BB: Debütfilm von C.J. Wallis betritt die Welt der Online-Stripshows | Weltpremiere auf dem Pollygrind Underground Festival

01. September 2014

BB - Ein Film von C.J. Wallis

Filmemacher, Musiker, Schauspieler – der Kanadier C.J. Wallis ist ein klassischer Renaissance Man, der bislang selbst in der Independentszene kaum bekannt ist. Das könnte sich in Kürze ändern. Am 18. Oktober wird sein erster Langfilm mit dem eigenwilligen Titel „BB“ auf dem angesehenen Pollygrind Underground Festival in Las Vegas uraufgeführt und könnte ihm damit einen ähnlichen Karriereschub verschaffen wir zuvor schon Adam Rehmeier („The Bunny Game“) oder Jen und Sylvia Soska.

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David Lynch: Ice Bucket Challenge mit Kaffee und Trompete

01. September 2014

Unseren täglichen Lynch gib uns heute. Dass der Meister des Absurden die mittlerweile von jedem Z-Promi dankbar absolvierte Ice Bucket Challenge mal schnell zur Performance umfunktioniert, sollte eigentlich niemanden wundern. Und weil er gleich zweimal nominiert wurde (von Laura Dern und Justin Theroux), reicht eine einzige Eiswasserdusche selbstverständlich auch nicht aus. Welche Utensilien dabei zum Einsatz kommen und wen Lynch abschließend seinerseits nominiert, sollte man besser selber gesehen und gehört haben.

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Open Grave | Filmkritik

31. August 2014

Open Grave

Kollektive Amnesie ist im Horrorkino mittlerweile ein eigener Topos. Beispiele wie „Cube“, „Saw“, „Predators“ oder auch „Resident Evil“ beziehen einen Teil ihrer Spannung daraus, dass die Charaktere keine Ahnung haben, wo sie sind, wie sie dort hingekommen sind und schlimmstenfalls gar wer sie sind, aber nichts desto trotz unmittelbar auf eine Bedrohung reagieren müssen. „Open Graves“ zieht die Schraube noch etwas enger und hetzt gleich 6 Figuren mit gründlichem Gedächtnisverlust aufeinander. Und mindestens einer von ihnen könnte eine tödliche Gefahr darstellen.

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Arteholic | Filmkritik

30. August 2014

Arteholic | Udo Kier

Udo Kier ist leicht verspätet. Seine Verabredung, ein Pamela-Anderson-Double (das es freilich nur von hinten zu sehen gibt), wartet bereits und sagt kein Wort. Treffpunkt ist die Kölner Traditionsbrauerei „Früh“. Wo das Essen denn bleibe, will Kier wissen. Kaum gefragt, kommt es auch schon. „Suhrbrode“ (Sauerbraten), so bekommt die Blondine zu hören, nenne der Kölner das Gericht, wohl des Essigs wegen. Und Klöße, das seien halb gekochte, halb rohe Kartoffeln, die aussehen wie Tennisbälle. Dann aber zum eigentlichen Thema: Kunst und dass Kier den Künstler an sich doch schon immer beneidet habe. Schauspieler, die bräuchten Licht und Sound und allerlei Technik. Malen ließe sich hingegen immer und überall. Zum Beispiel mit Sauerbraten. Demonstration gefällig? Kommt sofort.

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Oscar-Bewerbung für Regiedebüt: Rose McGowan startet eigenes Filmfestival

29. August 2014

Rose McGowan am Set von DAWN

Beim diesjährigen Sundance-Festival zeigte Rose McGowan erstmals ihren Kurzfilm „Dawn“ und erntete durchweg positive Kritiken. Jetzt will die Schauspielerin ihre erste Regiearbeit ins Rennen um die kommenden Oscars schicken. Den Regeln der Academy gemäß muss ihr Film dafür eine kommerzielle öffentliche Aufführung in Los Angeles vorweisen können, und das an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Doch anstatt zurückzurudern macht McGowan aus der Not eine Tugend und installiert gleich mal ein einwöchiges Filmfestival.

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Ama Lea’s Production Diary, Day 2: Writing

28. August 2014

Ama Lea| Humphrey Bogart

There are lots of books out there on no-budget film making. They all say pretty much the same thing. Write for what you’ve got. If you have access to a cool location, use it. If you have an awesome actor friend, base your story around them. Keep it simple, stupid. – As I take this advice to heart I also have a few ways that I am facing the up-hill-battle with my own strategy. First of all, instead of keeping it to one location, I’ve decided it’s better to break it up into five locations. Why? Simply because you should never put all your eggs in one basket. Especially when you have a film crew and a ton of gear trampling through said basket for several weeks.

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Sin City 2: A Dame to Kill for | Filmkritik

27. August 2014

Sin City 2 - A Dame to Kill for

Es wäre interessant, diesen neuerlichen Versuch, die schwarzweißen Comicwelten von Frank Miller adäquat in bewegte Bilder umzusetzen, völlig frei von aller Vorkenntnis begutachten zu können. Welchen Eindruck würde „Sin City 2“ dann wohl hinterlassen? Doch die Frage ist müßig, denn wer sich diesen Film ansieht, tut es maximal, weil er das Original von 2005 kennt und als die visuelle Ausnahmeerscheinung in Erinnerung hat, die es damals unstrittig war. Ein anderes Publikum gibt es für dieses eigenwillige Prequel-Sequel kaum und die katastrophalen Einspielergebnisse am US-Startwochenende (schockierende 6,5 Mio Dollar) sind dafür der beste Beweis. No film to kill for.

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Elijah Wood produziert Zombie-Film von Jorge Michel Grau | Curse the Darkness

26. August 2014

Curse the Darkness

Mittlerweile zählt Elijah Wood neben James Franco zu jenen umtriebigen Hollywood-Größen, die nicht nur im Rahmen ihres Kerngeschäfts – der Schauspielerei – ein möglichst breites Spektrum abzudecken versuchen, sondern nebenher auch noch zahlreichen weiteren Betätigungsfeldern nachzugehen. Unter dem Dach seiner Produktionsfirma SpectreVision beglückt er seit 2012 die Genre-Fans mit ungewöhnlichen Horrorfilmen abseits des Mainstreams. Aktuell in Arbeit: ein „anthropologischer“ Zombie-Beitrag unter der Regie von Jorge Michel Grau.

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Cold War | Filmkritik

25. August 2014

Cold War

Ein Mannschaftswagen der Polizei mitsamt seinen fünf Insassen verschwindet spurlos. Weil die unbekannten Entführer den alarmierten Ermittlern stets einen Schritt voraus sind, liegt die Beteiligung eines Maulwurfs nahe. Schauplatz ist Hongkong, die vermeintlich sicherste Stadt Asiens, in der sich die Ordnungshüter einen vorbildlichen Ruf erarbeitet haben und ein Verbrechen dieser Art bislang undenkbar schien: Der Auftakt zu „Cold War“, der bei den Hong Kong Film Awards 2013 unter anderem die Trophäen für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch abräumen konnte, lässt einen atemlosen Polizeithriller vermuten, schlägt jedoch schon bald eine ganz andere Richtung ein.

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Imaginer: Kunstbuch zeigt Clive Barker als Maler

24. August 2014

Imaginer | Clive Barker

Wer ihn in erster Linie als Autor und gelegentlichen Filmemacher kennt, wird vermutlich überrascht sein, wie intensiv sich Clive Barker seit Jahrzehnten mit der Malerei beschäftigt – und das keinesfalls als beiläufiges Hobby. Der Ursprung all seiner Arbeit, so lässt sich gelegentlich lesen, sei von jeher stets visueller Natur gewesen. Nicht selten dienten seine Bilder gar dazu, seine Figuren erst zu entdecken. Und tatsächlich: Ein Blick auf die zahlreichen Kreaturen aus „Hellraiser“ und „Nightbreed“ zeigt mehr als deutlich, inwiefern die Physis von Barkers Schöpfungen ihre Natur und Bestimmung definiert. Jetzt veröffentlich der Meister erstmals ein umfangreiches Kunstbuch mit großformatigen Abbildungen seiner Bilder.

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Filmemacher Mick Garris öffnet sein Interview-Archiv | Gespräche mit John Carpenter, Wes Craven, Roger Corman, Rob Zombie

23. August 2014

Was Mick Garris auch und gerade abseits vom Regiestuhl für Cineasten leistet, ist allzeit bemerkenswert. Bereits Ende der 70er führte der spätere Rekordhalter bei Stephen-King-Adaptionen (u.a. „The Stand“, “Bag of Bones” und die TV-Version von „The Shining“) für den Kabelsender „The Z Channel“ durch eine Interviewreihe mit Persönlichkeiten des fantastischen Films wie Roger Corman, Jamie Lee Curtis oder Steven Spielberg. Drei Jahrzehnte spätere produzierte er unter dem Titel „Post Mortem“ ein ähnliches Format für das Genre-Portal FearNet. Jetzt ermöglicht Garris online den kostenfreien Zugriff auf sein vollständiges Interview-Archiv.

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Aliens vs. Predator vs. Prometheus | Neue Comicreihe vereint drei Franchises

22. August 2014

AVP: Fire and Stone

Während die Meldungen um ein filmisches Sequel zu Ridley Scotts 2012er Rückkehr in das Expanded Universe von „Alien“ mindestens so heterogen sind wie die Haltung der meisten Fans zum Film selber, erhält „Prometheus“ jetzt erst einmal eine Fortführung in Form einer Comicreihe. Zu unergiebig? Das haben sich die Macher vermutlich auch gedacht und gleich ein multiples Crossover-Projekt ins Leben gerufen.

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Laila Oudray bei den Expendables

21. August 2014

The Expendables 3 | Pressekonferenz Köln

Wenn echte Stars zur Pressekonferenz bitten, dann lassen die Journalisten nicht auf sich warten. Sind es dann auch noch Sylvester Stallone, Jason Statham, Wesley Snipes, Antonio Banderas und Newcomer Kellan Lutz, die sich den Fragen stellen wollen, dann läuft den Redaktionen das Wasser im Munde zusammen und man schickt nur die besten Leute. Oder auch nicht. In der Kölner Pressekonferenz von „The Expendables 3“ gab es eine hochkarätige Besetzung und eine Menge mittelmäßige Fragen.

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Soulmate: Axelle Carolyn zeigt zensiertes Opening ihres Geisterfilms

19. August 2014

Soulmate

Als ob Zensur von Kunst und Kultur in den aufgeklärten westlichen Industrienationen nicht ohnehin schon den unangenehmen Beigeschmack antidemokratischer Maßnahmen mit sich bringen würde, leuchtet ihr selbstbewusst vor sich hergetragener Sinn und Zweck in Fällen, wo es schlicht nichts zu zensieren gibt, noch weniger ein als ohnehin schon. Die BBFC, das britische Gegenstück zur hiesigen BPjM, hat hierfür gerade erst wieder ein Vorzeigebeispiel abgeliefert (fast hätten wir gesagt: „den Vogel abgeschossen“, doch das wäre vermutlich selber schon wieder zensierenswert gewesen) und die filmische Darstellung einer gängigen Selbstmordpraxis verbieten lassen.

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Cabin Fever 3: Patient Zero | Filmkritik

18. August 2014

Cabin Fever 3 - Patient Zero

Es gibt wenig Positives, das sich über diesen dritten Aufguss von Eli Roths Spielfilmdebüt von 2002 sagen ließe. Wer die knappen 90 Minuten allerdings durchhält, wird überrascht feststellen, dass den Machern auf der Zielgeraden doch tatsächlich ein einziger bemerkenswerter Gedanke über den Weg gelaufen ist. Inwiefern allerdings auch dieser – wie so vieles andere – kaum mehr sein kann als ein Gimmick und dem Film selber nicht wirklich hilft, ist zu diesem Zeitpunkt längst egal. Die entscheidende Frage, die sich dabei stellt: Wo ist eigentlich Jim Wynorski, wenn man ihn braucht?

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THE EXPENDABLES 3 geht an den US-Kinokassen unter

17. August 2014

The Expendables 3

Mit gerade einmal 16,2 Millionen USD liefert der dritte Aufguss der „Expendables“-Reihe am Startwochenende eine echte Bauchlandung ab. Selbst die ebenfalls diese Woche angelaufe alberne Buddy-Comedy „Let’s be Cops“ mit den Serienstars Jake Johnson und Damon Wayans Jr. (beide aus „New Girl“) lässt die Allstar-Riege aus alten Recken und lauwarmen Newcomern um Sylvester Stallone problemlos hinter sich. Für das Franchise ist das Ergebnis eine mittlere Katastrophe und zeigt, wie sehr sich das Konzept möglicherweise überlebt hat. An der Chartspitze stehen mit „Guardians of the Galaxy“ (3. Woche) und „Teenage Mutant Ninja Turtles“ (2. Woche) weiterhin zwei CGI-lastige Fantasyproduktionen. Gerade ihnen wollten die „Expendables“ mit ihrer Rückbesinnung auf die Actiontugenden der 80er Jahre Paroli bieten. Damit ist es nun – jedenfalls auf dem US-Markt – offenbar vorbei und für den Titel gilt: Nomen est omen.

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Ama Lea’s Production Diary, Day 1

16. August 2014

Ama Lea

I guess I should start this from the top. Where it all began. I could start with my first grade Monster Squad fan fiction. Or maybe my brilliant filmmaking debut when I was 14 and made a movie titled „The Bucksport Sasquatch Project“ which starred my family and friends looking for big foot. Or maybe my freshman thesis paper on wanting to grow up to be just like John Carpenter and Clive Barker? For time purposes let’s zoom ahead to 2012. This was me:

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Catching up with Ama Lea: Introduction to a filmmaker’s diary

15. August 2014

Ama Lea

I came across Ama about two years ago. She was doing these amazing photos of horror celebrities for a book pretty confidently entitled „The Bloody Best Project“. Famous faces disconnected from reality, dwelling in strange locations, full of razor-sharp details, irony and an unsettling atmosphere. So you know what? I was hooked immediately. These photos were more than just staged. They seemed to be excerpts from bigger stories, faux stills, giving a hint at what happened before and what was probably about to happen soon. The right term for this would be: Cinematic. These pictures were actually taken by a filmmaker at heart. The name of the photographer: Ama Lea.

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Lucy | Filmkritik

14. August 2014

Lucy | Scarlett Johansson

Wohl niemand käme je auf die Idee, Luc Besson übermäßigen Tiefsinn vorzuwerfen. Nichts desto trotz finden sich bei ihm zwischen zwei Bleigewittern und einer Verfolgungsjagd immer wieder unerwartete Momente reinster Melancholie (und wenn „Leon – der Profi“ nicht der traurigste aller Filmkiller ist, wer bitteschön soll es denn dann sein?). So gibt es sie auch in „Lucy“, jene seltsamen Inseln, die inmitten all der hyperbolischen Krachwumm-Dramaturgie für einen kurzen Moment daran erinnern, dass keine Geschichte ohne Charaktere funktioniert, deren Schicksal uns nachhaltig bewegt: Wenn die titelgebende Hauptfigur auf dem OP-Tisch liegend das unbändige Bedürfnis verspürt, ihre Mutter anzurufen, weil sie urplötzlich Zugriff zu den ältesten Erinnerungen ihrer Kindheit hat und gleichzeitig begreift, dass sie eben deshalb unwiderbringlich aufhört, Mensch zu sein, gehört das zum Schmerzhaft-Poetischsten, was es dieses Jahr bislang im Kino zu sehen gab. Direkt danach kracht und rummst es allerdings schon wieder.

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Planet der Affen: Revolution | Filmkritik

09. August 2014

Planet der Affen - Revolution

„I want to be a man“, singt Affenkönig Louie und schwingt dabei das Tanzbein. 1967 hört das Kinopublikum diese artenübergreifenden Worte aus der Feder der Sherman Brothers zum ersten Mal. Ein Jahr später scheint der Herzenswunsch des gekrönten Orang-Utans aus dem „Dschungelbuch“ mit dem ersten „Planet der Affen“-Film bereits erfüllt – für die menschliche Spezies allerdings auf denkbar ungünstige Weise. Die Romanvorlage des Franzosen Pierre Boulle war bereits 1963 erschienen, doch ob das Songschreiberduo davon Kenntnis genommen hatte, ist nicht bekannt.

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