift, dass sie eben deshalb unwiderbringlich aufhört, Mensch zu sein, gehört das zum Schmerzhaft-Poetischsten, was es dieses Jahr bislang im Kino zu sehen gab. Direkt danach kracht und rummst es allerdings schon wieder.

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Planet der Affen: Revolution | Filmkritik

09. August 2014

Planet der Affen - Revolution

„I want to be a man“, singt Affenkönig Louie und schwingt dabei das Tanzbein. 1967 hört das Kinopublikum diese artenübergreifenden Worte aus der Feder der Sherman Brothers zum ersten Mal. Ein Jahr später scheint der Herzenswunsch des gekrönten Orang-Utans aus dem „Dschungelbuch“ mit dem ersten „Planet der Affen“-Film bereits erfüllt – für die menschliche Spezies allerdings auf denkbar ungünstige Weise. Die Romanvorlage des Franzosen Pierre Boulle war bereits 1963 erschienen, doch ob das Songschreiberduo davon Kenntnis genommen hatte, ist nicht bekannt.

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The Expendables 3 | Filmkritik

08. August 2014

The Expendables 3

Den albernen Oberlippenbart hat Barney Ross bereits aus seinem Leben verbannt und nach einem gründlich missglückten Einsatz sieht sich seine nur noch aus vier Mann bestehende Expendables-Truppe mit dem gleichen Schicksal konfrontiert: Barney serviert sie ab, weil er sich um ihre Zukunft sorgt, und castet stattdessen jüngeres Kanonenfutter. Tja, wer hätte das gedacht? Kaum 20 Minuten im Film ist Sylvester Stallone plötzlich wieder zurück in der alten Rolle, die er mit seinem Söldnerfranchise eigentlich abgelegt hatte – der Rolle des einsamen Wolfs auf Rachefeldzug. Kann er das tatsächlich ernst meinen? Natürlich nicht.

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Neue TV-Serien basierend auf populären Horrorfilmen

07. August 2014

Scream 3

Nach dem Erfolg von „Hannibal“ und „Bates Motel“ war es im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis andere erfolgreiche Horrorproduktionen einem TV-Makeover unterzogen würden. Mit „Scream“, „Evil Dead“ und „Freitag, der 13.“ sind derzeit ganze drei bekannte Beispiele in Arbeit – und die nächsten Titel (darunter „Resident Evil“) werfen an der Gerüchtefront schon ihre Schatten voraus. Ob damit ausgedienten Modellen neues Leben eingehaucht oder lediglich der letzte Funken Markttauglichkeit verwertet wird, bleibt abzuwarten.

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Erlöse uns von dem Bösen (2014) | Filmkritik

06. August 2014

Erlöse uns von dem Bösen

Eine ganze Weile lang sieht es so aus, als hätte dieser stimmig anmutende Crossover-Thriller aus Polizeifilm und Dämonenhorror von Scott Derrickson („Sinister“) und Paul Harris Boardman das Zeug zum echten Genre-Klassiker. Was für Hoffnungen da geschürt werden! Atmosphärisch irgendwo zwischen „Sieben“ und „Angel Heart“ angesiedelt, deutet nichts darauf hin, dass am Ende alles auf den üblichen, erzkkonservativen Exorzismus-Nonsens hinauslaufen könnte, der mittlerweile wieder verstärkt sein variationsarmes Unwesen treibt. Und doch ist genau das der Fall.

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Ein Mobile-Game für THE GREEN INFERNO

05. August 2014

The Green Inferno Survival

Dass Videospiele aktuelle Kinofilme als Lizenzprodukte begleiten, ist ein alter Hut und reicht mit Beispielen wie dem legendären Atari-Flop „E.T.“ oder der C64-Pixelversion von „Rambo 2“ bis in die 80er zurück. Heute kommt kaum mehr ein Blockbuster ohne eigenes Game aus. Längst generiert die Spieleindustrie ein Vielfaches der Umsätze etablierter Filmstudios, und da will man sich schließlich ein Stück vom Kuchen abschneiden. Weniger Dollars als vielmehr virale Verbreitung wird Eli Roth vor Augen gehabt haben, als er der Idee eines Mobile Games für „The Green Inferno“ nachging. Als augenzwinkernder Marketing-Gag funktioniert das Ergebnis allemal.

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Herzog: The Collection – allerdings nicht in Deutschland

04. August 2014

Lange Zeit schien Werner Herzog für die hiesige Filmlandschaft überhaupt nicht mehr zu existieren. Erst Ende der 2000er, als er in Venedig gleich mit zwei Arbeiten im Wettbewerb um den Goldenen Löwen stand, erinnerte man sich plötzlich wieder an den bedeutendsten Vertreter des deutschen Autorenfilms, machte ihn schuldbewusst zum Jurypräsidenten der Berlinale und verlieh ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse (was das ZDF nicht davon abhielt, die Premiere seiner Dokumentation „Tod in Texas“ im Nachtprogramm verschwinden zu lassen). Im Vergleich zum Kultstatus, den er von jeher in den USA genießt, ist das jedoch eher Pflichterfüllung. Welchen Marktwert er bei den dortigen Cineasten hat, belegt jetzt eine faszinierende 16-Filme-Box, von der man in Deutschland nur träumen kann.

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Jersey Boys | Filmkritik

03. August 2014

Jersey Boys

Eine jüngere Generation Kinogänger wird von einer Band namens „The Four Seasons“ mit großer Wahrscheinlichkeit noch nie im Leben etwas gehört haben. Kein Wunder also, dass der große Kassenerfolg für Clint Eastwoods Adaption des langlebigen Jukebox-Musicals ausblieb. Wer die Besucherzahlen an Broadway, West End und zahlreichen Bühnen innerhalb und außerhalb der USA von 2005 bis heute dagegen hält und nicht begreift, wieso die Diskrepanz so groß ausfällt, überschätzt die Schnittmenge zwischen den jeweiligen Publikumstypen massiv. Über die im besten Sinne altmodischen Qualitäten der Leinwandversion sagt das jedoch rein gar nichts aus.

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To Kill a Man | Filmkritik

01. August 2014

To kill a Man

Wer im Verlauf dieses vielfach preisgekrönten Festivallieblings aus Chile an jene berüchtigte Sequenz aus Hitchcocks „Torn Curtain [dt. Der zerrissene Vorhang]“ denken muss, in der es Paul Newman mit Müh und Not gelingt, den Stasi-Schergen Gromek in einen Gasofen zu verfrachten, ist einem entscheidenden Erzählmotiv von Regisseur Alejandro Fernández Almendras merklich auf der Spur: „It ain’t easy to kill a man.“ Dass der (zunächst vom US-Verleih erfundene, dann vom hiesigen Anbieter gehorsam übersetzte) Untertitel ein Rachemotiv hinzudichtet, ist hingegen nicht mehr als ein Vermarktungstrick, der mit dem Film selber eher nichts zu tun hat.

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31: Rob Zombie setzt für seinen nächsten Film auf Crowdfunding

31. Juli 2014

31 | Rob Zombie

Gerade erst veröffentliche Ubisoft seine Motion-Comic über die französische Revolution, um für das nächste Game aus der „Assassin’s Creed“-Reihe zu werben, da macht Rob Zombie mit ziemlich überraschenden Neuigkeiten zu seinem nächsten Film „31“ erneut auf sich aufmerksam. War außer dem wenig aufschlussreichen Titel, einem Teaser-Poster und zwei Konzeptzeichnungen bislang nichts bekannt, so rückt der Filmemacher („Lords of Salem“) jetzt nicht nur mit einer Synopsis raus, sondern lässt jeden, den es interessiert, auch noch an der Finanzierung teilhaben: Rob Zombie setzt erstmals auf Crowdfunding.

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Soska Sisters: Vendetta, Kane und Painkiller Jane

28. Juli 2014

Twisted Twins

Der Aufstieg von Jen und Sylvia Soska – besser bekannt als „Twisted Twins“ – scheint unaufhaltsam. Nachdem zwischen ihrem selbstfinanzierten, unter allerlei Mühen fertiggestellten und im Resultat ziemlich wüsten Erstling „Dead Hooker in a Trunk“ (bis heute ohne deutschen Verleih) und dem Festivalliebling „American Mary“ noch ganze drei Jahre lagen, absolvierten die Zwillingsschwestern jetzt innerhalb weniger Monate gleich zwei Auftragsarbeiten für die Filmabteilung von WWE und machen sich in Kürze an die Verfilmung der Comic-Reihe „Painkiller Jane“. Kein Wunder, dass die beiden ihre Tweets längst mit einem eigenen Hashtag garnieren: #twinning.

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Assassin’s Creed Unity: Rob Zombie erklärt die französische Revolution

27. Juli 2014

Rob Zombie | Assassins Creed Unity

Während noch ausführlich darüber gerätselt werden kann, was sich wohl hinter Rob Zombies nächstem Projekt „31“ verbirgt (außer zwei Konzeptzeichnungen und einem Teaser-Plakat, das einen wenig kinderfreundlichen Clown zeigt, ist bislang nichts bekannt), stellt der Mann hinter rabiaten Genre-Beiträgen wie „The Devil’s Rejects“ und den arg esoterisch anmutenden Reboot-Varianten der „Halloween“-Reihe seine Dienste aktuell dem Computerspielhersteller Ubisoft zur Verfügung und erklärt der Gamer-Generation in einem knapp fünfminütigen Kurzfilm die französische Revolution.

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Jonas Alexander Arnby begibt sich gerne auf unbekanntes Terrain | Interview mit dem Regisseur von WHEN ANIMALS DREAM

12. Juli 2014

Jonas Alexander Arnby

Wer gerade die letzte Folge von „Hemlock Grove“ gesehen hat und Appetit auf eine weitere Werwolf-Schlachtplatte hat, ist hier vermutlich an der falschen Stelle. Das letzte jedenfalls, was man von dem Spielfilm-Debüt des Dänen Jonas Alexander Arnby erwarten darf, sind ausgefuchste Verwandlungs-Sequenzen oder blutige Metzeleien. Ausgewählt für die diesjährige Critic’s Week in Cannes, fügt „When animals dream“ dem Genre stattdessen eine ganze Portion skandinavischen Realismus hinzu und erinnerte nicht wenige Kritiker an das artverwandten Vampirdrama „Let the right one in“. Wie sprachen mit Anby anlässlich der Präsentation seines Films im München und erfuhren (offen gestanden wenig überrascht), dass ein US-Reamke bereits in Reichweite ist.

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Jonas Alexander Arnby likes to leave the comfort zone | Interview with the director of WHEN ANIMALS DREAM [english version]

12. Juli 2014

Jonas Alexander Arnby

In case you just finished watching the latest episode of „Hemlock Grove“ and hunger for more werewolf madness you may be on the wrong track. The last thing you should expect from the remarkable feature film debut of Danish helmer Jonas Alexander Arnby are elaborated transformation sequences or a high blood rate. Quite the opposite is what the film has to offer. Selected for Critics’ Week at this years’ Cannes Film Festival, „When animals dream“ adds a good deal of Scandinavian realism to the genre and reminded quite a few critics of „Let the right one in“. We spoke to the director when presenting his film in Munich and learned that a US remake might already be in sight.

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